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Autozoom Dienstlimousinen der Spitzenpolitiker oftmals Dreckschleudern

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Mehr Gespür erwartet


Die beliebtesten Dienstwagen der Deutschen
Platz 10: Opel AstraAuf Platz 10 rangiert der Opel Astra mit einem Marktanteil 2,2 Prozent. Dataforce stellt mit einem Blick auf den Relevanten Flottenmarkt die Neuzulassungszahlen in Deutschland dar. Dies ist durch eine exakte Differenzierung nach einzelnen Marktsegmenten in den Bereichen Relevanter Flottenmarkt, Fahrzeugbau, Fahrzeughandel, Autovermieter und Privat-Anbieter möglich. Quelle: obs
Platz 9: Skoda OctaviaDer tschechische Automobil- und Motorenhersteller Skoda ist als einer der wenigen nicht deutschen Hersteller unter den Top ten der Dienstwagen vertreten. Der Marktanteil des Wagens beläuft sich auf 2,4 Prozent. Quelle: obs
Platz 8: VW TouranAuch die kompakte Großraumlimousine VW Touran ist mit einem Marktanteil 2,4 Prozent als Dienstwagen beliebt. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 7: Mercedes C-KlasseDie kleinste Stufenheck-Limousine von Mercedes ist unter den deutschen Fuhrparks mit einem Marktanteil 3,2 Prozent vertreten. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz 6: BMW 5erDer 5er BMW ist ein Klassiker, auch in mancher Betriebsflotte. Das Modell wird seit 1972 von angeboten. Aktuell liegt der Wagen mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent auf Platz 6. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 5: BMW 3erAuch der BMW 3er ist ein Dauerbrenner am Markt. Erst jüngst wurde die neuste Auskopplunge des Modells auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. In den deutschen Fuhrparks hält der Wagen einen Marktanteil von 3,4 Prozent. Quelle: dpa
Platz 4: Audi A6Der "C-Typ" unter den Audis wird immer beliebter. Aktuell belegt der Wagen mit einem Marktanteil von 4,0 Prozent den vierten Platz im Ranking. Quelle: obs


Vorreiter unter den Flächenländern ist das rot-grüne Kabinett von Schleswig-Holsteins Regierungschef Thorsten Albig (SPD) mit durchschnittlich 144 gCO2/km, wobei der Ministerpräsident selbst den Schnitt mit einem Audi A8 L 4.2 TDI (198 gCO2/km) deutlich nach oben treibt. Schlusslicht im Länderranking ist Niedersachsen mit durchschnittlichen 187 gCO2/km. Das dürfte die bayerischen Politiker freuen, denn im Vorjahr belegten ihre Dienstwagen noch den letzten Platz.

Die Erhebung fand von Januar bis März 2012 statt, die Ergebnisse spiegeln jedoch noch den Wagenpark des Ende Januar abgewählten schwarz-gelben Kabinetts in Hannover wider. Ankündigungen der neuen rot-grünen Landesregierung lassen erwarten, dass diese mit einer weniger klimaschädlichen Dienstwagenflotte unterwegs sein wird. Der neue Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Grüne) ist inzwischen auf einen neuen Audi A3 mit einem CO2-Ausstoß von nur 102 gCO2/km umgestiegen.

Hessen verteidigt den vorletzten Platz des vergangenen Jahres. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), "bereits letztes Jahr in der Spitzengruppe der Klimasünder", wie die DUH schreibt, teilt sich mit 277g CO2/km den letzten Platz mit Innenminister Uwe Schünemann (CDU, Niedersachsen, inzwischen abgelöst) und Innenminister Ralf Jäger (SPD, NRW). Die vorletzten Plätze unter den Regierungschefs nehmen die Sozialdemokraten Hannelore Kraft (NRW) und Klaus Wowereit (Berlin) mit jeweils 221 gCO2/km ein. 

Mehr Gespür für bei der Wahl des Dienstwagens hätte einige dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) zugetraut. Er ist mit einem S-Klasse-Mercedes S350 BlueTEC 4MATIC unterwegs und pustet 193 gCO2/km in die Lande. Dafür gibt es die "Rote Karte" der Umweltfreunde. Besser schneidet Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit seinem BMW 750 ld xDrive ab - er bekommt immerhin nur die "Gelbe Karte". Damit bedacht wurden auch die Spitzenreiter im Ranking der Regierungschefs Olaf Scholz (146 gCO2/km, Hamburg, SPD), Malu Dreyer (148 gCO2/km, Rheinland-Pfalz, SPD) und Jens Börnsen (154 gCO2/km, Bremen, SPD).

Auto



Aufgeschlüsselt nach Parteizugehörigkeit ergibt sich folgendes Bild: Die Spitzenpolitiker der Grünen (145 gCO2/km) liegen vor denen der Linken (150 gCO2/km) und der SPD (159 gCO2/km). Die FDP-Minister kommen auf 167 gCO2/km, die der CDU auf 176 gCO2/km, das Schlusslicht bilden die Spitzenpolitiker der CSU mit 177 gCO2/km. Hannah von Blumröder, Projektmanagerin Verkehr und Luftreinhaltung bei der DUH: "Trotz erkennbarer Ansätze zur CO2-Reduktion bei der Fahrzeugwahl treffen die meisten Spitzenpolitiker noch immer keine bewusste Entscheidung für einen wirklich klimafreundlichen Dienstwagen.“

Immerhin, lobt sie, hat die Informationsbereitschaft der Ministerien zugenommen. Habe die Umweltschutzorganisation die Herausgabe der Daten bei manchen Behörden auf dem Rechtsweg erzwingen müssen, erhielt die DUH in diesem Jahr alle relevanten Daten direkt ohne große Verzögerungen.

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