Absatzzahlen Die Europäer lieben Porsche

Krise? Zumindest bei den wohlhabenden Käufern von Luxussportwagen sitzt das Geld noch immer locker. Der Club der Porsche-Fahrer wächst und wächst. Zur neuen Bestmarke ist es nicht mehr weit.

Porsche-Chef Matthias Müller (l) stellt am 09.01.2012 auf der North American International Auto Show in Detroit (USA) den Porsche 911 Carrera vor. Quelle: dpa

Der Sportwagenbauer Porsche steuert unbeirrt von Konjunktursorgen und Eurokrise auf einen neuen Verkaufsrekord zu. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres seien 14 Prozent mehr Neuwagen ausgeliefert worden, teilte die Porsche AG am Dienstag in Stuttgart mit. Damit hält die Sportwagenschmiede ihren prozentualen Zuwachs von 14 Prozent, der auch schon Ende Juni in den Büchern stand. Im Juli-Vergleich machten vor allem Europa (25 Prozent mehr) und Deutschland (31 Prozent Plus) kräftig Tempo.

Design-Geschichte des Porsche 911
901/911 F-Modell („Urelfer“)
911 G-Modell
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Inzwischen verkaufte Porsche im laufenden Jahr 81 562 Autos - im Gesamtjahr 2011 waren es 118 867 Stück. Fast schon schwach - zumindest nach Porsche-Maßstäben - zeigten sich im Juli die Märkte USA (plus 1 Prozent) und Amerika (plus 3 Prozent). Auch im bisherigen Jahresvergleich (5 und 4 Prozent plus) liegen diese Märkte weit abgeschlagen hinter den anderen Regionen mit ihren zweistelligen Zuwachsraten. Ein Porsche-Sprecher erklärte den Ausreißer mit dem Anlauf des Boxster, der in den USA verzögert starte. Die Vorbestellungen sprächen aber eine klare Sprache und wenn der Roadster erst in ausreichender Stückzahl in den Autohäusern stehe, würden die Nachholeffekte für zusätzlichen Schub sorgen.

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Vertriebsvorstand Bernhard Maier ließ erklären: „Wir sind zuversichtlich, weltweit auch im weiteren Jahresverlauf solide Zuwächse zu erzielen, trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa.“ Wie in den Monaten zuvor bleibt die Geländelimousine Cayenne der absolute Verkaufsschlager der Stuttgarter, deren Geschäft seit Anfang August komplett zum Volkswagenreich gehört. Jeder zweite verkaufte Porsche ist ein Cayenne. Dessen kleiner Bruder Macan wird Anfang 2014 in die Autohäuser rollen. Er soll weiter Volumen bringen auf dem Weg, bis 2018 jährlich rund 200 000 Autos abzusetzen.

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