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Autobauer Opel-Image auf Talfahrt - kein Solidaritätsbonus

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Opel-Manager rechnen mit Schließungen

 

Mokka kommt nach Saragossa
Zaragoza Quelle: REUTERS
Bochum Quelle: dpa
Rüsselsheim Quelle: dpa
Eisenach Quelle: AP
Kaiserslautern Quelle: dpa
Ellesmere Quelle: dpa
Luton Quelle: dpa

Hochrangige Opel-Manager rechnen mit gravierenden Einschnitten in der Produktion und mit Werksschließungen, wenn die Verkäufe nicht schnell wieder ansteigen. „Wenn dauerhaft weniger als eine Million Autos in Europa verkauft werden, ist das Unternehmen Opel in der bisherigen Form Geschichte“, sagte ein Manager des Autobauers der WirtschaftsWoche. Druck komme zusätzlich durch die Kooperation von Peugeot-Citroën und dem Opel-Mutter-Konzern General Motors. „Die Zusammenarbeit wird den Kapazitätsabbau eher beschleunigen“, so der Insider. Opel produzierte 2011 knapp 1,2 Millionen Autos. Die Verkäufe sind derzeit stark rückläufig.

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Ursache für die schlechten Aussichten, von denen in Deutschland das Opel Werk in Bochum besonders bedroht ist, sind offenbar die negativen Prognosen für den europäischen Automarkt, auf den sich Opel im Wesentlichen beschränken muss. „Ich gehe davon aus, dass der Autoabsatz in Europa 2012 weiter rückläufig ist“, sagte Klaus Stricker, Partner der Unternehmensberatung Bain & Company, der WirtschaftsWoche.

2011 wurden in Westeuropa 12,8 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, 2012 rechnet Bain nur mit 12 Millionen. Die Auslastung der europäischen Autohersteller liege derzeit bei nur 70 Prozent. „Selbst in guten Zeiten wird die Auslastung kaum auf über 80 Prozent steigen – was aber nötig wäre, um überhaupt mit der Produktion Geld zu verdienen“, so Stricker. „Nach unseren Berechnungen müssten in Europa Kapazitäten für die Produktion von rund zwei Millionen Fahrzeugen abgebaut werden. Das entspricht etwa sieben Fabriken, wenn man von einer durchschnittlichen Kapazität von 300.000 Fahrzeugen pro Fabrik ausgeht.“

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