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Audi, Porsche, Mercedes, VW und Opel Deutsche Hersteller müssen 630.000 Autos zurückrufen

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Britische Tests: Nur VW hat gemogelt

Auch in Großbritannien haben die Behörden im Zuge des VW-Skandals die Abgaswerte von Dieselautos überprüft – den am Donnerstag vorgestellten Ergebnissen zufolge soll aber nur Volkswagen eine illegale Software eingesetzt haben. Geprüft worden seien 37 Automodelle aller führenden Hersteller, so das Verkehrsministerium – außer bei den Wolfsburgern habe es aber keine Hinweise auf eine Manipulationssoftware gegeben.

Die Auswertungen hätten aber ergeben, dass bei Straßentests die vorgegebenen Grenzwerte für Stickoxide bei allen Fahrzeugen zum Teil um ein Vielfaches überschritten worden seien. Die Autohersteller hätten aber nicht gegen Gesetze verstoßen, da derzeit allein die Ergebnisse von Labortests ausschlaggebend seien. Als Konsequenz aus der "Dieselgate"-Affäre sollen in Großbritannien ab 2017 verbindliche Straßentests eingeführt werden.

Zumindest in den USA droht Daimler noch größeres Ungemach. Befürchtungen gab es bereits, nachdem US-Klagen gegen die Stuttgarter wegen angeblich manipulierter Emissionswerte eingereicht wurden. Nun macht die Justiz Ernst und fordert konzerninterne Ermittlungen. Daimler führe auf Aufforderung des US-Justizministeriums interne Untersuchungen durch, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Freitag in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen der Stuttgarter. „Selbstverständlich kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden.“

In der Nacht zum Freitag hatte Daimler in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt mitgeteilt, das US-Justizministerium habe den Konzern aufgefordert, das Zustandekommen der offiziellen Abgaswerte in den Vereinigten Staaten intern und unter Einbeziehung der US-Aufseher unter die Lupe zu nehmen. Ob die Behörden dort auch von sich aus Ermittlungen aufnehmen wollen, ist bislang unklar. Daimler-Aktien sackten kurz nach dem Handelsbeginn an der Börse um fast sechs Prozent ab.

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    Richter bestätigt: VW erzielt Teileinigung mit US-Behörden

    Die Anordnung folgt auf Sammelklagen von US-Autobesitzern, die dem Hersteller illegal überhöhte Emissionswerte bei Dieselmotoren vorwerfen. Uebber betonte erneut, dass Daimler die Sammelklagen für unbegründet halte und sich dagegen mit sämtlichen juristischen Mitteln zur Wehr setzen werde.

    Der Konzern regelt bei einigen Dieselmotoren die Abgas-Nachbereitung in bestimmten Temperaturbereichen herunter. Daimler begründet das mit dem rechtlich zulässigen Schutz von Bauteilen. Ein Daimler-Sprecher sagte, das entspreche auch den US-Regularien.

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