Autobauer Daimler verteidigt Wasserstoff-Auto

Trotz der weltweiten Euphorie für das Elektro-Auto sieht der Daimler-Konzern auch Chancen für ein Wasserstoff-Auto und treibt dessen Entwicklung weiter voran.

Im Überlandverkehr habe das Wasserstoff-Auto Vorteile, sagte Daimler-Technikvorstand Thomas Weber der WirtschaftsWoche im Vorfeld der 18. Weltwasserstoffkonferenz, die an diesem Sonntag in Essen beginnt. „Die Batterie eignet sich vor allem für den Stadtverkehr, die Brennstoffzelle bietet aufgrund der hohen Reichweiten und kurzen Tankzeiten Vorteile im Überlandverkehr“, sagte Weber.

In der Versorgung mit Wasserstoff sieht er kein Problem. „Die Vorteile von Brennstoffzellen-Autos überzeugen. Eine Wasserstoff-Infrastruktur ist also zielführend und ein vergleichsweise günstiger Einstieg in das Null-Emissions-Zeitalter“, so Weber zur WirtschaftsWoche. Zudem sei „Wasserstoff bereits heute in großen Mengen am Markt verfügbar und kann auch problemlos aus regenerativen Energiequellen hergestellt werden, beispielsweise durch Wind- und Solarstrom.“

Zur 18. Weltwasserstoffkonferenz vom 16. bis 21. Mai in Essen werden rund 1500 Besucher aus 40 Ländern erwartet. Die Weltwasserstoffkonferenz findet alle zwei Jahre auf verschiedenen Kontinenten statt, zuletzt 2008 in Brisbane in Australien.

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