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Autobauer Opel-Werk in Bochum droht das Aus

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BMW als Vorbild

Der Opel-Mutterkonzern und Peugeot wollen erste gemeinsame Projekte an den Start bringen Quelle: dpa


Während die Gespräche mit den Arbeitnehmern über Einsparungen laufen, wollen Peugeot und der amerikanische Opel-Mutterkonzern General Motors bis Jahresende erste gemeinsame Projekte zum Laufen bringen. Dies ist Teil der jüngst angekündigten Allianz. Dazu schicken beide Konzerne je fünf hochrangige Vertreter in einen Ausschuss, der die Projekte lenken sowie weitere Kooperationspotenziale prüfen soll. Auf GM-Seite gehören Strategiechef Stephen Girsky, Finanzchef Dan Ammann und Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke dem Gremium an. GM will sich im Zuge einer Kapitalerhöhung bei Peugeot mit sieben Prozent an dem französischen Konzern beteiligen.

Mokka kommt nach Saragossa
Zaragoza Quelle: REUTERS
Bochum Quelle: dpa
Rüsselsheim Quelle: dpa
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Kaiserslautern Quelle: dpa
Ellesmere Quelle: dpa
Luton Quelle: dpa

Der US-Weltmarktführer will seine Tochter Opel mit der Allianz in die Gewinnzone zurückführen. Dafür soll der Einkauf zusammengelegt und Plattformen sowie Technologien gemeinsam genutzt werden, um die Kosten zu senken. Das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug soll 2016 auf den Markt kommen. Bis dahin müssen die beiden Partner ihre Kosten auf eigene Faust zurückschrauben. Peugeot hat bereits den Abbau von bis zu 6000 Stellen in Europa angekündigt.

Produktion bleibt in Australien

Australien erkaufte sich unterdessen mit hohen Subventionen an die Opel-Mutter General Motors (GM) den Erhalt der Autoproduktion. Das Land zahlt 219 Millionen Euro an den größten Autohersteller der Welt, der im Gegenzug für zehn Jahre den Bestand seiner beiden Werke in Australien garantiert, wie die Regierung in Canberra mitteilte. GM kündigte daraufhin Investitionen in Höhe von umgerechnet 760 Millionen Euro an.
Premierministerin Julia Gillard sagte, GM habe die Schließung der Werke mit 12.000 Arbeitsplätzen erwogen. Der australische GM-Ableger Holden setzte 2010 rund 132.000 Autos im australischen Markt ab, der insgesamt rund eine Million Fahrzeuge ausmacht. Die Opel-Schwestermarke leidet unter dem starken australischen Dollar und scharfer Konkurrenz etwa von Toyota.

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