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Autozulieferer Finanzvorstand Patzak verlässt Schaeffler nach nur einem Jahr

Die Zentrale des Zulieferers Schaeffler in Herzogenaurach. Quelle: Imago

Nach nur einem Jahr verlässt Finanzvorstand Klaus Patzak den Autozulieferer Schaeffler wieder. Er gilt als knallharter Sanierer – und sollte eigentlich den Wandel zur E-Mobilität von Schaeffler vorantreiben.

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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler muss sich schon wieder einen neuen Finanzvorstand suchen. Der Amtsinhaber Klaus Patzak verlässt das SDax-Unternehmen zum 31. Juli auf eigenen Wunsch, wie Schaeffler am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen, hieß es. Ein Nachfolger für Patzak soll in Kürze bekanntgegeben werden.

Der 56-Jährige hatte den Posten bei Schaeffler erst am 1. August 2020 übernommen und verlässt das fränkische Unternehmen nun bereits nach einem Jahr wieder. Weitere Angaben zu Patzaks Abgang machte Schaeffler nicht.

Patzak gilt als Spezialist für Unternehmen in schwierigen Umbruchphasen und sollte dem Zulieferer bei der Transformation hin zur E-Mobilität helfen. Er gilt als knallharter Sanierer. Vor Schaeffler war Patzak unter anderem beim Münchner Leuchtmittelhersteller Osram ab 2011 dafür verantwortlich, die Abspaltung von Siemens zu organisieren und das Unternehmen fit für den Börsengang im Jahr 2013 zu machen. Patzak schloss und verkaufte weltweit Standorte und baute mehr als 17.000 Stellen ab.

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Nachdem sich Patzak mit dem Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien überworfen hatte, heuerte er beim dauerkriselnden Industriedienstleister Bilfinger an, bei dem er einige Geschäftsteile verkaufte und ein umfangreiches Sparprogramm durchsetzte. 2019 kehrte er kurzzeitig als Finanzchef der Siemens-Energiesparte nach München zurück. Wohin es Patzak als nächstes verschlägt ist nicht bekannt.

Mehr zum Thema: Die Krise der Autoindustrie trifft auch Schaeffler: Der Zulieferer muss Stellen abbauen. Doch Betriebsräte sorgten sich bei seinem Amtsantritt insbesondere um Klaus Patzak.

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