Autobauer: Opel-Mutter Stellantis verdient weniger
Stellantis hat durch die Streiks in Nordamerika Gewinne einbüßen müssen.
Foto: imago imagesDie Opel-Mutter Stellantis hat wegen der Streiks in Nordamerika weniger verdient. Der Betriebsgewinn sank im zweiten Halbjahr um zehn Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit 9,54 Milliarden Euro weniger erwartet. Neben den Streikfolgen belasteten eine schleppende weltweite Nachfrage nach E-Autos und die zunehmende chinesische Konkurrenz das Geschäft.
Mit Blick auf 2024 sagte Finanzchefin Natalie Knight, dass die Einigung mit den Gewerkschaften United Auto Workers (UAW) und Unifor beträchtliche Folgen nach sich ziehen werde. Genaue Zahlen nannte sie nicht, die Kosten würden jedoch ähnlich wie bei der Konkurrenz ausfallen.
Ford rechnet langfristig mit Belastungen von 8,8 Milliarden Euro oder 900 Euro pro Fahrzeug bis 2028, GM erwartet im gleichen Zeitraum zusätzlich 9,3 Milliarden Euro. Nach einem sechswöchigen Streik der UAW hatte Stellantis Ende Oktober einer Lohnerhöhung um 25 Prozent über eine Laufzeit von viereinhalb Jahren zugestimmt.
Trotz höherer Lohnkosten in Nordamerika hält der Autobauer an seiner Prognose von zweistelligen Margen beim bereinigten Betriebsgewinn fest. „Das ist unser Mindestversprechen jedes Jahr“, sagte Knight. Seine Dividende hob der Konzern um rund 16 Prozent auf 1,55 Euro pro Aktie an. Zudem will Stellantis 2024 Aktien von drei Milliarden Euro zurückkaufen.
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