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Autozulieferer Magna "Verbrenner werden uns noch lange begleiten"

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"Verbrenner werden uns noch lange begleiten"

Die Mobilität der Zukunft wird also rein elektrisch sein?
Der Mix macht es. Wir sehen in den kommenden fünf Jahren eine extreme Entwicklung in der Hybridisierung und Elektrifizierung der automobilen Welt. Neue Mobilitätskonzepte wie die Zunahme des Carsharings um 80 Prozent vor allem in großen Städten sind vorprogrammiert. Die klassischen Verbrennungsmotoren werden uns trotzdem noch lange begleiten. Effizienter gestaltet beispielsweise durch die bereits erwähnten Hybridgetriebe von Getrag.

Außerdem wird das automatisierte Fahren deutlich schneller weiterentwickeln. Im Moment haben wir partiell einsetzbare Systeme wie einen Stauassistenten, der bei aller Hilfe immer noch die komplette Aufmerksamkeit des Fahrzeuglenkers beansprucht. Einen Schritt weiter wird es bei 2020 gehen. In diesem nächsten Schritt muss sich der Fahrer faktisch nur noch einer Position befinden, aus der er sofort eingreifen kann.

Ab 2025 sehen wir eine mögliche Umsetzung des vollautomatisierten Fahrens, in der ein Fahrzeuglenker nicht mehr tätig werden muss. Ab diesem Jahr erwarten wir auch einen sehr hohen Anteil an neuzugelassenen Fahrzeugen mit Hybrid- und reinem Elektroantrieb. Weitere 10 Jahre später können wir uns weltweit bis zu 54 Millionen selbstfahrende Automobile vorstellen.

Automatisiertes Fahren und Elektrifizierung müssen aber einhergehen mit gesetzlichen Bestimmungen und einer flächendeckenden Infrastruktur.
Das ist richtig. Wir bei Magna entwickeln die technischen Lösungen und stellen diese für die Automobilindustrie zur Verfügung. Mit einer Vielzahl von Assistenzsystem werden heute schon Unfälle vermieden oder in ihrer Wirkung vermindert. Denken sie zum Beispiel an Tote-Winkel-Warner, die 360-Grad-Kamera, den Kollisionswarner und den damit verbundenen Notbremsassistenten. Künftig werden auch Rückspiegel überflüssig, weil der rückwärtige Bereich durch Kameras beobachtet wird, die ein wesentlich größeres Blickfeld ermöglichen.

Bis 2025 soll in der EU der Schadstoffausstoß von Kraftfahrzeugen nur noch 75 Gramm pro Kilometer betragen. Wie trägt Magna zu diesem Ziel bei?
Mit den bereits angesprochenen E-Drive- und Hybridgetrieben , effizienten Allradantriebsarten, wie unser Flex4 sowie mit Leichtbau-Komponenten. Daneben wird die Entwicklung der 48-Volt-Bordnetze rasant voranschreiten. Diese können unabhängig vom Motor und damit nahezu emissionsfrei sämtliche Verbraucher, wie zum Beispiel die Klimaanlage betreiben. Daneben sorgen sie für eine bessere Rekuperation, die ein Plug-in-Hybrid-Automobil über längere Strecken rein elektrisch fahren lässt.

Womit die Zulieferer zu kämpfen haben

In China soll die Wandlung hin zur E-Mobilität vor allem in den Mega-Cities wie Peking oder Shanghai schnell vorangetrieben werden. Magna gab im April 2016 bekannt, dass Dongfeng Getrag Transmission Co., Ltd., ein 2012 gegründetes 50/50-Joint Venture zwischen Getrag und der Dongfeng Motor Group, mit der Serienproduktion von Getrieben in seinem Werk in Wuhan begonnen hat. Werden die in Zukunft noch gebraucht?
Wir gehen davon aus, dass mit Benzin betrieben Fahrzeuge in China noch eine ganze Weile gebaut werden. Getrag hat dieses Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe spezielle wurde für Front-Quer- Anwendungen in kleinen und kompakten Pkw entwickelt. Dieses Getriebe ist dank seiner Kompaktheit und dem geringem Gewicht ideal auf die Anforderungen des chinesischen Marktes zugeschnitten.

Darüber hinaus kann das automatische Getriebe einen Beitrag zu einem günstigen Flottenverbrauch leisten und die Kraftstoffkosten für den Endkunden senken. Das erste Fahrzeug mit diesem Getriebe ist die viertürigen Limousine Dongfeng A60, die einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern auf 100 Kilometer ausweist.

Magna sieht sich für die Zukunft mit Getrag also gut aufgestellt?
Absolut. Magna verfügt über die Systemkompetenz, um den Antrieb der Zukunft zu beherrschen. Dazu gehört ein vollständiges Produktportfolio für unterschiedlichste Antriebsarchitekturen – und die Expertise, diese Architekturen auf Systemebene zu integrieren und zu beherrschen.

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