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Aktion "Retten Sie Opel" Die Opel-Rettungspläne der wiwo.de-User

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"Hausaufgaben im Heimatmarkt machen"


Opel Insignia Quelle: dpa

Werner Günther, E-Mail: "Ich war 30 Jahre lang bei Opel in Bochum beschäftigt und habe den Untergang der Marke selbst miterleben müssen. Chevrolet hat man meiner Meinung nach wie eine Prinzessin behandelt und Opel wie Aschenputtel. Chevrolet wurde gezielt gefördert, während man Opel immer wieder auf den europäischen Markt begrenzt hat.

Meiner Meinung nach, kann man Opel nur retten, wenn man das Vertrauen der Kunden zurückgewinnt. Als erstes muss der Werksangehörige wieder als Werbeträger gesehen werden. GM sollte sich bei den Kunden für Fehler in der Vergangenheit entschuldigen und für einen gemeinsamen Neuanfang werben. Wer Fehler zugibt, gewinnt an Wertschätzung.

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    Dann sollte ein Programm aufgelegt werden, welches auf Sicherheit für den Kunden abzielt. Zum Beispiel kann man eine Garantie während der ganzen Finanzierung anbieten. Opel sollte neue Wege gehen und auch Kundenberater auf Wunsch nach Hause schicken, um ein Auto zu verkaufen. Von Fahranfängern sollte man einen Teil der Führerscheinkosten übernehmen, wenn sie sich für einen Opel entscheiden. Natürlich sollte auch der Weltmarkt geöffnet werden. Ein Kokosplantagenbesitzer würde auch Pleite gehen, wenn er den Verkauf seine Nüsse nur für die heimische Insel erlaubt.

    Außerdem sollte sich Opel ein Beispiel an den Wohnwagen- und Wohnmobil-Herstellern nehmen. Sie standen auch mit den Rücken zur Wand. Die cleveren von ihnen haben gemerkt, dass der hart arbeitende Mensch gerne so etwas besitzen würde und haben ihre Finanzierung bis auf 120 Monate ausgeweitet. Mit längerer Finanzierung könnte neue Kleinwagen Opel Adam weit unter 100 Euro angeboten werden. Verbunden mit einem günstigen Versicherungspaket und einer Garantie über die gesamte Finanzierung hinweg, würde der Absatz explodieren."

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    Peter Bauer, E-Mail: "Die neue Designlinie, die Opel gefunden hat, ist wirklich gute Arbeit. Allerdings leidet die Raumökonomie sehr. Ein Beispiel ist der Insignia Sports Tourer. Der Kofferraum hat 365 Liter. Hier schafft ein Ford 530 Liter. Opel muss nicht nur bei einem Modell, sondern bei mehreren Modellen wieder eine optimale Raumökonomie schaffen. Opel stand immer für einen hohen Nutzwert bei bestem Preis-Leistungsverhältnis. Wo ist das heute hin? Ford macht es Opel vor und hat dabei sogar noch mehr Innovationen zu bieten.

    Meiner Meinung nach sollte Opel beginnen, einfach seine Hausaufgaben im Heimatmarkt zu machen. Dazu gehören in die Strategie: Bessere Raumökonomie, bessere Getriebe und Motoren, Senkung des Basispreisen um ungefähr 3000 Euro, 5- oder 7-Jahres-Hersteller-Garantie, Gewichtsreduktion der Modelle, besser Haptik im Innenraum. Es sollte keine Kosteneinsparungen geben, eher langfristige Investitionen, um Innovationen zu schaffen, die Opel teilweise sogar besser machen als die Premiummarken.

    An GM: Der künftige Automarkt wird auch von europäischen Modellen beeinflusst, wie das große Wachstum von BMW und VW in Amerika zeigt. Europäische Autos werden immer stärker die Wachstumsmärkte in USA und China beeinflussen. Auch in Amerika wird der Kunde bald auf Raumökonomie und Verbrauch achten und ähnlich wie in Deutschland agieren. Und GM wird dabei verlieren, sofern sich nichts ändert."

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