BrandIndex

Deutsche fahren auf Markenreifen ab

Holger Geißler
Holger Geißler Psychologe, Werbepsychologe

Nicht nur im Test, auch im YouGov-Markenmonitor BrandIndex haben die bekannten Markenreifen aus Frankreich, Deutschland und UK die Nase vorn.

So macht man das Fahrzeug winterfest
Seit Einführung der  Winterreifenpflicht im vorigen Jahr gilt, bei Schnee, Matsch und Glatteis müssen Winter- oder zumindest Ganzjahresreifen aufgezogen sein. Auch schon jetzt im Herbst, bei nassem Laub oder Raureif auf der Straße, sind Fahrer mit  Winterreifen  wegen der besseren Haftung und des kürzeren Bremsweges auf der sicheren Seite. Link: Mehr über die aktuellen Reifentest-Ergebnisse lesen Sie hier. Quelle: Presse
Kratzer und Dellen sollten vor dem Winter ausgebessert werden, denn besonders durch Streusalz können Lackschäden rasch weiter voranschreiten und Rost ansetzen. Quelle: Presse
Scheiben innen gründlich von Schmutz befreien. Das sorgt für gute Sicht und mindert die Beschlagneigung. Verschmutzte Scheiben erhöhen die Blendgefahr durch entgegenkommende Fahrzeuge bei Dunkelheit. Quelle: Presse
Bei den Scheibenwischern sollten die Wischblätter überprüft und schon bei kleinen Rissen ausgetauscht werden. So lassen sich Schlieren auf der Frontscheibe vermeiden. Gerade wenn die Sonne tief steht, wird man leichter geblendet. Quelle: Presse
Ältere Autobatterien versagen beim ersten Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender älter als vier Jahre sind. Deshalb sollte die Batterie überprüft und gegebenenfalls eine neue gekauft werden.  Die rechtzeitige Anschaffung eines "intelligenten" Ladegeräts kann die preiswertere Alternative sein. Quelle: Presse
Eis im Kühlsystem führt zu Motorschäden. Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen, ob der Frostschutz noch ausreicht. Das Kühlwasser benötigt einen Frostschutz, der auch bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius das Auto fahrtüchtig hält. Der Zusatz schützt nicht nur das Wasser vor dem Gefrieren – Kalkablagerungen und Korrosion werden ebenso verhindert. Quelle: Presse
Darüber hinaus empfehlen die Autoclubs jetzt schon für alle Fälle einen Eiskratzer, Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen. Sinnvoll kann auch ein Spray sein, das die Scheiben in wenigen Sekunden vom Eis befreit sowie ein Anti-Beschlag-Mittel für die Anwendung im Fahrzeuginnern. Quelle: Presse
Um nach einer echt frostigen Nacht zugefrorene Scheiben frei zu bekommen, nutzt man am besten Eiskratzer mit speziellen Zacken gegen dicke Eisschichten. Zum raschen Entfernen der weißen Pracht eignen sich Kombi-Eiskratzer, die über einen integrierten Schneebesen verfügen. Für Vans und SUVs bieten sich Eiskratzer mit Teleskopstiel an, die bei großflächigen Frontscheiben gute Dienste verrichten. Vor dem Kratzen empfiehlt es sich, die zugefrorene Scheibe mit Scheibenenteiser einzusprühen: Das Eis beginnt zu tauen und lässt sich so leichter entfernen. Quelle: Presse
Gegen vereiste Türen und Kofferraumklappen hilft nur gründliche Vorbereitung. Auch hier haben professionelle Pflegemittel klare Vorteile gegenüber den Hausmitteln wie Vaseline. Eine spezielle Gummipflege sorgt dafür, dass die Dichtungen nicht festfrieren und bei allzu vehementem Ziehen an eingefrorenen Türen nicht reißen. Zudem hält sie das Gummi auch bei klirrender Kälte flexibel und geschmeidig. Quelle: Presse
In die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage Winter-Reiniger einfüllen. Bitte nicht den vom Sommer verwenden, er ist evtl. nicht frostsicher. Reinigungsmittel, das selbst zweistelligen Minusgraden trotzt, gehört in die Scheibenwaschanlage. Es verhindert die Vereisung der Düsen und das Anfrieren des Wischwassers auf der Scheibe. Außerdem beseitigt es zuverlässig Verschmutzungen auf der Scheibe. Brennspiritus hat als Ersatz für Frostschutzmittel. Das "Hausmittel" greift Gummidichtungen im Leitungssystem an und kann außerdem zu einem Verstopfen der Sprühdüsen führen.  Quelle: Presse
Der Türschloss-Enteiser sollte im Haus oder Büro bereit liegen, wenn das Auto noch mit dem Schlüssel aufgesperrt wird. Eine warme Decke, Mütze, Handschuhe und ein Fünf-Liter-Reservekanister im Gepäck sind die beste Vorsorge. Darüber hinaus ist man mit einer Thermoskanne mit Heißgetränk für längere Autofahrten im Winter ebenfalls auf der sicheren Seite. Um Staus im Winter warm und sicher zu überstehen, sollte der Tank immer ausreichend gefüllt sein. Quelle: Presse
Für  Winterreifen  gilt zwar wie für Sommerreifen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach Ansicht von Experten sind allerdings  Winterreifen  mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt wintertauglich und sollten durch neue ersetzt werden. Auch auf das Reifenalter kommt es an: Älter als zehn Jahre sollten sie nicht sein. Wichtig: Für jeden Radwechsel bei Kraftfahrzeugen gilt der Grundsatz, dass die Radmuttern aus Sicherheitsgründen nach einer gewissen Zeit und Fahrtstrecke nachgezogen werden müssen. Dies sollte spätestens nach 100 Kilometern geschehen. So können Fehler bei der Montage entdeckt und folgenschwere Unfälle vermieden werden. Link: Mehr über die aktuellen Reifentest-Ergebnisse lesen Sie hier. Quelle: Presse
Mit dem Wechsel der Reifen stellt sich auch die Frage nach der richtigen Einlagerung. So gehts: 1. Vor dem Abmontieren sollten die Reifen mit Kreide gekennzeichnet werden („VR“ für „vorn rechts“, „HL“ für „hinten links“). Das erleichtert die Montage nach dem Winter. 2. Reifen und Felgen auf Beschädigungen prüfen. Zeigen sich an der Reifenflanke Beulen oder tiefe Risse, deutet dies auf Beschädigungen der Karkasse hin. Dann sofort austauschen! 3. Den Reifendruck vor dem Einlagern um 0,5 bar erhöhen. Da die Reifen den Winter über Luft verlieren. 4. Das Herstellungsdatum verbirgt sich in der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Spätestens im Alter von zehn Jahren sollte ein Reifen ersetzt werden. 5. Reifen auf Felgen sollten übereinander liegend gestapelt oder einzeln an speziellen Wandhaken aufgehängt werden. Reifen ohne Felgen müssen senkrecht, auf einem trockenen, nicht mit Öl oder Benzin verschmutzten Boden stehen. Oder bei den üblichen Fachbetrieben gegen Gebühr eingelagern. Die Pneus mögen es kühl, trocken und dunkel. Keinesfalls als Puffer an der Garagenrückwand „missbrauchen“. Quelle: Presse
Wenn die Reisesaison der Caravans und Wohnmobile zu Ende geht, gilt es, die Fahrzeuge winterfit zu machen, auch wenn sie nicht genutzt werden. Insbesondere müssen sich die Halter um die Sicherung von Wasser- und Gasanlage kümmern. Am Anfang steht eine gründliche Reinigung von innen nach außen. Ratsam ist ein konsequentes Entrümpeln. Das Abspecken bringt nicht nur Platz, sondern "erleichtert" die Fahrzeuge auch, was dem Kraftstoffverbrauch zugute kommt. Größte Aufmerksamkeit gebührt dem Frisch- und Abwassertank sowie dem Warmwasserboiler. Das Wasser muss komplett abgelassen werden. Die Leitungen am besten durchpusten und die Wasserhähne offen lassen. Speziell der Frischwassertank muss danach auch gereinigt werden. Mancher hat im Sommer die Heizungsanlage nicht benutzt, möchte aber im Winter heizen. Dann ist jetzt die Zeit für eine Probe. Der Anlage tut es zudem gut, wenn sie von Staub und Schmutz befreit wird. Klug handelt, wer den Gasvorrat erneuert und von Butan- auf Propangas umstellt. Das im Sommer gebräuchliche Butangas ist bei Temperaturen unter fünf Grad plus nicht mehr geeignet. Dass bei Wohnmobilen außer dem Innenraum auch der Motorraum gereinigt und gepflegt wird, versteht sich von selbst. Quelle: Presse
Viele Motorradfahrer lassen ihre Maschinen vom Oktober bis zum Frühjahr in der Garage stehen. Eine gute Vorbereitung für den Winterschlaf sorgt dafür, dass der Saisonauftakt im neuen Jahr dann auch reibungslos gelingt.Angefangen wird mit einer gründlichen Reinigung der Maschine, denn Schmutz zieht Feuchtigkeit und Rost an. Der schnelle Dampfstrahler kommt jedoch nur bei grobem Schmutz zum Einsatz, schonender sind Schwamm und Wasser mit Spülmittel. Beim Reinigen fallen dann auch Lackschäden ins Auge und typische Wartungspunkte werden gleich mit kontrolliert; so etwa der Stand der Bremsflüssigkeit und Bremsbeläge oder der Zustand von Ritzel und Antriebskette. Die Kette wird mit Hilfe einer ausgedienten Zahnbürste vom Schmutz befreit, danach wird sie mit Kettenspray wieder gründlich geschmiert und eventuell nachgespannt.Ein bis zum Rand mit Sprit gefüllter Stahltank schützt vor Korrosion. Damit die Reifen auch im nächsten Frühjahr noch rund laufen, müssen sie entlastet werden. Generell empfiehlt sich eine Erhöhung des Luftdrucks um ein bar. Verfügt die Maschine über einen Hauptständer, reicht ein Holzklotz unter dem Motorblock oder der Gabel dazu, dass das Vorderrad nicht aufliegt. Für Zweiräder nur mit Seitenständer gibt es spezielle Aufbock-Vorrichtungen.Steht das Fahrzeug über den Winter im Freien oder in unbeheizten Räumen, gehört bei wassergekühlten Motoren etwas Frostschutzmittel ins Kühlwasser. In Innenräumen bewahrt ein altes Bettlaken die Maschine vor dem Einstauben. Überwintert das Zweirad im Freien, ist Einwachsen und die Abdeckung mit einer gut belüfteten Plane angesagt. Kriechöl sorgt an allen Steckern für eine dauerhaft gute Verbindung.Die Batterie wird abgeklemmt und an einem trockenen, frostgeschützten Ort aufbewahrt. Am besten wird die Stromzelle an einen sogenannten "Ladewächter" angeschlossen, der die Spannung konstant hält. Wer nicht über ein solches "Frischhaltegerät" verfügt, lädt die Batterie während der Ruhepause und vor dem Einbauen nochmal auf. Quelle: Presse

Vor kurzem haben der ADAC zusammen mit Stiftung Warentest 37 Winterreifen unterschiedlicher Größe untersucht. Das Ergebnis: Elf Reifen erreichten die Note „gut“, vier Reifen wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Die anderen Produkte erreichten ein „befriedigend“ oder „ausreichend“. Die Note „sehr gut“ hat dagegen kein einziger Winterreifen bekommen.

Auffallend dabei war, dass insbesondere Markenreifen zu den Gewinnern zählten. Wie der Markenmonitor YouGov BrandIndex zeigt, sind es auch gerade diese Reifenmarken, die bei den Verbrauchern besonders gut ankommen. Die Reifenbranche ist offensichtlich ein gutes Beispiel dafür, wie man mit geschicktem Marketing auch bei einem vergleichsweise austauschbaren Produkt wie Reifen eine effektive Positionierung erreichen kann.

Autofahrer kaufen Sicherheit

Die am besten bewerteten Reifen der Stiftung Warentest stammen von den Marken Michelin, Continental, Pirelli, Dunlop, Goodyear und Bridgestone. Das sind auch genau die Marken, die aus Imagesicht am besten platziert sind. Michelin erreicht derzeit sehr gute +88 Imagepunkte. Continental und Goodyear liegen mit +85 Punkten gleichauf auf Platz zwei. Bridgestone und Dunlop werden aktuell beide mit +81 Imagepunkten bewertet und teilen sich den dritten Platz. Pirelli ist mit +76 Punkten leicht abgeschlagen, erreicht aber ebenfalls einen guten Wert. Im Mittelfeld, aber immerhin mit einer deutlichen Verbesserung um rund sieben Punkte in 2012, kann sich aktuell Vredestein positionieren.

Winterreifen im ADAC-Test

Insgesamt macht es den Anschein, dass die Markenreifen nicht nur in den Tests den Billigmarken überlegen, sondern auch bei den Kunden sehr beliebt sind. Da in Reifentests vor allem die Fahreigenschaften der Pneus und damit die Sicherheit bewertet wird, lässt dies den Rückschluss zu, dass Kunden beim Reifenkauf vor allem auf sichere Reifen setzen. Auch wenn diese zum Teil deutlich teurer sind als mancher Billigreifen aus Fernost. Der Preis scheint bei in der Liga der Topmarken nur eine untergeordnete Rolle bei der Kaufentscheidung zu spielen.

Continental in Frankreich abgehängt

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Interessant ist auch ein Blick in das Land, in dem Michelin – die in Deutschland beliebteste Reifenmarke – beheimatet ist: Frankreich. Auch dort ist Michelin mit +89 Punkten sehr beliebt – der deutsche Konkurrent Continental dagegen erreicht mit +56 Imagepunkten bei Weitem nicht das Niveau, das er in Deutschland hat. Zum Trost von Continental sei erwähnt: Auch die anderen Reifenmarken liegen in Frankreich weit hinter den deutschen Werten zurück.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in UK: Auch hier liegt Continental deutlich hinter Michelin zurück, die mit Abstand vor Goodyear und Bridgestone das Feld dominieren.

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