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Audi-Chef Stadler "Wir geben heftig Gas"

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Vorsprung durch Technik gefährdet

Rupert Stadler (Audi), Katarina Witt, Dieter Zetsche (Daimler), Vitali Klitschko, Ulrich Hackenberg (VW), Norbert Reithofer Quelle: dapd


Um Ihren "Vorsprung durch Technik" fürchten Sie nicht? BMW scheint mit Efficient Dynamics und dem Thema Carbon derzeit stärker zu punkten.
Die Herausforderung nehmen wir an. Wir werden mit unserem neuen A2 den Wettbewerber packen – wir werden leichter sein.


Um wie viel?
Wir werden spürbar leichter sein. Um wie viel, wird sich zeigen, wenn BMW seinen i3 vorgestellt hat.


Und Audi den A2.
Sicher. Aber ich verfolge sehr genau, dass die Kollegen in München ursprünglich mal von einem Fahrzeuggewicht von 1000 oder 1100 Kilogramm sprachen, nun aber schon bei 1250 Kilo angekommen sind. Und der i3 ist ja noch nicht auf der Straße. Das Geheimnis des Leichtbaus liegt darin, jedes einzelne Bauteil einer Karosserie so zu gestalten, dass es bei der Festigkeit, den Komforteigenschaften und den Kosten optimal ist. Und da kann Carbon an einer Stelle sinnvoll sein, Aluminium oder hochfester Stahl an einer anderen. Wir haben einen intelligenten Leichtbau entwickelt, von dem nicht nur ein Modell, sondern alle Baureihen profitieren und der es auch erlaubt, die Autos nach einem Unfall zu vertretbaren Kosten zu reparieren. Ein Bauteil aus Carbon ist nicht prinzipiell leichter, das wird gerne übersehen.

Nach Stand der Technik auch nicht billiger. Wird der neue A2 den BMW i3 auch beim Preis übertrumpfen?
Das muss unser Ziel sein, weil wir wollen, dass Leichtbau auch beim Kunden im Portemonnaie ankommt. Offenbar liegen wir mit diesem Ansatz richtig. Wir sind strategisch gut aufgestellt und geben weiter heftig Gas. Mercedes haben wir dieses Jahr bereits überholt und sind an die Marke BMW sehr dicht herangekommen. Wir sind in Westeuropa die Nummer 1 und in China.

Dafür stehen die beiden anderen in den USA besser da.
Stimmt, und deswegen ist das im Moment noch ein Rennen gegen uns selbst. Aber vor rund drei Wochen , bezeichnenderweise an Thanksgiving, haben wir unsere Bestmarke aus dem Vorjahr mit 101.600 Autos übertroffen und legen noch einmal einen vollen Monat oben drauf. Wir haben in den vergangenen vier Jahren unser US-Geschäft qualitativ neu ausgerichtet. Wir haben ein exklusives Händlernetz aufgebaut, das Markenimage aufpoliert. Auf der Einkaufsliste der Amerikaner sind wir bei Premiumautos von Position sieben auf Position zwei vorgerückt. Und unser Ziel ist es, ganz nach vorne zu kommen.


In den USA?
Nicht nur dort, sondern weltweit. Wir wollen die Premiummarke Nummer 1 sein und zwar nicht nur beim Absatz.


Das will Mercedes auch.
Das macht den Weg dorthin auch so spannend.

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