WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Appell an Belegschaft Winterkorn will fünf Milliarden Euro sparen

Seite 2/2

Winterkorn offenbar vor Vertragsverlängerung

Das bis 2018 angesetzte Sparprogramm will Winterkorn laut einem Medienbericht selbst zu Ende führen. Wie das „Manager Magazin“ schreibt, will der VW-Chef seinen Vertrag um zwei Jahre verlängern, um sich persönlich darum zu kümmern. Sein derzeitiger Vertrag läuft Ende 2016 aus. Nach dem Bekanntwerden der geplanten Vertragsverlängerung stiegt der Kurs der VW-Vorzugsaktien um 1,1 Prozent, gab aber im Handelsverlauf wieder auf den Schlusskurs des Vortages nach.

VW-Pkw ist in mancher Hinsicht der Lastenesel des ganzen Konzerns. Die Marke ist federführend bei der Umsetzung des Baukastensystems MQB und muss einen Großteil dieser Kosten schultern – profitieren soll dann aber der gesamte Konzern. Auch die Erschließung neuer Märkte fällt vorwiegend der Kernmarke zu, mit allen Kosten und Mühen. An dieser Rolle dürfte sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern.

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte Winterkorns Vorstoß grundsätzlich. Es sei richtig, „unsere Renditeziele nicht aus dem Auge zu verlieren“, schrieb Osterloh in einem Beitrag für die Mitarbeiterzeitung. Der mächtige Arbeitnehmerboss zog aber auch eine klare Linie: „Einschnitte bei tarifvertraglichen Leistungen wird es mit uns nicht geben.“ Die Arbeitskosten lägen auf Wettbewerbsniveau.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Bei Winterkorns Plänen geht es mehr um die Renditeziele, der Absatz der VW-Fahrzeuge stimmt nach wie vor. Selbst auf dem zuletzt schwächelnden Markt in Europa hat sich der Absatz wieder stabilisiert. Bis Juni konnte die Volkswagen-Gruppe um fast sieben Prozent auf zwei Millionen verkaufte Pkws zulegen. China befeuert als größter Markt das Wachstum mit einem Plus von 17,5 Prozent auf über 1,8 Millionen Autos. In den USA läuft es dagegen nach wie vor schlecht. Die Gruppe verkaufte in Nordamerika drei Prozent weniger (438.000), die Pkw-Marke Volkswagens setzte im ersten Halbjahr sogar 13 Prozent weniger Neuwagen ab, in Südamerika waren es minus 21 Prozent.

Insgesamt summiert sich der Konzernabsatz bis Juni auf mehr als 4,97 Millionen Autos – ein Plus von fast sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr dürften sowohl Volkswagen als auch der große Konkurrent Toyota weltweit erstmals mehr als zehn Millionen Fahrzeuge absetzen. Gemessen am Umsatz verdienen die Japaner – auch begünstigt durch den Wechselkurs des Yen – aber eine ganze Ecke mehr Geld als die Wolfsburger.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%