Autovermieter Massive technische Probleme bei Sixt

Der Sixt-Stand am Flughafen von Palma de Mallorca. Quelle: dpa

Der Autoverleiher Sixt kämpft derzeit mit erheblichen technischen Störungen. Mietwagenbuchungen sind teils nur per Papier möglich, auch die Hotline funktioniert nur eingeschränkt. 

  • Teilen per:
  • Teilen per:

Beim Autoverleiher Sixt kommt es derzeit zu erheblichen technischen Störungen. Kunden berichten, dass Mietwagenbuchungen am Freitagmorgen teils nur per Papierformular möglich waren, auch die Hotline habe nur eingeschränkt funktioniert. 

Tatsächlich war auch die Festnetznummer der Zentrale  zunächst nicht erreichbar. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte auf Anfrage der WirtschaftsWoche, dass es intern zu technischen Problemen gekommen sei. 

Inzwischen würden die „Back-up-Systeme“ aber stabil laufen, „sodass der Service für unsere Kunden sowie der Betrieb unserer Sixt App, Website und Stationen weitestgehend gesichert“ sei. Dennoch könne es noch „vereinzelt zu Einschränkungen“ kommen, etwa bei der Erreichbarkeit der Hotline. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Einschränkungen zu beheben.

Cyberangriff oder „normale“ Störung?

Zu den Hintergründen der IT-Ausfälle konnte die Sixt-Sprecherin zunächst keine Angaben machen. Diese würde nun untersucht. 
In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Hackerangriffe auf Unternehmen. So berichtete zuletzt der Windturbinenhersteller Nordex, dass das Unternehmen Ziel eines Cyber-Vorfalls geworfen sei. Vorsorglich mussten die IT-Systeme mehrerer Geschäftsbereiche an verschiedenen Standorten abgeschaltet werden. 

Ob auch bei Sixt ein entsprechender Cyberangriff für die Probleme verantwortlich ist, ist offen. Das Familienunternehmen aus Pullach bei München zählt zu den größten und erfolgreichsten Autovermietern Europas. 

In Europa steigerte Sixt den Marktanteil 2021 auf 23,8 Prozent, im Jahr vor der Corona-Pandemie 2019 waren es 17,5 Prozent, wie aus einer Präsentation hervorgeht, die Sixt im Rahmen einer Analystenkonferenz in Frankfurt veröffentlichte. Von den größten Konkurrenten legte sonst nur noch Europcar zu. Aktuell profitiert Sixt von anhaltend hohen Mietwagenpreisen.  

Lesen Sie auch: Erich Sixt über die Tücken der Coronakrise, 4000 neue Jobs in seiner Firma – und die Übergabe des Vorstandsvorsitzes an seine Söhne.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%