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Abgasaffäre Kraftfahrt-Bundesamt will Audi inspizieren

Kraftfahrzeug-Bundesamt will Audi inspizieren Quelle: dpa

Die Prüfer vom Kraftfahrt-Bundesamt werden für die Aufarbeitung des Dieselskandals bei Audi direkt nach Ingolstadt reisen. Der frühere Audi-Manager Wolfgang Hatz kommt derweil aus der Untersuchungshaft frei.

Nach monatelangen Untersuchungen von Audi-Dieselfahrzeugen wollen sich die Prüfer vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) direkt in Ingolstadt ein Bild über die Aufklärung der Abgasaffäre machen. Bei dem eintägigen Termin am Mittwoch gehe es außer um Software-Überarbeitungen vor allem um die neuen Prozesse, die für eine Gesamtbetriebserlaubnis erforderlich seien, teilte die VW-Tochter am Dienstag mit. Dabei sollen „die Abläufe gesamthaft geprüft werden“. Audi hat angekündigt, die interne Aufarbeitung des Dieselskandals bis Jahresmitte abschließen zu wollen. Weil der Autobauer seine Ergebnisse dem KBA zur Freigabe vorlegen muss, gibt es bei der Behörde einen zeitlichen Nachlauf. Das KBA war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Fachleute des KBA wollen sich an diesem Mittwoch „bei Audi über den aktuellen Stand der Aufklärungsarbeit in der Dieselkrise informieren“, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. „Wir wissen, dass wir viel Vertrauen zurückgewinnen müssen“, erklärte Audi-Einkaufsvorstand Bernd Martens, Leiter der internen Taskforce, die die Dieselkrise aufarbeiten soll.

Ein Thema ist laut Audi die Überarbeitung der Steuersoftware für die Dieselmotoren. Außerdem will das KBA wissen, ob Audi das neue internationalen WLTP-Prüfverfahren für die Abgas- und Verbrauchswerte vorschriftsmäßig umsetzt - eine wesentliche Voraussetzung für die Erteilung der so genannten Gesamtbetriebserlaubnis für neue Fahrzeuge durch das Bundesamt. „Unser höchstes Interesse gilt der rückhaltlosen Aufklärung“, sagte Martens. „Das wollen wir morgen bei der Zertifizierung auch an unseren Prüfständen unter Beweis stellen.“

Der frühere Audi-Manager Wolfgang Hatz kommt indes aus der Untersuchungshaft frei. Der Haftbefehl werde gegen eine Kaution von drei Millionen Euro und einem Kontaktverbot mit anderen Verfahrensbeteiligten außer Vollzug gesetzt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München am Dienstag. Das habe das Oberlandesgericht München entschieden. Der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler bleibe weiter in Untersuchungshaft. Dort sitzt er seit Anfang vergangener Woche - es steht der Vorwurf im Raum, dass der Spitzenmanager Einfluss auf Zeugenaussagen seiner Untergebenen zum Dieselskandal nehmen wollte. Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte im Laufe der Ermittlungen sowohl die Unternehmenszentrale als auch Stadlers Wohnhaus durchsucht. Nun wird auch das KBA in Ingolstadt vorstellig. Seine Vernehmung solle in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

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