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Hyundai zieht an Citroen vorbei

Holger Geißler
Holger Geißler Psychologe, Werbepsychologe

Hinter den Kulissen des Genfer Automobilsalon ist die Stimmung gedrückt. Frankreichs Industrieminister will einen starken Partner für Peugeot finden. Wie schlimm die Lage ist, zeigen die Imagewerte für Peugeot und Citroen.

Die Superlative von Genf
Auf Basis des Mercedes SL 65 AMG hat Brabus den schnellsten Zweisitzer der Welt, den Brabus 800 Roadster gefertigt. Angetrieben wird der Zweisitzer von einem leistungsgesteigerten Zwölfzylinder-Biturbo mit 588 kW / 800 PS und 1420 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Der Supersportler wird ebenfalls auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Quelle: Presse
Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,7 Sekunden, auf 200 Kilometer pro Stunde beschleunigt der Roadster in 9,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 350 km/h begrenzt. Brabus hat zudem ein spezielles Steuermodul für das ABC-Fahrwerk des SL 65 AMG entwickelt. Damit wird die Karosserie um ca. 25 Millimeter tiefergelegt. Ein weiteres Plus an Fahrdynamik kann mittels eines Differenzials mit 40 Prozent Sperrwirkung erzielt werden.  Quelle: Presse
Brabus T65 RS Tuning aus dem Sechsliter-V12 verborgene Leistungsreserven. Die Motoreningenieure entwickelten dafür ein Doppelturbosystem mit je zwei Spezialkrümmern mit integrierten Turbinengehäusen und Hochleistungsladern. Dazu kommen vier wassergekühlte Ladeluftkühler, für die die Carbon-Lufthutze auf der Motorhaube den nötigen Platz schafft. Eigens für das SL 65 Power-Upgrade wurde eine spezielle Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage mit Metallkatalysatoren und keramikbeschichteten Endrohren im charakteristischen Brabus-Design konstruiert. Die integrierte Abgasklappensteuerung erlaubt ein aktives Soundmanagement vom Lenkrad aus: Quelle: Presse
Das Bodykit ist komplett aus Karbon gefertigt. Die Seitenpartien werden durch maßgeschneiderte Aufsätze für die in die vorderen Kotflügel integrierten Luftauslässe und die Schwellerleisten veredelt. Um eine optimale aerodynamische Balance zu erreichen, wird die Heckpartie mit einem Diffusoreinsatz für die Schürze aufgerüstet. An den Achsen drehen sich Brabus Monoblock R „Platinum Edition“-Schmiederäder in 20 Zoll. Wie bei Brabus üblich, kann der Innenraum individuell mit hochwertigen Materialien veredelt werden.  Quelle: Presse
Der Fahrzeugveredler Abt stellt auf dem Autosalon in Genf (7. - 17. März 2012) vier Fahrzeuge vor. Eine Premiere feiert die zweite Generation des Abt R8 GTR, der mit Leichtbau-Konstruktion und 456 kW / 620 PS mit Supersportlern konkurriert. Quelle: Presse
Daneben gibt es den Abt AS6-R Avant mit 441 kW / 600 PS sowie den Abt RS5-R. Quelle: Presse
Außerdem stellt der Tuner aus dem Allgäu die Eigeninterpretation des aktuellen Golf vor. Abt wird außerdem eine neue Schmiedefelge vorstellen: die ER-X. Quelle: Presse

Traditionell beginnt das Autojahr mit dem Genfer Autosalon. Am Donnerstag, 7. März, stellen die bekannten Autohersteller am Genfer See ihre Neuheiten, Studien und inzwischen immer häufiger ihre Konzepte zu alternativen Antrieben vor. Auf Messen wie dieser werden teilweise Grundsteine gelegt für den späteren Erfolg eines Modells oder einer Modellvariante – und genau deshalb sind sie für manche kriselnde Autobauer sehr wichtig. Das trifft dieses Jahr zum Beispiel für die Marken des französischen Automobilkonzerns PSA zu: Citroen und Peugeot.

Die Imagesieger nach Branchen - jeweils die Top 5

PSA zählt zu den größten Automobilkonzernen Europas, beschäftigt weltweit rund 200.000 Mitarbeiter – und musste im Jahr 2012 einen Verlust von fünf Milliarden Euro verbuchen. PSA steckt in der Krise, allein in einem Werk in Paris sollen 8000 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Nach Ansicht der französischen Regierung braucht Peugeot einen langfristigen Partner zum Überleben. Industrieminister Arnaud Montebourg sagte am Sonntag: "Unsere Wahl ist es, eine langfristig angelegte Allianz zu schmieden." Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Eine vorübergehende Verstaatlichung des Konzerns schloss er erneut aus. Wie schwierig die Lage ist, zeigen auch die Imagewerte der beiden französischen Automarken.

Hyundai jetzt vor Citroen
Bereits vor einiger Zeit war im BrandIndex die schwache Entwicklung der Marken zu beobachten. Die Prognose damals: Hyundai könnte die französischen Marken in Sachen Beliebtheit überholen. Genau das ist jetzt passiert – zumindest im Fall von Citroen. Hyundai hat Citroen im YouGov-Markenmonitor BrandIndex eingeholt.

Zum einen, weil das Image von Hyundai seit November 2012 immer besser wird. Zum anderen, weil Citroen zuletzt weiter an Ansehen verliert und deutlich im negativen Image-Bereich liegt. Der südkoreanische Autobauer hat jetzt fünf Imagepunkte Vorsprung vor Citroen. Mit +20 Imagepunkten steht die Schwestermarke Peugeot um einiges besser da als Citroen.

Peugeot hat in den vergangen Monaten auch schon mal Werte um die +30 Punkte erreicht, doch die aktuelle Entwicklung ist recht stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau. Zum Mittelfeld-Spitzenreiter Toyota besteht ein Abstand von aktuell 25 Imagepunkten. Toyota hat sich nach der Rückrufaktion erholt und erreicht fast die alten Imagewerte. Positiv für Peugeot dürfte sein, dass Konkurrent Renault mit +12 Punkten einen noch geringeren Imagewert erreicht.

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