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Autozoom

Die Crossover-Welle rollt und rollt

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Mercedes hat Crossover-Boom verschlafen


Bentley bringt seinen ersten SUV
Bentley-SUVDer britische Autobauer Bentley hat grünes Licht für sein neues SUV-Modell gegeben. Die Luxus-Geländelimousine soll am Stammwerk im britischen Crewe gebaut werden. 2016 soll der Wagen in den Verkauf gehen. Technisch soll er laut einem Bericht des " Spiegel" auf der Studie des EXP 9 F mit Zwölfzylinder-Motor basieren, hier auf einem Foto vom April 2012 bei der Auto China in Peking. Auch ein V8-Motor oder ein Plug-in-Hybrid seien denkbar, zitiert das Magazin Entwicklungschef Rolf Frech. Am Design wird noch gearbeitet. In den nächsten drei Jahren will das Unternehmen mehr als 800 Millionen Pfund (930 Millionen Euro) investieren, um neue Modelle zu entwickeln. Quelle: REUTERS
Porsche Cayenne Turbo SDer neue Power-SUV schafft Tempo 100 spielend binnen 4,5 Sekunden. Schluss ist erst bei 283 km/h, dafür sorgt der V8-Motor mit 550 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment. Damit hat der Turbo S 50 PS mehr als der Cayenne Turbo. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei 11,5 Liter auf 100 km. Das sportliche Spielzeug ist ab Januar beim Händler und hat seinen Preis: 151.702 Euro wollen die Schwaben für den neue Geländewagen. Der Cayenne Turbo ist ab rund 120.000 Euro zu haben, der Cayenne ab gut 58.000 Euro (Basisversion). Quelle: Porsche
Nissan Juke NismoAb Januar steht der neue Japaner Juke beim Händler. Schon ab 15.700 Euro ist der Kompakt-SUV mit einer Länge von 4,13 Metern zu haben. Der 1,6-l-Turbo-Benziner hat 117 PS Leistung und fährt 178 km Spitze. Laut Hersteller liegt der Verbrauch innerorts bei 7,7 Liter auf 100 km - außerorts bei 5,1 Liter. Im Durchschnitt kommt das Crossover-Modell also auf einen theoretischen Verbrauch von sparsamen 6,0 Litern. Quelle: Nissan
Audi Q7Zum Jahresende wird Audi eine neue Generation seines Q7 auf den Markt bringen. Klar ist bereits jetzt - der Koloss soll leichter werden als das aktuelle Modell (siehe Foto) und zwar um gut 300 Kilo. Dafür kommt vermehrt Aluminium zum Einsatz, außerdem werden die Motoren kleiner. Quelle: Audi
BMW X5Auch die neue Generation des X5 soll abspecken. Rund 150 Kilogramm soll der Bayer verlieren. Dafür soll die Optik maskuliner werden und der Verbrauch niedriger, sogar ein Plug-In-Hybrid ist in Planung. Der große Bruder des X3 soll zudem wohl deutlich länger werden als das Vorgängermodell. Über die technischen Spezifikationen ist noch nicht viel bekannt. Top-Motor soll allerdings der 4,4-Liter-V8-Benziner bleiben. Quelle: BMW
Toyota RAV4Im Sommer soll die vierte Generation des beliebten Japaners zum Händler rollen. Der neue RAV4 wird rund 20 Zentimeter länger und drei Zentimeter breiter als sein Vorgänger, das sorgt auch für mehr Beinfreiheit auf Vorder- und Rücksitzen. In der Höhe verliert der Offroader dagegen drei Zentimeter zu Gunsten eines schnittigeren Designs. Der Kofferraum wächst um 100 auf 547 Liter. Der Verbrauch soll um mehr als zehn Prozent sinken. In Europa soll künftig ein 2-l-Diesel mit 124 PS als Basismodell bereit stehen. Den 2,2 l-Diesel gibt es nur mit 150 PS, das 177-PS-Modell wird nicht mehr angeboten. Der neue RAV4 hat eine ganze Reiher moderner Assistenzsysteme an Bord wie etwa ein Fernlichtassistent, Spurhaltehelfer oder ein Totwinkel-Warner.
Porsche MacanViel ist über den Macan noch nicht bekannt. Optisch soll sich der Neue aus dem schwäbischen Sportwagenstall am großen Bruder Cayenne orientieren, die Karosserie wird allerdings deutlich mehr Richtung Coupé gehen. Den Großteil der Technik wird sich der "Tiger" aus Zuffenhausen - der Name leitet sich vom indonesischen Wort für die gestreifte Raubkatze ab - mit dem Konzerngeschwister Audi Q 5 teilen. Die Einstiegsmotorisierung wird voraussichtlich ein 2,0-Liter-Turbo werden - das vermuten Branchenkenner. Einstiegspreis für den Viertürer mit einer Länge von 4,50 Metern sind wahrscheinlich 45.000 Euro. Als fünfte Porsche Modellreihe ist der Macan zentraler Bestandteil der Strategie 2018, mit der der Sportwagenhersteller sein Modell-Portfolio weiter ausbauen möchte. Die ersten Serienfahrzeuge laufen Ende 2013 im Werk Leipzig vom Band. Bei ersten Erprobungsfahrten hat das Auto offenbar das Management bereits überzeugt . So sehr, dass Porsche die Produktion des Kompakt-SUV Macan um zwei Drittel erhöhen will. Quelle: Porsche

Sie fühlen sich individueller, sie zeigen einen vermeintlich anderen Lebensstil und verbinden mit den Crossover-Fahrzeugen bisweilen schickes Design mit Nützlichem, sie schätzen das luftigere Raumgefühl.

Praktisch sind die hohe Sitzposition, der variable Innenraum und der bequeme Einstieg. Dennoch: Crossover sind immer auch ein Kompromiss. Abfallende Dachlinien begrenzen beispielsweise nicht nur das Kofferraumvolumen sondern auch den Sitzkomfort auf der Rückbank, schießschartenartige Fenster schmälern den Ausblick auf der Rückbank und die schweren Fahrzeuge brauchen mehr Sprit als Kombi & Co.  

Trotzdem drängen immer mehr dieser automobilen Mischlinge drängen auf den Markt und erfreuen sich großer Beliebtheit. So landete der englische Geländewagen-Spezialist Land Rover mit seinem Range Rover Evoque ganz ohne den sonst üblichen Allradantrieb einen überraschenden Erfolg: Mehr als 140.000 Exemplare verkauften die Briten von dem Schönling seit er Ende 2011 auf den Markt kam. Jetzt soll er sogar als Cabrio-SUV auf den Markt kommen.

Starkes Gebräu - Opel Mokka

In Deutschland zählen der VW Tiguan zu den mit 14.566 zugelassenen Exemplaren im ersten Quartal 2013 der erfolgreichste Crossover, dahinter folgt der schon etwas in die Jahre gekommene Crossover Nissan Qashqai mit rund 7000 verkauften Exemplaren im ersten Vierteljahr. Gefolgt vom BMW X1 (5781 Autos im ersten Quartal 2013) und Skoda Yeti (4646 Autos) und dem Newcomer Opel Mokka (4616 Autos).

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Manch Autohersteller hat die Crossover-Welle glatt verschlafen: beispielsweise Mercedes. Die Stuttgarter haben beispielsweise dem X1 von BMW noch nichts entgegenzusetzen. Ein Fehler, den auch der Daimler Finanzvorstand  Bodo Uebber bedauerte. Ein Modell wie der X1 fehle, so Uebber, dem Unternehmen im Portfolio. Der aktuelle Trend geht zum Crossover im Klein- und Kompaktwagenbereich, die Nützlichkeit, mehr Platz, hohe Sitzposition mit einem niedrigeren Treibstoffverbrauch kombinieren.

Mitte des Jahres stellt Peugeot beispielsweise den 2008 in die Schaufenster, Renault den Captur, Fiat bringt 2014 den 500X und auch Audi kommt nächstes Jahr mit dem Q2.  Die Crossover-Welle ebbt also noch nicht ab – im Gegenteil, sie durchzieht langsam alle Wagenklassen. 

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