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Autobauer Frankreich will Anteil an Renault wieder reduzieren

Im Machtkampf beim Autohersteller Renault will die französische Regierung ihren Anteil wieder auf 15 Prozent reduzieren.

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Der Van-Artige
Noch vor einigen Jahren galten Vans als das ultimative Familienauto. Doch wem ein Kombi heute zu schnöde ist, der greift heute zum SUV. Der Espace von Renault galt über vier Generationen als Inkarnation der Großraum-Limousine, weshalb die Franzosen nicht ganz auf einen Van verzichten wollten. Die Lösung des Dilemmas: ein Mischlingsrüde. Quelle: Renault
Der Vergleich der Generationen IV und V zeigt: Das Fahrwerk des neuen ist SUV-typisch höher, die Reifen sind größer. Um aber keinen höhergelegten Van zu bekommen, haben die Franzosen gleichzeitig das Dach gekappt – so ist der Neue in der einen Hinsicht ein gutes Stück höher als der Alte, aber auch flacher geworden. Quelle: Renault
Obwohl er seine Van-Basis verloren hat, bietet Renault den Espace weiterhin als Siebensitzer an. Erwartungsgemäß hat das luftige Raumgefühl der Großraum-Limousine etwas gelitten. Renault spricht aber davon, an anderer Stelle das Raumgefühl verbessert zu haben – so ist die Beinfreiheit in der zweiten Sitzreihe ein gutes Stück größer geworden. Die Ladehöhe seines Vorgängers erreicht der neue Espace aber natürlich wegen des neuartigen Konzepts nicht mehr – wobei laut Renault auch nur die wenigsten Kunden den Espace als Lastesel genutzt und bis unters Dach beladen haben. Quelle: Renault
Sind alle sieben Sitze aufgestellt, passen noch 247 Liter in den Kofferraum. Über das Tastenfeld links im Ladeabteil können die fünf Rücksitze einzeln oder alle auf einmal umgelegt werden, dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die ausgefahrenen Kopfstützen klappen bei dem Tastendruck selbstverständlich zuerst ein. Quelle: Renault
So ensteht beim Siebensitzer ein bis zu 2.035 Liter großes Ladeabteil. Der Fünfsitzer schluckt sogar 2.101 Liter. Die hier ausgebaute Hutablage erweist sich allerdings als etwas fummelig: Es gibt keine durchgängige Führung, die Ablage muss jedes Mal rechts und links eingehakt werden. Das können andere Hersteller besser. Quelle: Renault
Ebenfalls einen großen Schritt gewagt hat Renault im Innenraum des Espace. Der große Bildschirm steht senkrecht, die gesamte Bedieneinheit "schwebt" über der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett. Ergonomisch ergeben auch die meisten Sachen Sinn, die Bedienelemente sind allesamt gut erreichbar – vom Fahrer und Beifahrer. Quelle: Renault
Auch die umlaufende Beleuchtung, deren Farbe selbstverständlich im Menü einstellbar ist, wertet den Innenraum auf. An einer anderen Stelle zahlt der Kunde aber den Preis für das schicke Design: Der Cupholder ist unter die frei schwebende Mittelkonsole gewandert, im Bild nur schwer erkennbar. Wer dort während der Fahrt den Becher mit dem heißen Kaffee von der Tankstelle abstellen will, muss viel Feingefühl und Geschick mitbringen. Quelle: Renault

Wirtschaftsminister Emmanuel Macron sprach sich am Dienstag im Hörfunksender Europe 1 dafür aus, wieder zu dem Status zurückzukehren, der bei Gründung der Allianz zwischen Renault und dem japanischen Hersteller Nissan 2002 eingerichtet worden sei. Wichtig sei es, die Interessen der Steuerzahler zu wahren. Am Sonntag hatte sich Ministerpräsident Manuel Valls gegen eine Verschmelzung der beiden Autohersteller ausgesprochen. Er reagierte damit auch auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach Macron den Chef der beiden Autohersteller, Carlos Ghosn, darauf dränge, beide Firmen vollständig zu verschmelzen.

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Der Machtkampf zwischen Ghosn und Macron war im April ausgebrochen, als die Regierung in Paris überraschend ihren Anteil an Renault auf 19,7 Prozent erhöht und sich doppelte Stimmrechte gesichert hatte. Nissan reagierte darauf nach Berichten vom Oktober mit Vorschlägen, wie der Einfluss von Renault zurückgedrängt werden könnte. Derzeit hält Renault 43,4 Prozent an Nissan, die Japaner wiederum 15 Prozent an Renault, allerdings ohne Stimmrecht.

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