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Autozoom

Sie haben Post, Herr Lohbeck

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Niemand wird ausgeschlossen

Mein Auto heißt Miev
Nissan Leaf Quelle: Pressebild
Peugeot iOn Quelle: REUTERS
Chevrolet Volt Quelle: REUTERS
 BMW i3 Quelle: dpa
Opel Ampera Quelle: dpa
 e-Wolf Delta-1 Quelle: Pressebild
Audi e-tron Quelle: AP

Bei solchen Batteriepreisen kosten 150 Kilometer elektrische Reichweite maximal 4.000 Euro. Was das E-Auto in der Herstellung mehr kostet, holt es im Betrieb wieder raus: 100 Kilometer für zwei Euro – das schließt wohl niemand von der Mobilität aus. Und das alles ohne die ärgerliche Abstauberei der Öl-Riesen, ohne Klimaschäden und Öl-Katastrophen. So was freut auch den kleinen Mann.

Und selbst wenn E-Autos sündhaft teuer wären, würden sie niemand von der Mobilität ausschließen. Auch die Existenz von Lamborghinis und Rolls Royce schließt nicht „weite Teile der Bevölkerung von der Mobilität aus“. Die Einstiegspreise für Autos fallen seit Jahren. Es gibt Dacias für 7.000 Euro. Das 5.000-Euro-Auto ist nur eine Frage der Zeit. In Schwellenländern reichen schon 2.000 Euro für einen Viertürer. Um die Mobilität der Massen müssen wir uns also wahrlich nicht sorgen. Zumindest nicht wegen der Anschaffungspreise.

Anders sieht es freilich aus, wenn wir von den Kosten des Tankens reden. Die Ölpreise kennen tendenziell nur eine Richtung: nach oben. Anders als früher, brechen sie selbst während schlimmster Wirtschaftskrisen nicht wirklich ein, was an der hohen Nachfrage in Schwellenländern und langsam zur Neige gehender Ölvorräte liegt. Viele Kunden in Schwellenländern können sich einen kleinen Benziner für 2.000 Euro kaufen. Die Frage ist aber, ob sie auch für 200, 300 Euro im Monat tanken können. Solche Kosten sind abzusehen, wenn die Nachfrage weiter steigt. Wenn die Chinesen ähnlich gut mit Autos ausgestattet wären, wie die Amerikaner, würde der Ölverbrauch Chinas, so hat McKinsey errechnet, das gesamte weltweite Fördervolumen deutlich übersteigen. Uns steht ein Verteilungskampf ums Öl bevor.

Fazit:

Wenn Menschen von der Mobilität ausgeschlossen werden, dann durch hohe Benzinpreise. Die aufkommende Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien bietet einen Ausweg. Deshalb will und wird die chinesische Regierung das Land elektrisch mobilisieren. Eher nicht wegen des Klimaschutzes.

In Arbeit
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Wissen Sie, Herr Lohbeck, was das Schönste ist: Das mit der günstigen und sauberen E-Mobilität ist keine bloße Zukunftsvision. Sie müssen darauf keine Minute warten. Holen Sie sich doch einfach bei Karabag – das ist bei Ihnen in Hamburg um die Ecke – einen elektrischen Fiat 500. Den können Sie ohne Anzahlung leasen für 299 Euro im Monat und nach vier Jahren wieder zurückgeben, null finanzielles Risiko. Unterm Strich kommen sie damit günstiger weg, als mit einem herkömmlichen Fiat 500, das hat Auto Bild ausgerechnet. Den Strom würde ich bei Greenpeace Energy holen. Kennen Sie die? Vielleicht nicht, denn Sie machen Ihre Rechnungen ja immer mit Kohle-Strom. Hier für alle Fälle der Link: www.greenpeace-energy.de

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