Berühmte letzte Worte

Daimler: Jedes zusätzliche Gramm Hirn ist teuer!

Wer kann das Lamentieren der Auto-Vorstandsmillionäre noch ertragen? Nennen die das Managen? Wie müssen sich Denkstrukturen und -kulturen ändern?

Daimler reißt das Steuer herum
Daimler Der Autobauer hat wie angekündigt sein Ergebnis im dritten Quartal dank neuer Modelle und sparsamerer Produktion deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen aus dem laufenden Geschäft (Ebit) stieg von Juli bis September auf 2,2 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Plus von 16 Prozent. "Wir werden weiter in Produkte und Standorte investieren, um den mittel- und langfristigen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu sichern", erklärte Vorstandschef Dieter Zetsche. Er hatte bereits im Sommer nach den schwachen ersten sechs Monaten ein "deutlich besseres" operatives Ergebnis für das zweite Halbjahr in Aussicht gestellt. Daimler präzisierte seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: Absatz und Umsatz sollen steigen, das bereinigte Ebit soll bei 7,5 Milliarden Euro liegen. Ein Blick auf weitere große Autobauer in alphabetischer Reihenfolge: Quelle: AP
Audi Audi hat im ersten Halbjahr so viele Autos verkauft wie noch nie zuvor. Weltweit legten die Absatzzahlen vor allem dank guter Geschäfte in China, Großbritannien und den USA um 6,4 Prozent auf 780.500 Autos zu, wie die VW-Tochter mitteilte. In Europa bekam Audi die Autoflaute allerdings deutlich zu spüren. Besonders in Frankreich (minus 8,6 Prozent) und Italien (minus 9,8 Prozent) gingen die Verkaufszahlen deutlich zurück. In Deutschland verkaufte Audi 4,3 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Audi verdient Milliarden, doch in der Bilanz machen sich die schwierige Marktlage und Investitionen bemerkbar. Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten nur Dank der Erlöse der neuen Motorrad-Tochter Ducati um 200 Millionen Euro auf rund 25,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn sank um fast acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich schrumpfte das Ergebnis um gut drei Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Für das zweite Halbjahr setzt Audi seine Hoffnungen unter anderem in den Start der neuen A3-Limousine. Quelle: AP
BMWBMW hat im ersten Halbjahr einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Weltweit legten die Absatzzahlen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 6 Prozent auf 954.521 Fahrzeuge zu. Zu dem Wachstum trug vor allem Asien bei, wo BMW bis Ende Juni rund 272.000 Fahrzeuge auslieferte und damit 14,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den USA verbuchte der Autohersteller ein Plus von 9 Prozent. In Europa hingegen herrschte Stillstand: Dort lagen die Verkaufszahlen mit knapp 437.000 Fahrzeugen in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2012. Im zweiten Quartal hat BMW auch mehr Gewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 2,8 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte um neun Prozent auf 1,39 Milliarden Euro zu. Quelle: REUTERS
General MotorsGM kommt bei der Sanierung seiner Tochter Opel voran. Dank des straffen Sparkurses habe sich der Verlust im Europa-Geschäft im zweiten Quartal mehr als halbiert, teilte der größte US-Autobauer mit. Der Fehlbetrag sei dort trotz der Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt auf 110 Millionen Dollar gesunken von einem Verlust von 394 Millionen Dollar vor einem Jahr. Quelle: AP
FiatDer kriselnde italienische Autobauer profitiert von seiner starken US-Tochter. Nur dank des guten Geschäfts bei Chrysler steigerte der Konzern seinen Gewinn im zweiten Quartal auf 435 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Wert noch bei 239 Millionen Euro gelegen. Fiat allein machte jedoch wie im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 247 Millionen Euro. Die Italiener leiden besonders unter der Absatzkrise in Europa. Die meisten Autos verkauft die Fiat-Gruppe nach wie vor in Nordamerika. Der Umsatz des Gesamtkonzerns stieg um vier Prozent auf 22,3 Milliarden Euro. An seinem Ausblick hielt Konzernchef Sergio Marchionne fest. Er rechnet im Gesamtjahr weiterhin mit 88 bis 92 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Gewinn zwischen 4 und 4,5 Milliarden Euro. Damit muss der Konzern im zweiten Halbjahr vor allem beim Gewinn kräftig zulegen - nach sechs Monaten steht Fiat erst bei 1,65 Milliarden Euro. Quelle: dpa
FordDer Verlust im krisengeplagten Europa-Markt werde 2013 unter dem Vorjahresniveau liegen, teilte der zweitgrößte US-Autobauer nach der Opel-Mutter GM am 24. Oktober mit. Zuletzt hatte Ford noch mit einem Vorsteuerverlust in Europa von 1,8 Milliarden Dollar gerechnet. Das hätte dem Minus von 2012 entsprochen. Konzernweit wies Ford für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von zwölf Prozent auf 36 Milliarden Dollar aus. Der Gewinn fiel jedoch um 22 Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar. Hier wirkten sich Kosten für Sanierungsmaßnahmen - vor allem in Europa - negativ aus. Im Gesamtjahr dürfte der Vorsteuergewinn des Konzerns über den acht Milliarden Dollar von 2012 liegen, wie es weiter hieß. Bisher war das Management in etwa von stabilen Werten ausgegangen. Quelle: REUTERS
PorscheDer Sportwagenbauer hat seine Auslieferungen im ersten Halbjahr um 18 Prozent gesteigert und steuert damit auf einen neuen Rekordabsatz im Gesamtjahr zu. In Europa hatte sich die Nachfrage allerdings zuletzt abgeschwächt. Die Erlöse stiegen im Vergleich zur Vorjahreshälfte um vier Prozent auf sieben Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um drei Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu - damit steuerte Porsche gut 22 Prozent zum Gewinn des VW-Konzerns bei. Die Umsatzrendite, das Verhältnis vom Gewinn zum Umsatz, lag bei 18 Prozent - einem Wert von dem andere Autobauer nur träumen. An der Ergebnisprognose für 2013 will Finanzvorstand Meschke allerdings nicht schrauben. Das Ergebnis werde auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharren - 2012 hatte Porsche einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro gemacht. Quelle: dpa
PSA Peugeot CitroenDas krisengeschüttelte französische Unternehmen verbuchte im dritten Quartal 2013 einen Rückgang der Einnahmen um knapp 4 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. In der Autosparte schrumpften die Umsätze sogar um knapp 6 Prozent auf 8 Milliarden Euro. Schlechte Nachrichten gab es auch in Bezug auf die Allianz mit dem US-Partner General Motors: Die angepeilten Synergien von einer Milliarde US-Dollar für PSA könnten nach unten korrigiert werden müssen. Die Autoflaute in Europa hatte den Hersteller schon im ersten Halbjahr 2013 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte der Konzern 426 Millionen Euro Verlust. Zwar war das nur noch gut die Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, allerdings geht es vor allem in der Autosparte nur mühsam voran. Im Kerngeschäft machte PSA 510 Millionen Euro Verlust, nach 657 Millionen im ersten Halbjahr 2012. Auch der Umsatz gab angesichts weniger verkaufter Autos nach. In Europa ging der Absatz um knapp 13 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro zurück, die Auto-Sparte büßte knapp 8 Prozent ihrer Erlöse ein. Quelle: dpa
RenaultHarte Sparmaßnahmen haben dem zweitgrößten französischen Autobauer ein unerwartet starkes erstes Halbjahr beschert. Der Volkswagen-Konkurrent verdiente operativ 583 Millionen Euro und damit fast 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Gesamtergebnis wurde allerdings von Sonderposten stark belastet. Es sank von 734 auf nur noch 39 Millionen Euro. Unter anderem mussten die Franzosen für ihr Iran-Geschäft 512 Millionen Euro Rückstellungen wegen der verschärften Sanktionen gegen das Land verbuchen und auch das Sparpaket belastete zunächst mit 173 Millionen Euro. Quelle: REUTERS
ToyotaDer weltgrößte Autobauer hat den Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank des schwächeren Yen und Kostensenkungen drastisch nach oben geschraubt. Wie der japanische Branchenprimus bekanntgab, stieg der Nettogewinn zwischen April und Juni um 93,6 Prozent auf 562,1 Milliarden Yen (4,3 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,7 Prozent auf 6,3 Billionen Yen. Für das noch bis 31. März 2014 laufende Gesamtgeschäftsjahr hob der Konzern seine Gewinnprognose kräftig an und rechnet unter dem Strich jetzt mit 1,5 Billionen Yen bei einem Umsatz von 24 Billionen Yen. Toyota will zudem 2013 erstmals mehr als zehn Millionen Autos produzieren. Darin eingeschlossen sind auch die Töchter Daihatsu Motor Co and Hino Motors Ltd. Quelle: AP
VolkswagenBei Europas größtem Autobauer ist der Gewinn im ersten Halbjahr 2013 spürbar eingeknickt. Unter dem Strich schrumpfte er um fast 46 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro. Allerdings hatten im Vorjahr kräftige Bewertungsgewinne aus der Übernahme des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche den Gewinn in die Höhe getrieben. Auch ohne diesen Effekt schrumpfte der Ertrag allerdings deutlich: VW beziffert das operative Ergebnis für den Zeitraum Januar bis Juni mit 5,8 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahr immerhin noch ein Rückgang um fast zwölf Prozent. Der Umsatz kletterte derweil um 3,5 Prozent auf 98,7 Milliarden Euro. Quelle: dpa
VolvoDer schwedische Bus- und Lastwagenhersteller kommt nach einem schwachen Jahresauftakt wieder in die Spur. Im zweiten Quartal 2013 erzielte Volvo deutliche Fortschritte. Mit einem kräftigen Auftragsschwung und einer Reihe neuer Modelle im Rücken blickt Volvo trotz weiter schrumpfender Absatzmärkte optimistischer in die Zukunft. Weltweit sammelte der zweitgrößte Nutzfahrzeughersteller im zweiten Quartal 16 Prozent mehr Bestellungen für Lkw ein als vor einem Jahr. Selbst auf dem Krisenmarkt Europa - der wichtigste für den Konzern - kletterten die Aufträge um 13 Prozent. Der größte Auftragsschub kam aus Südamerika, wo die Bestellungen dank einer besseren Konjunktur um jeweils knapp 40 Prozent stiegen. Der Umsatz im ersten Quartal 2013 sank aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 72,7 Milliarden Kronen (8,5 Milliarden Euro). Der Gewinn ging auf rund 2,1 Milliarden Kronen zurück, nach fast 5 Milliarden Kronen im Vorjahresquartal. Auch auf das erste Halbjahr bezogen musste Volvo deutliche Rückgänge hinnehmen. Allerdings hatte Volvo im Auftaktquartal 2013 noch rote Zahlen geschrieben. Quelle: REUTERS

Fast schon anstrengend ist die Mentalität deutscher Top-Manager, über Jahre hinweg dem in den Brunnen fallenden Kind tatenlos hinterherzuschauen, um dann kurz nach seinem Aufprall die Mutti oder die Nanny anzurufen.

Aktuell ruft der Daimler-Entwicklungsvorstand Ach und Weh in einem Wirtschaftswoche-Artikel namens: "Jedes zusätzliche Gramm CO2 ist teuer".

Dann versucht es doch mit mehr Hirn! Wir brauchen übrigens nicht quantitativ mehr Hirn, ganz im Gegenteil. Von dem heute vorhandenen Hirn brauchen wir dringend weniger - denn da scheint es sich um Read-Only-Memory aus dem letzten Jahrtausend zu handeln. Obsolet.

Nein, wir brauchen, mehr qualitativ-hochwertiges Hirn. Sich selbst und sein Handeln infragestellendes Hirn. Neugieriges, unzufriedenes Hirn. Muster-erkennendes und relevante Herausforderungen ergreifendes Hirn. Lösungen - nicht Ablenkungen - produzierendes Hirn.

Wo sind die Aktionäre, die diesem Nicht-Denken und Nicht-Handeln endlich den Garaus machen? Wo sind die Aktionäre, die weise genug sind, die Zukunft, den Wandel, den Quantensprung gegenüber der Vergangenheit, dem Stillstand, dem inkrementellen Trippelschrittchen zu priorisieren?

Welcher Aktionär kann Aufsichtsrat und Vorstand die Stirn bieten, Gesunden Menschenverstand demonstrieren, dem Management nochmal den Markt an sich erklären, bitte!?

1. Der Daimler-Entwicklungsvorstand Weber: "... wie groß der Anteil der Elektromotoren an der Flotte im Jahr 2020 sein werde - hänge stark von der Nachfrage ab ...".

Hilfe! Herr Weber hat immer noch nicht verstanden, dass in der wahren Marktwirtschaft Unternehmen Angebote - also Märkte - kreieren. Vor der Nachfrage muss das Angebot am Markt platziert sein und die Nachfrage via Relevanz wecken. Lange vor diesem Angebot muss die Entwicklungsabteilung die Innovation leben, strukturell und kulturell auf Wandel, Fortschritt und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet sein - um selbst Zukunft zu erschaffen. Innovation - Angebot - Nachfrage, nicht vice versa.

Bestehende Nachfrage schafft Me-Too-Produkte und kurzfristige Vorteile. Erst distinktive, also einzigartige und relevante Produkte und Services kreieren nachhaltigen Erfolg.

2. "Die Politik müsse noch mehr Anreize schaffen ...".

Nein, Herr Weber, nicht die Politik muss Anreize schaffen, sondern die Unternehmen, die Innovations- bzw. Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Ja, genau der Vorstandsbereich, den Sie leiten. Das begeisternde Produkt ist der Anreiz für den Konsumenten.

Bonus und Gehalt sind nur Hygienefaktoren

Elektroautos, die zu haben sind
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
Porsche Panamera S E Hybrid Quelle: Porsche
Renault FluenceMarke: Renault Modell: Fluence Preis: ca. 25.950 Euro plus Batteriemiete von 79 €/Monat Reichweite (in km): 185 km Leistung (kw/PS): 70kW/95 PS Quelle: Presse
Mercedes SLS ed Quelle: Daimler
Renault TwizyMit futuristischem Design und ohne echte Türen kommt der Twizy daher. Der Zweisitzer ist besonders klein und wendig und für den Stadtverkehr konzipiert. Er kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Marke: Renault Modell: Twizy Urban Grundpreis (inkl. MwSt): ab 6990 Euro, zusätzlich fallen mindestens 50 Euro Batteriemiete pro Monat an Reichweite (in km): 100 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80 Stromverbrauch (kWh/100km): 6,3 Quelle: dapd
Smart ed Quelle: Daimler
Kangoo RapidDer Elektro-Kangoo soll den städtischen Lieferverkehr sauberer und leiser machen. Er bietet mit bis zu 3,5 Kubikmetern Laderaum soviel Platz wie sein konventioneller Dieselbruder. Das ist möglich, weil die Batterien im doppelten Ladeboden verschwinden. Mit 60 PS ist der Elektro-Kangoo ausreichend schnell.   Marke: Renault Modell: Kangoo Rapid Z.E. Grundpreis (inkl. MwSt): 15.100 (+ 86 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing) Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse
Renault ZoeMarke: Renault Modell: Renault Zoe Grundpreis (inkl. MwSt): 21.700 (+ 79 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing) Reichweite (in km): 210 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 135 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt 213 Elektro- oder Hybrid-Modelle von Renault wurden nach einer Studie des CAR Instituts von Ferdinand Dudenhöffer 2012 in Deutschland zugelassen. Bis April 2013 folgten weitere 61. Ab 8. Juni ist der Renault Zoe (Foto) auf dem deutschen Markt zu haben und soll den Absatz ankurbeln. Quelle: Renault
BMW i3Marke: BMW Modell: i3 - ab November 2013 im Handel Grundpreis (inkl. MwSt): etwa 34.950 Euro Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 150 Stromverbrauch (kWh/100km): 12,9 Bisher hatte BWM in punkto Plug-In-Technologie und Elektroantrieb wenig zu bieten. So kommt es auch, dass zwischen Januar und April 2013 nur 23 Fahrzeuge des bayerischen Autobauers in der Zulassungsstatistik auftauchen. Nach einer Hochrechnung des CAR Center Automotive Research könnten es dank des i3 bis zum Jahresende 500 Fahrzeuge sein. BMW spricht bereits von 9000 festen Kaufabsichten und will in den kommenden Jahren rund 50.000 i3 bauen. Foto: Steffen Jahn/BMW Quelle: dpa
Opel AmperaMit dem Ampera legte Opel 2012 ganz schön vor: 828 Zulassungen auf Opel-Modelle mit Elektro-/Hybrid-Antrieb zählten die Zulassungsbehörde. Bis April 2013 wurden aber nur noch 100 Opel-Modelle mit Elektroantrieb neu zugelassen - zum Jahresende könnten es rund 300 sein. Opel scheint sich etwas Neues einfallen lassen zu müssen, will die GM-Tochter vom Elektro-Trend profitieren. Marke: Opel Modell: Ampera Grundpreis (inkl. MwSt): 43.900 Reichweite (in km): reich elektrisch zwischen 40 und 80 Kilometer Höchstgeschwindigkeit (km/h): 160 Stromverbrauch (kWh/100km): 15-20 Quelle: Opel
i-MievDen i-MiEV, ein Elektrofahrzeug auf Basis des in Japan bekannten Mikrocars i, präsentierte Mitsubishi bereits auf der IAA 2007 zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit.   Marke: Mitsubishi Modell: i-Miev Grundpreis (inkl. MwSt): 34.990 Euro Reichweite (in km): 150 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): 13,5 Mit dem iMiev startete Mitsubishi relativ erfolgreich. 2011 wurden insgesamt 683 Elektro-Modelle der Marke in Deutschland zugelassen, doch 2012 ebbte das Interesse merklich ab. Nur noch 96 Neuzulassungen auf Ökomodelle von Mitsubishi weist die Statistik aus. Bis April 2013 kamen 39 dazu. Das CAR-Institut rechnet mit nicht mehr als 126 Modellen bis zum Jahresende. Quelle: Presse
Berlingo First ElectricDer Citroën Berlingo First Electric ist als Firmenwagen für die Stadt konzipiert. Für Handwerker, Pflegedienste oder Lieferanten kann es sich auf Dauer rechnen, Strom statt Benzin zu tanken.   Marke: Citroën Modell: Berlingo First Electric Grundpreis (inkl. MwSt): 50.694 Euro Reichweite (in km): 120 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 110 Stromverbrauch (kWh/100km): 21 Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mehr als 454 Citroen-Modelle mit emissionsarmen Antrieben in Deutschland zugelassen. Bis April 2013 weitere 262. Nach der Hochrechnung des CAR-Instituts schaffen die Franzosen die Vorjahresmarke nicht mehr und müssen sich bis Jahresende mit 350 verkauften Stromern zufrieden geben. Quelle: Presse
Peugeot iOnDer Elektroflitzer von Peugeot ist baugleich mit dem Mitsubishi i-Miev und dem Citroen C-Zero. Der Lithium-Ionen-Akku lädt 6 Stunden. Marke: Peugeot Modell: iOn Grundpreis (inkl. MwSt): 29.393 Euro Reichweite (in km): 150 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): 13,5 Der Schwester-Konzern von Citroen wollte die Kundschaft mit dem Elektro-Flitzer iOn für sich gewinnen. In Deutschland ließen sich im vergangenen Jahr 263 Autofahrer von einem emissionsarmen Peugeot-Modell überzeugen. Bis Ende April 2013 nur weitere 27, so dass zum Jahresende wohl nur rund 80 Ökofahrzeuge vom Hof fahren. Quelle: dpa
Tesla RoadsterWer sagt, dass Elektroautos nur was für Öko-Latschen-Träger sind und nicht schnell und sexy sein können? Der Tesla Roadster beweist das Gegenteil. Mit 288 PS kommt er in 3,7 Sekunden von 0 auf 97 Stundenkilometer. Der Lithium-Ionen-Akku ist in 3,5 Stunden voll aufgeladen.   Marke: Tesla Modell: Roadster Grundpreis (inkl. MwSt): 118.00 Euro Reichweite (in km): 340 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 201 Stromverbrauch (kWh/100km): 12,7 Quelle: Presse
Tesla Model S Quelle: Tesla
LeafDer Nissan Leaf erfreute sich bereits vor Marktstart größerer Beliebtheit. In den USA wurden Mitte 2010 innerhalb von neun Tagen ganze 8000 Exemplare vorbestellt.   Marke: Nissan Modell: Leaf Grundpreis (inkl. MwSt): ab 30.000 Euro (Preis sinkt auf 24.000 Euro, wenn Batterie fpr 79 Euro im Monat gemietet wird) Reichweite (in km): max. 200 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 145 Stromverbrauch (kWh/100km): 15 Nissan kann sich als einer der wenigen Autobauer bisher zunehmend erfolgreich im Elektro-Markt behaupten. 2012 zählte das KBA gut 450 Neuzulassungen auf Nissan-Modelle. In den ersten vier Monaten verkauft er sich rund 240 Mal. Zum Jahresende könnten rund 500 Neuzulassungen auf das Konto von Nissan gehen. Quelle: dapd
Volvo C30 ElectricVom C30 des schwedischen Autobauers sollen europaweit nur 250 Exemplare ausgeliefert werden. Das Auto ist nur für drei Jahre zu leasen. Die Batterieladedauer ist mit 8 bis 10 Stunden verhältnismäßig hoch. Marke: Volvo Modell: C30 Grundpreis (inkl. MwSt): 1131 Euro Monatsrate bei drei Jahren Leasing Reichweite (in km): 163 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): 15 Die Schweden, die jetzt zum chinesischen Autokonzern Gheely gehören, haben 2012 gerade einmal 12 Elektromobile in Deutschland verkauft. Dieses Jahr könnten es 20 werden. Sehr überschaubar. Quelle: dpa
Transit Connect ElectricDie modernen Batterien des Ford Transit Connect Electric kommen von Johnson Controls. Der Zulieferer präsentierte das neue Batteriesystem mit einer Lebensdauer von 300.000 Kilometern auf der Hannover Messe.    Marke: Ford Modell: Transit Connect Electric Grundpreis (inkl. MwSt): ab 53.544 Euro Reichweite (in km): 130 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 120 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse
Ford Focus ElectricDer Focus Electric des amerikanischen Autokonzerns Ford ist das Flaggschiff der Elektro-Flotte und der erste rein elektrisch angetriebene Pkw des Unternehmens. Seine Ladezeit gibt der Hersteller mit 3 bis 4 Stunden an. Im Sommer 2013 kommt er nach Deutschland. Marke: Ford Modell: Focus Electric Grundpreis (inkl. MwSt): noch nicht genannt Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 136 Stromverbrauch (kWh/100km): noch nicht genannt Quelle: rtr
AmperaDer Opel Ampera ist baugleich mit dem Chevrolet Volt. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern taugt er sogar für eine Familienreise.   Marke: Opel Modell: Grundpreis (inkl. MwSt): 42.900 Euro Reichweite (in km): EV 30-80 / Gesamt über 500 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 161 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse

Übrigens sollten Sie idealerweise auch Ihren Job genauso begreifen. Auch der Anreiz jedes Mitarbeiters, seinen Job zu machen, sollte das begeisternde Produkt, die Herausforderung und deren erfolgreiche Meisterung sein. Nicht Bonus und Gehalt, das sind nur Hygienefaktoren. 

3. "Inzwischen gebe ich schon seit Jahren 50 Prozent meines Forschungs- und Entwicklungsbudgets dafür aus, diese höchst anspruchsvollen Ziele zu erreichen" ... "2012 lagen die Forschungsausgaben für den Konzern bei gut 5,6 Milliarden Euro".

Nun, das müssten dann nach Adam Opel 20.000(!) Millionen Euro gewesen sein, die Sie allein in den letzten vier Jahren für Gimmicks und Designfortschreibungen aus dem Fenster warfen. Mit der Hälfte (Ihre 50 Prozent = 10.000 Millionen Euro) hätte man die ein oder andere Batterie entwickeln können.

Zudem liegt doch auf der Hand, dass Sie viel zu viel Geld in die Hand nehmen müssen, wenn Ihre Abteilung sich die falschen, da kurzfristig und inkrementell orientierten Ziele setzt, Sie entsprechende Menschen eingestellt und entsprechende Denk- und Organisations-Strukturen vorgegeben haben, um die Erfolge von gestern zu zementieren. Tatsächlich haben sich die Zeiten geändert.

Neues Denken schon.

4. "... jedes zusätzlich eingesparte Gramm CO2 ist unglaublich aufwendig und teuer ...".

Sie sollten nicht über "zusätzlich" nachdenken, sondern über 'grundsätzlich'. "Zusätzlich" läuft mit dem Kopf gegen Wände - 'grundsätzlich' reisst genau diese Wände ein.

5. "Technisch könne man fast nicht mehr tun ...".

In Arbeit
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Wenn man am Ende ist, und das kann ich verstehen nach 125 Jahren inkrementellen Herumschraubens ohne Quantensprünge, dann muss man den Sprung über den eigenen Schatten wagen. Gar den Sprung über den eigenen Horizont. Heraus aus der selbstgezimmerten Box. Dann braucht man neue Inspirationen, ein neues Denken, neue Vernetzung, neues Hirn und frisches Blut.

Aber ehrlich, ich kann dieses Lamentieren nicht mehr hören. Wir haben es mit Vorstandsmillionären zu tun. Trotz ihrer fürstlichen Alimentation machen sie einfach nicht ihren Job. Sie drehen sich seit Jahrzehnten im Kreise. Exkulpieren sich gegenseitig und bremsen den mentalen und materiellen Wohlstand nicht nur ihrer Unternehmen, sondern unseres ganzen Landes aus.

Das geht in mein Hirn nicht rein.

Beim besten Willen nicht.

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