Audi, BMW und Mercedes Deutsche Autobauer in China kontern Gift-Vorwürfe

Sie beherrschen rund drei Viertel des Premiummarktes im Reich der Mitte - und werden jetzt mit gefährlichen Vorwürfen konfrontiert. Dämmstoffe sollen angeblich giftige Dämpfe im Innenraum von deutschen Autos absondern. Die Luxushersteller weisen die Anschuldigungen zurück - und rätseln über die Vorwürfe.

Die deutschen Autobauer Audi, BMW und Mercedes beherrschen rund drei Viertel des Premiummarktes in China. Quelle: AP

Der Autobauer Audi hat Vorwürfe in China über angeblich gesundheitsgefährdende Dämmstoffe in seinen Fahrzeugen deutlich zurückgewiesen. Auch die ebenfalls beschuldigten Hersteller BMW und Mercedes konnten sich die Beschuldigungen nicht erklären und verwiesen am Montag in Peking auf ihre weltweit einheitlichen Qualitätsanforderungen. Die Oberklasse-Hersteller reagierten damit auf einen Bericht im chinesischen Staatsfernsehen CCTV, wonach Bitumen in den Dämmstoffen von sechs Autos aus ihrer Fertigung bei heißem Wetter angeblich gefährliche Dämpfe in den Innenraum absondern könnten.

Nach eigenen Tests mit den genannten Dämm-Materialien sagte Audi-Sprecher Martin Kühl der Nachrichtenagentur dpa in Peking: „Es wurden keine gesundheitsgefährdenden Emissionen festgestellt.“ Die Materialien erfüllten die strengen globalen Standards von Audi ebenso wie die nationalen chinesischen Standards. Das Unternehmen teste die Luftqualität und Emissionen im Innenraum regelmäßig auch während des laufenden Produktionsprozesses, sagte der Sprecher.

Worauf sich Autofans 2013 freuen dürfen
Porsche Cayman und Cayman SDer Flitzer ist laut Porsche flacher, leichter, schneller, effizienter und stärker als seine Vorgänger. Je nach Modell und Ausstattung ist der neue Cayman bis zu 30 Kilogramm leichter und verbraucht bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff auf 100 Kilometer als der jeweilige Vorgänger - trotz höherer Motor- und Fahrleistungen. Die neue Generation des zweisitzigen Mittelmotor-Sportwagens debütiert in den zwei klassischen Porsche-Varianten Cayman und Cayman S. Der Cayman wird von einem 2,7-Liter-Motor mit 275 PS angetrieben, beschleunigt in optimaler Ausstattung in 5,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und verbraucht mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe rund 7,7 Liter auf 100 Kilometer. Der 3,4-Liter- Motor des Cayman S leistet 325 PS und schafft den 0-100 km/h-Spurt in 4,7 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 283 Stundenkilometern, der Verbrauch liegt je nach Getriebe zwischen 8,0 und 8,8 Litern auf 100 Kilometer. Quelle: Porsche
Opel CascadaOpel will mehr Eleganz und Glamour in die Mittelklasse bringen und mit dem Cascada dem Audi A5, dem Mercedes E-Klasse Cabrio und dem BMW 3er Konkurrenz machen. Der 4,70 Meter lange und 1,84 Meter breite Freiluft-Flitzer - die selben Maße hat das E-Klasse Cabrio - ist auf der Astra-Plattform konzipiert. Der Viersitzer ist mit einem klassischen Stoffverdeck ausgerüstet. Binnen 17 Sekunden wird der 1,4-Liter-Turbo-Benziner mit wahlweise 120 oder 140 PS zum Oben-Ohne-Modell. Per Knopfdruck oder serienmäßiger Fernbedienung verschwindet das Verdeck bei bis zu einem Tempo von 50 km/h im Kofferraum. Der fasst ohne Verdeck 350 Liter, mit sind es nur noch 280 Liter. Opel will den Open-Air-Schlitten zu einem "sehr attraktiven Preis" anbieten, Details wurden noch nicht bekannt.
Mercedes E-KlasseMercedes-Benz hat alle Baureihen der E-Klasse so umfangreich überarbeitet wie nie zuvor - jetzt trumpft die neue E-Klasse mit optimierten Motoren, Assistenzsystem und frischem Design auf. Komplett neu gestaltet ist die Front mit neuen Scheinwerfern, die alle Funktionselemente von einem einzigen Scheinwerferglas überdecken. Das alten "Vier-Augen-Gesicht" bleibt nur noch angedeutet. Die E-Klasse ist erstmals - wie bereits die kleine Schwester C-Klasse - in zwei Ausführungen zu haben - Elegance und Avantgarde. Erstere hat den klassischen, dreidimensionalen Limousinengrill in 3‑Lamellenoptik mit Stern auf der Motorhaube, letzteres trägt dagegen den Sportwagenkühler mit Zentralstern und so "ein sportlich betontes Gesicht" erhalten. Die neue E-Klasse hat zahlreiche neue elektronische Helfer an Bord. So etwa Radarsensoren, die Kollisionen vorzeitig erkennen sollen, Systeme, die Müdigkeit beim Fahrer feststellen können, Bremsassistenten, Spurhalte- und Einparkassistenten und noch ein halbes Dutzend mehr. Quelle: Mercedes
Corvette C7 Pünktlich zum 60. Geburtstag der Marke präsentiert Chevrolet auf der Detroit Motor Show Ende Januar seine Corvette 7. Die Amerikaner machen ein großes Geheimnis aus dem neuen Muscle-Car, das zum Jahresende in Produktion gehen soll. Einige technische Daten sind bereits bekannt. So soll die C7 erstmals Spritspartechniken wie ein Start-Stopp-System und eine Direkteinspritzung an Bord haben. Im Vergleich zu den Vorgängern C2 und C3 ist sie deutlich leichter und am Heck schmaler. Den Kraftprotz treibt eine 6,2-Liter-V8-Maschine mit 455 PS Leistung an. Die 100 km/h erreicht die C7 binnen vier Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Quelle: Presse
Jaguar F-Type Der Zweisitzer ist zwischen Porsche Cayman/Boster und Porsche 911 positioniert. Die Karosserie des 4,47 Meter langen, 1,92 Meter breiten und 1,30 Meter hohen Sportwagens besteht komplett aus Aluminium. Das macht den F-Type in der Basisversion gerade einmal 1.600 Kilogramm schwer. Neben dem per Kompressor beatmeten 5.0 Liter V8 mit 364 kW (495 PS) stehen zwei ebenfalls aufgeladene 3.0 Liter V6 mit 250 kW (340 PS) und 279 kW (380 PS) zur Wahl.  Das neben dem Jaguar Intelligent Stop/Start-System serienmäßige Achtstufen-Quickshift-Automatikgetriebe erlaubt eine manuelle Bedienung über einen zentralen Wählhebel oder über Lenkrad-Schaltwippen. Ein "aktives" Auspuffsystem mit Klappensteuerung für die S-Modelle liefert authentischen Rennsportsound, das adaptive und stufenlos regelnde Dämpfersystem Adaptive Dynamics sorgt für souveränes Handling unter allen Bedingungen. Die Preise reichen von 73.400 Euro für den Einstiegs-V6 bis zu 99.900 Euro für den Jaguar F-TYPE V8 S. Quelle: Jaguar
Mercedes SLS AMG GT und Black SeriesViele PS und Rennsport-Technik der Spitzenklasse bringt der SLS AMG Black Series aus dem Hause Mercedes Benz mit. Von 0 auf 100 beschleunigt der Sportwagen in 3,6 Sekunden. Der Flügeltürer schaltet mittels eines nun tiefer montierten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes noch schneller. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h. Der extra-sportliche Flitzer der Mercedes-Tuning-Tochter AMG bringt es mit dem Serientriebwerk mit 6,2-Liter-V8 und 420 kW/ 571 PS auf beachtliche 464 kW/631 PS. Möglich ist das durch ein verändertes Motormanagement, neue Ansaugluftführung, geänderten Ventiltrieb und einer erhöhten Drehzahl. Der Flügeltürer mit einem Leergewicht von 1475 kg soll im Juni beim Händler stehen. Quelle: dapd
VW e-UpDer Elektroflitzer von Volkswagen tritt zur Jahresmitte gegen bereits etablierte Akku-Flitzer wie den Mitsubishi i-Miev, den Nissan Leaf oder den Smart ed an. Der Fünftürer soll außerdem einer batteriebetriebenen Variante des Golf VII den Boden bereiten. Eine Akkuladung reicht laut VW unter optimalen Bedingungen für rund 150 Kilometer. Dafür sorgt ein Lithium-Ionen-Akku mit 19 kWh. Der Motor bringt immerhin  60 kW/82 PS und vor allem 210 Newtonmeter Drehmoment. Bis Tempo 100 braucht er allerdings fast 14 Sekunden. Mit Rücksicht auf die Reichweite hat VW das Spitzentempo auf 130 km/h limitiert. Was der Kleine kosten soll, ist offiziell noch nicht bekannt. Verschiedene Quellen berichten von 22.000 bis 24.000 Euro. Quelle: dpa
Mazda 3Leichter soll der neue 3er werden, aber nicht unbedingt kleiner. Um 70 kg hat das neue Mittelklassemodell abgespeckt, die Länge bleibt bei etwa 4,50 m. Der Motor der neuen Skyactive-Generation soll den Verbrauch um ein Fünftel reduzieren. Insgesamt bietet Mazda nun fünf Motor-Getriebe-Kombinationen für die Benziner an, allen voran den 2,0-Liter MZR DISI Benzindirekteinspritzer, der eine Leistung von 110 kW/150 PS bei 6.200/min und ein maximales Drehmoment von 191 Nm bei 4.500/min entwickelt. Seinen ersten offiziellen Auftritt hat der Kompaktwagen auf der Autoshow in New York Anfang April, im Sommer soll er dann in Deutschland als Limousine und als Fünftürer zum Händler kommen. Kostenpunkt beim Basismodell: voraussichtlich ab 17.000 Euro. Quelle: Mazda
Maserati QuattroporteDie Luxuslimousine der Fiat-Tochter überragt mit stolzen 5,26 Meter Länge die Langversion der S-Klasse um acht Zentimeter. Die Neuauflage des eleganten Italieners ist unter der Haube ein Sportwagen mit Ferrari-V8-Motor und zwei Turboladern, die die Leistung auf 530 PS steigen lassen. Tempo 100 erreicht der Achtzylinder trotz seiner stattlichen zwei Tonnen in 4,7 Sekunden. Die 200-km/h-Marke knackt er nach 14,7 Sekunden. Erst bei Tempo 307 macht der Italiener schlapp. Damit sei der Maserati Quattroporte die schnellste Serienlimousine der Welt, preist der Hersteller sein neues Modell an. Der Verbrauch sinkt mittels Downsizing und Achtgang-Automatik um 40 Prozent auf durchschnittlich 11,9 Liter. Die Luxuslimousine macht den Auftakt für eine Reihe neuer Maserati-Modelle. Bis 2015 will die Fiat-Tochter den Absatz von aktuell 6000 auf gut 50.000 Fahrzeuge steigern. Quelle: PR
BMW 4erAus dem 3er Coupé von BMW wird nun der 4er. Neben der Bezeichnung ändert sich auch einiges am Design. Die Karosserie ist flacher, der Wagen ein Stück länger als bisher. Auffällig ist die recht groß geratene BMW-Niere an der Frontpartie. Innen dominiert die stärker als bisher geschwungene Mittelkonsole. Im Fond wird es beim Viersitzer enger als bisher. Das Coupé, das als Konkurrenz zum Audi A5 antritt, wird zunächst als 428i mit 245 PS, als 435i mit 306 PS und als 420d mit 184 PS angeboten. Alle Modelle haben Heckantrieb, der Einstiegspreis wird bei circa 38.000 Euro liegen. Quelle: BMW
BMW i3 (Coupé)BMW präsentiert zum Jahresende sein erstes Elektroauto. Die Münchener preisen den i3 als ersten Stromer im Premium-Segment an. Man darf gespannt sein, ob der Viersitzer hält, was er verspricht. Der i3 macht den Auftakt zur Elektro-Flotte der Bayern. Die 1250 kg schwere Karosserie besteht aus Carbon - das dürfte den i3 nicht ganz billig machen. BMW-Chef Reithofer versprach, er solle weniger als der günstigste BMW 5er kosten - also unter 40.000 Euro. Zum Vergleich: Ein Nissan Leaf ist ab knapp 37.000 Euro zu haben. Doch BMW will mit einem schicken Innenraum punkten; hier wurden Holz, Leder und Wolle verarbeitet. Analog zum BMW i3 Concept wird auch das Coupé von einem E-Motor mit einer Höchstleistung von 125 kW/170 PS angetrieben, der ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern erzeugt. Reichweite: 160 km. Quelle: BMW
Porsche Spyder 918Der 918 Spyder tritt die Nachfolge des Carrera GT an und soll dessen Fahrleistung nochmals deutlich übertreffen. Binnen 3,9 Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 km/h. Die Karosserie besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und bringt rund 1.700 kg auf die Waage - kein schlechter Wert für einen Hybrid. Im Idealfall schafft der Spyder aber nur schlappe 25 Kilometer rein elektrisch, dafür sorgt eine Lithium-Ionen Batterie. Hauptantriebsquelle ist der 4,6-Liter-Achtzylindermotor mit über 580 PS Leistung, der direkt aus dem Triebwerk des RS Spyder abgeleitet wurde und deshalb Drehzahlen bis zu 9.000/min erlaubt. Mehr Details zum Spyder finden Sie in dieser Bildergalerie. Quelle: Porsche
Ferrari EnzoEndlich soll es soweit sein: Ferrari will angeblich 2013 eine Neuauflage des Enzo präsentieren. Den Gerüchten nach wird er F70 heißen. Obwohl er erst vor zehn Jahren auf den Markt kam, ist der Supersportwagen Enzo bereits eine Legende. Die Anzahl der zum Verkauf angebotenen Modelle wurde auf 399 limitiert. Eines davon ist im Besitz von Rennfahrer Michael Schumacher, ein anderes hat Papst Johannes Paul II gehört. Die Neuversion, von der bisher nur Erlkönige gesichtet wurden, soll über 700 PS mitbringen und unter drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Angeblich knackt der F70 sogar die 400-km/h-Marke. Als sicher gilt, dass der neue Enzo den neuen Hy-Kers-Hybridantrieb an Board hat. Gekoppelt mit einem V12-Motor ist er bis zu zehn Prozent leistungsstärker und gleichzeitig 40 Prozent sparsamer. Quelle: dpa
Alfa Romeo 4CAuf dem Genfer Autosalon 2011 war er einer der Stars und sollte eigentlich schon 2012 in Serie gehen. Doch die Eurokrise und die damit einhergehende Absatzflaute machten der Fiat-Chrysler-Tochter einen Strich durch die Rechnung. Nun soll das sportliche Leichtgewicht (nur 850 kg) im Laufe des Jahres 2013 in Serie gehen. Die Karosserie besteht größtenteils aus Carbon, die hintere Rahmenkonstruktion und die Crashstrukturen bestehen aus Aluminium. Der 300-PS-Flitzer ist mit Doppelkupplungsgetriebe und einem 1,8-Liter-Vierzylinderturbo ausgerüstet, der aus den Modellen 159 und Giulietta bekannt ist. Der 4C kommt von null auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden und fährt 250 km/h Spitze. Kostenpunkt: voraussichtlich ab 45.000 Euro. Quelle: Alfa Romeo

Audi und sein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW) verfügten über die weltweit höchsten Produktionsstandards und modernste Fertigungs- und Qualitätsprozesse, sagte Kühl. Auch ein Mercedes-Sprecher betonte, der Autobauer nehme die Qualität und Sicherheit seiner Fahrzeuge ernst. Das Unternehmen werde eng mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten, um „potenzielle Probleme mit unseren Fahrzeugen zu untersuchen“.

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