Auswertung SUV-Typologie: Wer die dicken Brummer fährt

SUV sind beliebt. Eine Erhebung der Hochschule Niederrhein gibt jetzt Aufschluss, wer am liebsten zu den gefragten Offroadern greift und warum. Eine SUV-Typologie.

Auf diese SUV waren 2013 alle scharf
Ford Kuga Im Gesamtjahr 2013 wurden 18.616 Ford Kugas neuzugelassen. Der Kuga ist der erste richtige Sport-Geländewagen von Ford in Europa. Serienstart war am 7. Juni 2008. Damals gab es die Modelle noch ausschließlich als Zweiliter-Diesel-Motor. Seit Anfang 2009 gibt es den Kuga auch als Fünf-Zylinder-Turbobenziner mit 200 PS sowie einem automatisiertes Sechsganggetriebe. Je nach Modell kostet der Kuga ab 26.500 Euro aufwärts. Quelle: dpa-tmn
Hyundai ix35 Der ix35 von Hyundai ist ein Kompakt-SUV und gilt als der offizielle Nachfolger des Hyundai Tucson. Im vergangenen Jahr wurde der ix35 insgesamt 19.254 mal neu zugelassen. Quelle: Presse
Opel MokkaDer Opel Mokka ist seit 2013 im regulären Verkauf erhältlich. Und gleich im ersten Jahr schlugen die Kunden zu. 19.610 Neuzulassungen registrierte das Kraftfahrt Bundesamt. Ab Sommer 2014 läuft der Kompakt-SUV nicht mehr nur in Südkorea vom Band, sondern wird auch im spanischen Werk Saragossa gefertigt. Quelle: dpa
BMW X3Seit 2010 rollen die SUV-Modelle X3 von BMW im Werk Spartanburg in South Carolina vom Band. Der X3 ist dabei die zweite Auflage des mittleren BMW-Geländewagens. Der Vierzylinder-Diesel im BMW X3 xDrive20d erzeugt eine Höchstleistung von 135 kW/184 PS. Wesentlich zugkräftiger ist dagegen der der neue BMW X3 xDrive35i, den ein 225 kW/306 PS starker Reihensechszylinder-Benzinmotor antreibt. Trotz seiner 306 Pferdestärken und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 5,7 Sekunden gehört der X3 nicht zu der Spezies spritschluckender Luxuskarossen. Der Verbrauch des X3 wird mit 8,8 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Das scheint die Deutschen zu überzeugen: Mit 20.800 Neuzulassungen im Jahr 2013 landet der X3 auf dem siebten Platz der meistverkauften SUVs in Deutschland. Quelle: dpa
Audi Q5Auf Platz sechs folgt der Audi Q5 mit insgesamt 20.937 Neuzulassungen. Quelle: obs
Skoda YetiDer Skoda Yeti brachte es auf 22.045 Neuzulassungen im Jahr 2013. Wer den SUV online kauft, kann übrigens kräftig sparen: Kunden konnten beim Kauf im Netz gegenüber dem Listenpreis von 29.291 Euro durchschnittlich ganze 6321 Euro sparen und zahlten damit 21,87 Prozent weniger, nämlich 22.909 Euro. Quelle: dpa/dpaweb
BMW X1Seit 2009 kurbelt der X1 den Umsatz von BMW an. Und das macht er ganz ordentlich: Im vergangenen Jahr wurden 23.649 Modelle erstmals zugelassen. Quelle: dpa

Er sieht aus wie ein Geländewagen und ist dabei aber wendiger im Straßenverkehr - aber wirklich gebraucht wird so ein Wagen nicht, außer an wohnt in den Bergen oder geht zur Jagd. Manche sind allerdings auch besonders gut für den Straßenverkehr geeignet, ihnen fehlt dann der Allradantrieb. Fakt ist allerdings, dass SUV boomen. Ob BMW X3, Audi Q5, Nissan Qashqai oder Skoda Yeti - SUV sind das derzeit am schnellsten wachsende Fahrzeugsegment in Deutschland. 1995 als die großen Geländewagen aus Amerika zu uns rollten, waren sie noch eine Nische. Gerade einmal zwei Prozent aller Pkw in Deutschland waren SUV. Heute machen SUV und große Geländewagen 15,5 Prozent aller Autos auf deutschen Straßen aus - und sie sind dabei für viele Typen von Menschen geeignet.

Der Frauenanteil an den SUV-Besitzern lag 2008 noch bei 21,9 Prozent und ist 2013 auf 26,2 Prozent gestiegen und das obwohl Frauen beim Autokauf eigentlich ein niedriger Spritverbrauch besonders wichtig ist, so eine Erhebung des Kompetenzzentrums Frau und Auto der Hochschule Niederrhein. Der Grund für die Beliebtheit liegt dabei fast auf der Hand: SUV erzeugen bei Frauen ein besonders großes Sicherheitsempfinden, nicht zuletzt wegen dem Blechpanzer und der erhöhten Sitzposition.

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Ältere Menschen schätzen insbesondere den erhöhten Einstieg - und das sportliche Image, das sich auch auf den Fahrer überträgt, der als besonders dynamisch gilt, wenn er einen Geländewagen fährt. Um Aussehen geht es auch den Menschen, die gerne zeigen, was sie besitzen. Das ist der Grund, warum die Autos sich speziell in China einer steigenden Beliebtheit ausgesetzt sehen. Im Chinesischen gibt es dafür mittlerweile ein spezielles Wort "Tuhao", neureicher Chinese, die mehr Geld als Geschmack haben und es für unnötige Dinge ausgeben. Frei nach dem Motto: "Je auffälliger desto besser": Goldene Armsessel mit einer Adlerfigur, pinkfarbene Porsche oder tief ausgeschnittene Glitzerkleidchen - keines der protzigen Güter ist den Chinesen mit Geld zu teuer und damit haben sie einen Begriff geprägt, den das Oxford English Dictionary erwägt in die Ausgabe 2014 aufzunehmen. Aber auch für Familien kann der SUV überzeugend sein: Er meistert repräsentative Aufgaben für den Beruf genauso wie den Ausflug mit den Kindern an den See. Der SUV sei die Antwort auf "unsere stark differenzierte Gesellschaft, die möglichst viele Optionen haben will. Kurz ausgedrückt: SUVs sind "allzeit bereit", so der Verkehrssoziologe Lasse Mevert in einem Interview mit 'Spiegel Online'.

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