WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Aktion "Retten Sie Opel" Die Opel-Rettungspläne der wiwo.de-User

Seite 5/5

"Die Produktion nach Europa holen"


Opel-Werk Bochum Quelle: dpa

Christian Schickedanz, E-Mail: "Zur Rettung der Marke Opel würde ich erst einmal mit einem taktischen Rückzug beginnen:

1. Die Werke in Graz und Kaiserslautern schließen, die Produktion von dort nach Bochum verlagern, dort sind genügend Brachfläche und ungenutzte Hallen vorhanden. Während dieser Phase das Werk in Bochum zu einem energieautonomen Werk ummodeln: das Dach mit Solarzellen zupflastern, Windräder aufstellen und das Zechengelände als Pumpspeicherkraftwerk nutzen. Gleiches würde ich mit dem Werk in Ellesmere Port anstellen. Das Werk in Luton würde ich ganz schließen, Nutzfahrzeuge können bei PSA gebaut werden. Eine gleiche Zusammenschließung würde auch die Werke in Polen ereilen. So kann man dann den Gedanken der grünen Automarke wiederbeleben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    2. Die Produktion nach Europa holen. Modelle wie Antara, Agila, Ampera können auch in Deutschland gefertigt werden. Zum Ausgleich für diese Modelle können die koreanischen Fabriken Opel-Modelle für die dortigen Märkte erhalten. Damit wäre Opel dann auch in Korea vertreten. Bei den GM-Partnern in China sollte entsprechend auch eine Opel-Produktion aufgebaut werden. Damit wäre wenigstens ein wenig in Wachstum investiert.

    Ebenso könnte Opel in den USA und Kanada als Kleinwagenhersteller positioniert werden. Quasi über Chevy, unter Buick. Beschränkt auf die Modelle Adam, Agila, Corsa, Mokka und Meriva. Dann wird Chevy nicht in die Parade gefahren und mit den Kleinen Autos kann man in den Städten punkten. Die Opels könnten über das bestehende Chevy-Netz mitverkauft werden.

    3. Wenn das geschafft ist, die Modellpalette erweitern. Ein schönen CC mit Astra GTC Front gegen den VW CC, das Auto könnte den Namen Commodore erhalten. Dazu ein schickes Coupé auf der Saab 9-8 Basis mit dem Namen Monza, hier könnte auch so etwas wie Flexdors ohne B-Säule realisiert werden (vergleiche Mazda RX8). Und die Rückkehr des Omegas mit Standardantrieb. Der fehlende Heckantrieb bei Opel ist vielen bis heute ein Dorn im Auge. Ein neuer Omega könnte z.B. baugleich mit dem Chevy Impala sein, der 2014 in den Handel kommt. Auch ein neuer Agila als Adam Tourer hätte was. Die Erneuerung des Antaras sollte selbstredend sein. Etwas näher an der Studie von Damals hätte was und bis auf den Land Rover Evoque gibt es ja auch keine Off Road Coupés in Europa."

    C. Förster, E-Mail: "Jede Modellreihe wird derzeit mit einer eigenen Werbekampagne und vielen Rabattaktionen beworben. Unter welchem Motto das Ganze passiert, ist aber leider nicht erkennbar. Opel sollte stehen für: Komfortable und elegante „deutsche“ Autos zum fairen Preis. Warum sollte das in Europa und auch weltweit nicht ziehen? Die Leute lassen sich gern etwas versprechen, was leicht gehalten werden kann. Chevrolet wäre davon wiederum nicht berührt, weil diese Marke ein Preissegment tiefer rangiert. Also ein Fokus auf die bequemen Sitze, schöne Materialien, und wie gut sich alles anfühlt, wie angenehm man reisen kann.

    Der Wahlspruch "Wir leben Autos" ist aus meiner Sicht eher eine interne Werbung und Motivation für die Mitarbeiter. Dem Verbraucher ist es eher gleichgültig, wenn er sich dadurch nicht angesprochen oder sogar ausgegrenzt fühlt, da er ja nicht "mitleben" kann. Es wird dadurch kein Versprechen gegeben. Andere Marken geben ein Versprechen: "Das Auto", "Freude am Fahren" usw. versprechen etwas und lösen die damit verbundenen Assoziationen auch ein. Ich hätte einen Vorschlag: OPEL - Gute Autos. Das ist einfach, ein gut einzulösendes Versprechen! Der Kunde verbindet damit sofort einen entsprechenden Gegenwert.

    Warum ich das schreibe? Weil ich Opel sympathisch finde und keinen Grund sehe, den Koreanern unseren Automarkt zu überlassen."

    Auto



    Julian Laux, E-Mail: "GM fährt jegliche Investitionen der bei der Marke Opel zurück, erlaubt nicht den Verkauf außerhalb Europas. Wäre es da nicht besser, dieses Unternehmen aus GM herauszulösen? Dies hätte zur Folge, dass der Verkauf der Automobile außerhalb Europas möglich wäre. Selbstverständlich braucht man einen starken Investor. Dies wäre möglich durch einen Börsengang mithilfe staatlicher Garantien. Die Erlöse müssten in Forschung investiert werden, wo Opel massive Probleme hat. Kurz gefasst, es wäre ein möglicher Weg ohne Erfolgsgarantie – aber wer hat den schon?"

    Was halten Sie von den Vorschlägen? Diskutieren Sie mit – hier per Kommentarfunktion, auf Facebook oder per Mail an martin.seiwert@wiwo.de

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%