WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Audi-Chef Stadler „Wir sind auf Tuchfühlung zu BMW“

Seite 4/4

Differenziertere Modelltypen

Ab 2014 tritt neben Audi auch Porsche als zweite VW-Marke beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an. Wird so entschieden, welche der beiden Marken künftig in der Formel 1 mitfährt?

Stadler (lacht): Ein lustiger Gedanke, aber glauben Sie mir, so funktioniert die Welt des Motorsports nicht. Wir fragen uns gerade in diesen Tagen, ob es überhaupt sinnvoll ist, in der Formel 1 dabei zu sein. Zu 90 Prozent wird in dieser Rennserie nicht über die Hersteller geredet, sondern über die Fahrer. Man redet auch noch viel über die Reifen und gerne auch oft über die Verlierer. Nur hin und wieder kommen auch die beteiligten Autobauer ins Spiel, und das nicht immer mit positiven Attributen. Dagegen bringt für uns Le Mans eine ganz andere Spannung und in diesem Jahr sogar den insgesamt zwölften Sieg.

Obwohl Le Mans nur einmal im Jahr stattfindet?

Die 24 Stunden von Le Mans sind für viele der Höhepunkt der WEC genannten Langstreckenweltmeisterschaft, mit Rennen in den USA, Südamerika, im Mittleren Osten, Asien und natürlich Europa, an Internationalität fehlt es also nicht. Und wir haben auch noch sehr ambitionierte Pläne im Kunden-Rennsport. Da können Sie das sportliche Profil der Marke schärfen, da ist die Marke sehr direkt erlebbar.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Im VW-Konzern sind nicht alle glücklich mit dem Audi-Design. Es wird als zu einheitlich kritisiert. Planen Sie Änderungen?

Wenn sich im vergangenen Jahr 1,455 Millionen Kunden und damit 360.000 mehr als noch 2010 für unsere Marke und unser Design entschieden haben, kann es so schlecht nicht sein. Wir werden aber die etwas robustere SUV-Linie Q, die edle Linie A und die knackige Sportwagen-Linie R künftig klarer voneinander differenzieren. Aber unsere Modelle werden auch in Zukunft auf den ersten Blick als Audi erkennbar sein.

Herr Stadler, haben Sie inzwischen eigentlich den Motorradführerschein?

Ja.

Audi übernahm 2012 den Motorradhersteller Ducati, weil VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch die Marke unbedingt haben wollte. Davon abgesehen, welchen Sinn hat der Kauf, wenn der Motorradmarkt insgesamt schrumpft?

Ducati ist eine starke Marke mit technischen Leckerbissen und einer enormen Rennsportgeschichte. Noch dazu hat die Marke großes Wachstumspotenzial, und zwar weltweit. Im vergangenen Jahr hat Ducati 44.000 Motorräder abgesetzt – mit einer zweistelligen Umsatzrendite. Auch auf diesem Feld passen wir hervorragend zusammen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%