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Aktion "Retten Sie Opel" Die Opel-Rettungspläne der wiwo.de-User

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Die Konzepte der Leser


Opels Managerverschleiß auf dem Chefposten
Michael Lohscheller Quelle: Opel
Karl-Thomas Neumann Quelle: obs
Thomas Sedran Quelle: dpa
Stephen Girsky Quelle: dpa
Karl-Friedrich Stracke Quelle: dpa
Nick Reilly Quelle: REUTERS
Hans Demant Quelle: AP

'Rantanplan', online: "Die Autos selbst sind schon gut genug. Da muss man nicht mehr viel machen. Die Gewinnschwelle erreicht man so:

1. Die künstliche Trennung von Opel/Vauxhall und Buick aufgeben. Jeder neue Buick seit 2009 ist nichts weiter als ein Opel mit anderem Grill. Somit würden die damit erzielten Gewinne in Amerika und Asien Opel gutgeschrieben.

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    2. Die europäischen Werke mit der Produktion von Konzernmodellen für den europäischen Markt auslasten. Die Chevy-Modelle Cruze und Orlando könnten ohne weiteres in den Werken Rüsselsheim, Bochum, Ellesmere Port und Gliwice gebaut werden.

    3. Imagegewinn mit höher positionierten Fahrzeugen. Also die (durchaus konkurrenzfähigen) Modelle von Cadillac und die Corvette ernsthaft bei großen Opelhändlern starten."

    Karsten Kilian, E-Mail: "Opel hat kein Marktproblem, sondern ein Markenproblem. Audi steht für technischen Fortschritt und BMW für Fahrfreude pur, jetzt ökologisch korrekt. Und wofür steht Opel? Der Rüsselsheimer Autohersteller muss hierzu schnellstens eine plausible Antwort liefern.

    (Nur) so geht’s: Opel muss sich auf den Markenkern „familientauglich“ fokussieren. Ein Zweitürer mit nur zwei Sitzen wäre damit tabu. Dafür wäre endlich allen Opel-Ingenieuren klar, was „on brand“ ist und was nicht. Und wenn Opel dann doch eines Tages wieder ein Sportwagen entwickeln möchte, dann muss er eben familientauglich sein, zum Beispiel ein Zweiplus-Zwei-Sitzer mit Schiebetüren auf beiden Seiten.

    Als Markenwert steht an erster Stelle der Anspruch „praktisch“ zu sein. Was Familien vor allem brauchen, sind alltagstaugliche Autos, die praktisch sind. Jeder neue Opel muss diesen Lackmustest bestehen, bevor er in Serie gebaut wird! Wenn die Kunden während einer Car Clinic nicht sagen „ach, das ist aber praktisch“, ist es kein Opel (mehr). Ein Beispiel: Opel hat 2006 das Heckträgersystem „Flex-Fix“ eingeführt, ein Trägersystem, das sich wie eine Schublade unter den hinteren Stoßfängern herausziehen lässt. Ab sofort bekommt jeder Opel dieses Trägersystem – serienmäßig. Wie praktisch!

    Praktisch ist schön und gut, aber Eltern, insbesondere Väter, wollen nicht neben dem Nachbarn mit seinem schicken Sportwagen „alt“ aussehen, vor den eigenen Kindern schon gar nicht. Deshalb muss jeder neue Opel zukünftig auch „cool“ sein. So könnte beispielsweise das Trägersystem (als Extraausstattung) per Fernbedienung aus- und eingefahren werden. Auch ein Stromanschluss im Fond für die Spielkonsole, den MP3-Player oder den tragbaren DVD-Player wäre cool. Ein kleiner Klapptisch wie im Flugzeug wäre es übrigens auch.

    Neben praktisch und cool kommt als dritter Markenwert „familiär“ hinzu. Opel ist eine große Familie (Wir leben Autos), die Opel-Kunden sind es auch! Es gilt den familiären Charakter der Marke weithin sichtbar zu machen. Hier lohnt sich ein Blick über den Tellerrand zu McDonald’s. Was ist charakteristisch für die amerikanische Fast-Food-Kette? Unter anderem Ronald McDonald und ein Spielbereich für Kinder.

    Beides sollte sich Opel zum Vorbild nehmen. Während bis dato bei Opel und allen anderen Autoherstellern ein paar Spielsachen lieblos in irgend einer Ecke stehen, findet sich bei Opel zukünftig eine schön gestaltete, von außen erkennbare Spielecke als architektonisches Element des Händlernetzwerks. Darin können sich die Opelkäufer 2020+ austoben, während die Eltern ihren familientauglichen Opel auswählen.

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