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Bugatti Veyron Das Auto mit den meisten Superlativen

Im klassischen Auto-Quartett wäre diese Karte schwer zu stechen: Bei Beschleunigung, Preis, und Leistung hat der Bugatti Veyron unter Serienwagen kaum Konkurrenz. Jetzt wurde der Letzte verkauft. Ein Rückblick.

Mit dem 450. Veyron hat die Edel-Manufaktur Bugatti nach zehn Jahren den letzten Supersportwagen aus der Reihe produziert. Im Schnitt zahlten die Käufer 2,3 Millionen Euro inklusive Extras für einen der Boliden, den es – je nach Baujahr - mit 1.001 und 1.200 PS sowie als Coupé und offene Variante gab.     Quelle: Presse
Den Roadster mit der Chassisnummer 450 zeigt Bugatti auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März), Seite an Seite mit dem Veyron, der mit Chassisnummer 1 vor zehn Jahren das Atelier in Molsheim verließ. Quelle: Presse
Die 300 Coupés (Veyron 16.4 mit 1.001 PS und Veyron 16.4 Super Sport mit 1.200 PS) sind bereits seit längerem ausverkauft, ebenso wie der offene Veyron 16.4 Grand Sport mit 1.001 PS. Das letzte Exemplar ist ebenfalls ein Roadster, der zuletzt noch erhältliche Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse mit 1.200 PS. Ihn hat sich ein Kunde aus dem Mittleren Osten gesichert. Quelle: Presse
Die beiden stärksten Boliden haben Einträge im Guinness Buch der Rekorde, als schnellstes Serienfahrzeug mit 431,072 km/h (Bugatti Veyron Super Sport) und schnellster Serienroadster mit 408,8 km/h. Quelle: Presse
Vitesse, auf Deutsch: Geschwindigkeit, dieser Name ist Programm: Tempo 100 erreicht der Bugatti im ersten Gang schon nach 2,6 Sekunden, 300 km/h nach 16 Sekunden. Und die Höchstgeschwindigkeit ist, wenn man das Hardtop aufsetzt, erst bei 410 km/h erreicht. Soll das Dach offen bleiben, muss der Fahrer sich mit 375 km/h begnügen. Quelle: Presse
Vier Ziele hatte VW-Chef Ferdinand Piech den Entwicklern seinerzeit ins Lastenheft diktiert: Der Wagen sollte mehr als 1.000 PS auf die Straße bringen, schneller als 400 km/h fahren, in unter drei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und trotzdem in der Lage sein mit Komfort und Stil vor die Oper zu fahren. Neben supersportlichen Fahreigenschaften, die sich kraftvoll, aber niemals hinterhältig entfalten, ist deshalb jeder Veyron üppig luxuriös ausgestattet. Quelle: Presse
Die Leistungsdaten des Bugatti sind in der Tat eindrucksvoll bis atemraubend: 1.200 Pferdestärken oder 882 Kilowatt Leistung haben die Ingenieure mobilisiert, um den trotz der Verwendung von reichlich Kohlefasern und anderen Leichtbauteilen immer noch knapp zwei Tonnen schweren Roadster zum allradgetriebenen Straßengeschoss werden zu lassen. Quelle: Presse
50.000 Liter Luft pro Minute atmen die vier riesigen Turbolader des Sechzehnzylinders unter Volllast ein, um die Kolben des 490 Kilo schweren Motors zu befeuern. Vier Benzinpumpen saugen dabei pro Stunde 264 Liter des edelsten Kraftstoffs der Sorte Superplus in den Brennraum. Zumindest theoretisch. Praktisch müssen sie die Arbeit schon nach etwa 20 Minuten Vollgas einstellen – dann nämlich haben sie den 100 Liter fassenden Tank leergesoffen. Der Bugatti wird dabei zum Kraftwerk: Mit den über 800 Kilowatt Abwärme, die von den Hochleistungskühlern verarbeitet werden, könnte man angeblich 40 Einfamilienhäuser heizen. Quelle: Presse
Der Eintrittspreis zu dieser Party ist hoch: Unter 1,69 Millionen Euro netto ging seit 2012 gar nichts mehr , nicht einmal mit VIP-Rabatt. Und mit ein paar Extras wie etwa Karosserieteilen aus blauem Sichtcarbon (Aufpreis 200.000 Euro), mit Horseshoe-Felgen, Bremssätteln, Tank- und Öldeckel in Wagenfarbe, Stepparbeiten in der Kopfstütze und noch ein paar anderen netten Sonderanfertigungen eilt der Preis rasch der Schwelle von zwei Millionen Euro entgegen. Quelle: Presse
Natürlich ist der Kaufpreis noch nicht alles. Auch die Unterhaltskosten sind dazu angetan, Normalsterblichen den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Schon die Vollkaskoversicherung schlägt hierzulande je nach Schadensfreiheitsrabatt, Regionalklasse und Selbstbeteiligung mit Beträgen zwischen 25.000 und 35.000 Euro zu Buche. Und dann erst die Wartung: Ein Bugatti muss alle 4.000 Kilometer zur Inspektion, alle 16.000 Kilometer wird der Wechsel sämtlicher Felgen empfohlen. Quelle: Presse
Allein ein Satz der Spezialreifen von Michelin (mit einer Lebensdauer von gerade mal 10.000 Kilometern) kostet rund 25.000 Euro, die große Jahresinspektion mit rund 16.000 Euro hat das englische Magazin "Autocar" ermittelt. Inklusive Sprit kamen die Experten auf jährliche Kosten von umgerechnet rund 250.000 Euro. Da kannte aus einem Traum schnell ein Albtraum werden. Quelle: Presse
Auf die Frage nach Kunden reagiert man in Molsheim schmallippig, Diskretion ist Ehrensache. So viel ist immerhin bekannt:  Ursula Piëch, die Ehefrau des VW-Aufsichtsratschefs  Ferdinand Piëch, besitzt den Bugatti Veyron mit der Fahrgestellnummer sieben. Und der russische Wodka-Oligarch und Privatbanker Roustan Tariko zahlte allein 200.000 Dollar, um auf der Warteliste nach oben zu rutschen und als erster Russe einen Bugatti in seine Garage stellen zu können. Quelle: Presse
Formel-1-Weltmeister Jenson Button besitzt angeblich einen, Modedesigner Ralph Lauren ebenso wie Filmstar Tom Cruise. Auch Fußballkicker Tim Cahill vom FC Everton, Autosammler Jay Leno und US-Rapper Jay-Z sollen Bugatti-Besitzer sein – offizielle Bestätigungen für derlei Gerüchte gibt es in Molsheim freilich nicht. Quelle: Presse
„Viele Fahrzeuge finden ihren Weg in private Sammlungen und werden von automobilen Connaisseurs als Investitionsobjekt erworben“, sagt Bugatti-Präsident Wolfgang Dürheimer. Für Autoliebhaber überall auf der Welt sind also längst nicht mehr nur alte Bugatti erstrebenswertes Sammelgut. Aus dem Stand hat es der im elsässischen Molsheim per Hand gefertigte Neuzeit-Bugatti in die automobile Oberliga geschafft. Quelle: Presse
Das gilt natürlich insbesondere für die Legendenmodelle, mit denen die Bugatti in einer Auflage von sechs mal drei Modellen Persönlichkeiten ehrte, die herausragendes für die Marke geleistet hatten. Quelle: Presse
Als sechstes und letztes Modell der exklusiven Edition „Les Légendes de Bugatti“ ehrte der Luxusautobauer seinen Gründer. „Ettore Bugatti“ hieß die Sonderauflage des Supersportwagens Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. 2,15 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) kostet das auf drei Einheiten limitierte Sondermodell.Zuvor hatte Bugatti bereits fünf Legenden-Modelle aufgelegt. Die seit 2013 in loser Folge präsentierten Supersportler trugen die Namen „Black Bess“ "Jean-Pierre Wimille", "Jean Bugatti", "Meo Costantini" und "Rembrandt Bugatti". Anlässlich der legendären Nobelautoshows „The Quail“ und „Pebble Beach Concours d’Elegance“ in Kalifornien waren die sechs Fahrzeuge 2014 zum ersten und einzigen Mal gemeinsam zu sehen. Quelle: Presse
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