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Autosalon Die Welt blickt nach Paris

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Wohl dem, der gut gerüstet ist

Autosalon Quelle: dpa

Beispiel Technik: Die Grenzwerte beim Spritverbrauch, die Umweltschützer und Gesetzgeber rund um den Globus von den Herstellern fordern, müssen diese nicht mehr wirklich fürchten. Mit Milliardeninvestitionen und technischem Geschick haben die meisten Hersteller den Verbrauch gedrückt und weitere Senkungen in petto. Gleichzeitig haben sämtliche Hersteller ihre Hybrid-, Elektro- und teilweise auch ihre Wasserstoffprojekte vorangetrieben. Es sieht ganz so aus, als würden sie in Zukunft ziemlich spielend eine nie dagewesene Vielfalt bei den Antriebstechniken handhaben können.

Der neue Golf 7

Beispiel Produktion: Volkswagen hat in Windeseile ein Modulsystem für Produkte und Fabriken auf den Weg gebracht, das neue Standards in der Autoproduktion definieren könnte. Toyota hat aus den Qualitätsmängeln und der Erdbebenkatastrophe in Japan Schlüsse gezogen und begonnen, seine Fabriken noch sparsamer und krisenfester zu machen. Ford, General Motors und Chrysler konnten in der Krise ihre Überkapazitäten abschütteln und arbeiten effizient.

Hyundai, der Neue unter den Top-Autobauern, ist von je her vorbildlich bei Kosten und Gewinnen – neuerdings sehen die Korea-Autos aber auch noch gut aus. Angesichts der effizienteren und flexibleren Produktion sowie neuen Arbeitszeitmodellen, Zeitarbeit, Kurzarbeit und verfeinerten Managementmethoden könnten heute viele Hersteller mittlere Krisen ohne bleibende Schäden durchstehen.

In Arbeit
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Beispiel Management: Wo 2009 noch Großbaustellen waren, sind heute geordnete Verhältnisse zu bewundern. Die einstigen Widersacher Porsche und VW haben sich arrangiert, der Sportwagenbauer wurde ins VW-Reich integriert. VW hat sein Multi-Marken-Konglomerat erstaunlich gut im Griff. Musste Toyota 2009 und 2010 noch dramatische Negativschlagzeilen wegen Qualitätsmängeln verkraften, startet Autobauer nun schon längst wieder durch und erholt sich mit beeindruckendem Tempo. Auch die noch vor wenigen Jahren insolventen US-Konzerne GM und Chrysler erzielen heute gute Gewinne.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt ein Topmanager eines deutschen Autobauers. „Auch wenn es so schlimm wie nach 2008 wird, bleiben wir in den schwarzen Zahlen.“

Es hat Bindfäden geregnet in der vergangenen Nacht in Paris. Weitere Tiefs sind im Anflug. Wohl dem, der gut gerüstet ist.

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