BMW und Toyota Wenn der Saubermann mit dem Hybrid-König

BMW und Toyota wollen gemeinsam Batterien der nächsten Generation erforschen. Warum der größte Premium- und der größte Massenautobauer der Welt eine solche Verbindung eingehen.

Delegationen von Toyota und BMW Quelle: dpa

Kurz vor Beginn der Tokyo Motor Show (3. bis 11. Dezember) haben BMW und Toyota in der japanischen Hauptstadt ein Zusammenarbeit bei umweltfreundlichen Technologien verkündet.

BMW liefert den Japanern ab 2014 Dieselmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum, die dann schon die neuen strengeren EU 6 Abgasvorschriften erfüllen. Zudem vereinbarten die neuen Partner eine gemeinsame Forschung an neuen leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien, die das Herzstück von Elektroautos und Hybridfahrzeugen sind. Zudem sollen in den nächsten Monaten weitere Projekte identifiziert werden, bei denen BMW und Toyota zusammen arbeiten können.

Deutsche Autobauer und ihre asiatischen Partner
Toyota-Logo Quelle: dpa
Toshiba-Logo Quelle: REUTERS
BYD-Logo Quelle: REUTERS
Audi A6L Quelle: Reuters
BMW Brilliance Autoproduktion Quelle: REUTERS
Logo der Tongji-Universität Quelle: dpa
BMW und SB LiMotiveSB LiMotive, das Joint Venture von Bosch und Samsung, aus dem südkoreanischen Yongin hat einen gewichtigen Kunden: BMW will hierher seine Lithium-Ionen-Batterien für seine „Mega City Vehicle“ beziehen, welches unter der Marke „BMW i“ vermarktet werden soll. Quelle: dpa

Verlockende saubere Dieselmotoren

Warum gehen der größte Premiumhersteller der Welt und der größte Massenautohersteller der Welt eine Verbindung ein? Für Takeshi Uchiyamada, Vize-Chef von Toyota, liegt die Zusammenarbeit nahe, denn BMW sei "weltweit führend bei sauberen Dieselmotoren". Für den BMW-Forschungsvorstand Klaus Draeger macht die Zusammenarbeit Sinn, weil Toyota als Pionier der Hybridtechnik gilt.

Für Toyota ist die Zusammenarbeit wichtig, denn die Japaner brauchen ab 2014 Dieselmotoren, die die neue EU 6-Abgasnorm erfüllen. Die jetzigen 2,0 und 2,2 Liter Motoren umzurüsten hätte enorme Entwicklungskosten zur Folge gehabt. Die waren dem auf den Massenmarkt ausgerichteten Konzern jedoch zu hoch, denn die Dieselantriebe lassen sich nur in Europa verkaufen, Japaner verschmähen den Selbstzünder genauso wie die Amerikaner.

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