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Absatzzahlen Europäischer Automarkt auf dem Standstreifen

Die Zahl der Neuzulassungen in Europa sinkt, Autobauer ziehen sich aus Europa zurück und machen einen weiten Bogen um europäische Hersteller. Der europäische Automarkt scheint ausgebremst.

Das sind die sparsamsten Autos
Mercedes SL 63 AMGLeistung: 537 PS Hubraum: 5,5 Liter Verbrauch: 9,9 Liter Benzin/100 Kilometer Preis: ab 160.000 Euro Besonderheit: Weniger Hubraum, mehr Leistung, vier Liter weniger Verbrauch als Vorgänger
Ford Focus 1.0 EcoboostLeistung: 100/125 PS Hubraum: 1,0 Liter Verbrauch: 4,8/5,1 Liter Benzin/100 Kilometer Preis: ab 18.050 Euro Besonderheit: Der erste Drei-Zylinder-Motor in der Golf-Klasse Quelle: Ford
VW Polo BlueGTLeistung: 140 PS Hubraum: 1,4 Liter Verbrauch: 4,7/ Liter Benzin/100 Kilometer Preis: k.A. Besonderheit: Zylinderabschaltung Quelle: Volkswagen
BMW M 550dLeistung: 381 PS Hubraum: 3,0 Liter Verbrauch: 6 Liter Benzin/100 Kilometer Preis: ab 80.000 Euro Besonderheit: drei Turbolader, mehr Power, spontaneres Ansprechen bei niedrigen Drehzahlen Quelle: BMW
Audi A3 1.8 TLeistung: 160 PS Hubraum: 1,8 Liter Verbrauch: 5,6–5,2 l/100 km Preis: ab 26.000 Euro Besonderheit: 50 Kilo leichter, 20 Prozent weniger Verbrauch Quelle: Audi

In der Europäischen Union sind im Februar deutlich weniger Autos verkauft worden als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,7 Prozent auf 888.878 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Donnerstag in Brüssel mit. Abgesehen von Deutschland, wo die Neuzulassungen unverändert blieben, verzeichneten alle großen Absatzmärkte Rückgänge. Besonders deutlich fiel das Minus in Frankreich (-20,2%) und Italien (-18,9%) aus. In Großbritannien sanken die Neuzulassungen um 2,5 Prozent und in Spanien um 2,1 Prozent.
Unter den deutschen Herstellern konnte lediglich Daimler einen Zuwachs (plus 4,3 Prozent) vermelden. Bei Volkswagen schrumpfte die Zahl der neu zugelassenen Autos hingegen um 2,6 Prozent, bei BMW um 1,4 Prozent.
Die meisten anderen europäischen Hersteller traf es aber deutlich härter. Vor allem betroffen sind Hersteller von Autos für den Massengeschmack. Auch bei Renault und Fiat schlug die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Südeuropa im Februar mit zweistelligen Verkaufsrückgängen massiv zu Buche. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpften die Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und den drei EFTA-Staaten Island, Norwegen und der Schweiz insgesamt um neun Prozent auf gut 920.000 Einheiten, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Donnerstag in Brüssel bekanntgab.

Zu Jahresbeginn waren die Neuregistrierungen um sieben Prozent gesunken. Den stärksten Verkaufsrückgang unter den großen Autobauern registrierte im Februar Renault: Der französische Autobauer verkaufte fast ein Viertel weniger als vor Jahresfrist. Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall schlugen 19 Prozent weniger los als vor einem Jahr. Die ebenfalls zum US-Autoriesen General Motors gehörende Marke Chevrolet legte dagegen um 17 Prozent zu. Beim GM-Partner PSA Peugeot Citroen belief sich der Rückgang auf 16,5 Prozent.

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