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Autosalon Genf Wie die Autobauer am Elektro-Durchbruch arbeiten

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Wird das Schnellladenetz der Schlüssel zum Erfolg?

Wenn, ja, wenn die Kunden ihre Elektroautos dann auch laden können. „Die Kunden werden die Autos vorrangig an zwei Orten laden: zu Hause in der Garage und bei Langstreckenfahrten über ein öffentliches Schnellladenetz“, sagt Audi-Manager Sander. In dem sogenannten teilöffentlichen Laden sieht er allerdings keine große Zukunft. „Wenn ich einkaufen gehe und auf dem Parkplatz kurz laden kann, kann das in einigen Situationen Sinn ergeben – ist aber nicht notwendig, wenn ich mich in meinem regulären Umfeld befinde und zu Hause 500 Kilometer Reichweite lade.“

Der smarteste Smart
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler
Smart Forfour Electric Drive Quelle: Daimler

Auch von Platen setzt auf die Kombination vom Heim-Ladern und einem öffentlichen Schnellladenetz. Doch das fehlt bislang noch: Von den 6800 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland sind laut Zahlen des Auto-Verbands VDA weniger als 200 Schnellladesäulen.

Nach Jahren des Abwartens sind die Autokonzerne inzwischen selbst aktiv geworden: Im vergangenen November kündigten BMW, Daimler, der VW—Konzern und Ford an, gemeinsam ein solches Netz aufbauen zu wollen. Von 2017 an sollen zunächst 400 Schnellladestationen entlang der großen Verkehrsachsen in Europa aufgebaut werden. Bis 2020 sollen es dann schon Tausende Stationen sein.

Ein Nissan mit Nasa-Technik
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan
Nissan Quelle: Nissan

Auch Sander sieht in dem Netz den entscheidenden Durchbruch. „Auch wenn das Auto 500 Kilometer Reichweite hat, brauchen wir eine gute Lade-Infrastruktur“, sagt der Audi-Manager. „Ist diese vorhanden, sehe ich keine weiteren Hemmnisse für Elektroautos.“

Es zeigt aber auch, wie halbherzig die bisherigen Elektro-Projekte waren, ohne all diese Vorbereitungen im Hintergrund. Auch der Ansatz, Elektroantriebe mit 100 bis 200 Kilometern Reichweite in Klein- und Kompaktwagen zu bringen, war falsch. In diesem Preissegment waren die E-Autos im Verhältnis zu teuer – und konnten so nur Überzeugungstäter und nicht die Massen erreichen.

Daraus haben die Hersteller gelernt – jetzt sollen es vorerst große und Leute Limousinen und SUV richten. Sind diese Autos ab dem Ende des Jahrzehnts auf dem Markt, können später kleinere und preiswertere Modelle folgen. Oder wie es von Platen ausdrückt: „Die Elektrifizierung ist keine Modeerscheinung. Das startet jetzt erst richtig – und dann werden wir auch sicher über weitere Modelle nachdenken.“

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