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Auto-Produktion Opel plant Kurzarbeit für das Werk in Rüsselsheim

Exklusiv
Rüsselsheim: Das Opel-Logo auf einem Turm auf dem Werksgelände des Autobauers. Quelle: dpa

Opel plant Kurzarbeit für sein Werk in Rüsselsheim. Das zeigt ein Sitzungsprotokoll, welches unsere Redaktion einsehen konnte. Bislang hat das Werk den Zafira produziert, die Produktion lief aber kürzlich aus.

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Der Autobauer Opel plant Kurzarbeit für sein Werk in Rüsselsheim. Das geht aus einem Sitzungsprotokoll der IG Metall Vertrauensleute hervor, welches die WirtschaftsWoche einsehen konnte. Demnach plant Opel die Kurzarbeit ab Oktober zunächst für drei Monate. Im Frühjahr soll es dann erneut Kurzarbeit geben. Im Jahr 2020 sollen im Werk nur 42.000 Autos produziert werden. Nach Informationen der WirtschaftsWoche soll damit die Zeit überbrückt werden, bis die Produktion des Astra im Werk anlaufen kann. Bislang hat das Werk den Zafira produziert, die Produktion ist aber kürzlich ausgelaufen.

Opel sagte, man werde „angemessene Maßnahmen finden, um die Übergangsphase zu überbrücken, die sich im Werk Rüsselsheim bis zum Anlauf der nächsten Astra-Generation im Jahr 2021 ergibt“. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, die man derzeit mit den Sozialpartnern diskutiere. Die Produktionsvolumina seien darüber hinaus abhängig von der Marktnachfrage. „Aus Wettbewerbsgründen äußern wir uns nicht öffentlich zu unseren Produktionsplanungen.“

Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten zum Rüsselsheimer Warenverteilzentrum, wo derzeit noch gut 300 Menschen arbeiten. Dem Protokoll zufolge sollen nur 74 davon bleiben. 200 Mitarbeiter sollen nach Bochum versetzt werden, der Rest einen Sozialplan erhalten. Opel sagt, dass man durch die Optimierungen in der Aufstellung der Logistikzentren umfangreiche Synergien erziele, die entscheidend zu den Ergebnissen von Opel beitrügen. Künftig würden noch etwa 100 Beschäftigte in dem neuen Logistik-Center arbeiten. „Über die genaue Ausgestaltung sprechen wir derzeit mit unseren Sozialpartnern. Wir werden aber vor allem auch auf Maßnahmen wie interne Versetzungen und auch das Insourcing von Tätigkeiten zurückgreifen“, so Opel.

Außerdem gibt es Streit mit der Opel-Mutter PSA um die Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter, die die Franzosen offenbar nicht zahlen wollen. Opel sagte, man äußere sich zu Vergütungsfragen nicht öffentlich.

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