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Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League Wie Volkswagen den Fußball beherrscht

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Nächste Saison kommt ein dritter VW-Verein dazu

Wie groß die Fußball-Leidenschaft Winterkorns ist, zeigte sich auch während des VW-Machtkampfs Ende April: Direkt nach einer der Krisensitzungen in Salzburg bei dem inzwischen ausgeschiedenen Aufsichtsratschef Piëch, der kein Fan des Fußball-Engagements war, stieg Winterkorn in den Flieger nach Wolfsburg – um am Abend gut gelaunt das Europa-League-Spiel seines VfL gegen den SSC Neapel von der Ehrentribüne aus zu verfolgen. Den Machtkampf hat Winterkorn zwar gewonnen, sportlich war der Abend weniger ein Erfolg: Wolfsburg ist ausgeschieden.

Unternehmensformen der Bundesliga-Klubs

In der kommenden Saison kann die VW-Chefetage die Daumen gleich drei Mal drücken: Der FC Ingolstadt hat jüngst den Aufstieg in die 1. Liga geschafft. Über die Audi-Tochter Quattro GmbH hält der Konzern 19,94 Prozent. „Auch bei einem Aufstieg werden wir unser Engagement nicht ausbauen“, sagte Stadler noch Mitte Mai am Rande einer Veranstaltung.

Profifußball braucht Investoren

Muss er auch nicht, denn in der Praxis ist der Einfluss von Audi deutlich größer als es die knapp 20 Prozent vermuten lassen. Die FC Ingolstadt 04 Stadionbetreiber GmbH gehört vollständig der Audi-eigenen Immobilienverwaltung – damit hat der Autobauer die Kontrolle über das Stadion namens „Audi Sportpark“, das Trainingsgelände und ein weiteres Gebäude. Will Audi nicht, geht beim FC Ingolstadt nichts mehr.

Der Profifußball braucht Sponsoren und Investoren, gerade in Deutschland. Im internationalen Vergleich sind die Fernsehgelder, die die Vereine hierzulande erhalten, relativ gering. Um dann in europäischen Wettbewerben bestehen zu können, müssen finanzstarke Partner her.

Diese zehn Regeln müssen Sie kennen
Die Luftaufnahme zeigt die Spieler des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 auf dem Trainingsplatz vor der Veltins Arena in Gelsenkirchen. Quelle: dpa
Arjen Robben (M. l.) gegen Donezker Spieler: Quelle: dpa
Schiedsrichter Michael Oliver aus England gestikuliert. Quelle: dpa
Der Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang bekommt die gelbe Karte von Schiedsrichter Markus Schmidt. Quelle: dpa
Wenn`s mal wieder eine rote Karte gibt: Dann muss einer der elf Spieler einer Fußballmannschaft für die restliche Spielzeit vom Platz. Die Mannschaft spielt dann zu zehnt weiter. Ansonsten gilt es, den Ball ins Tor zu bugsieren. Aber bitteschön nicht mit der Hand. Das darf nur der Torwart. Alles andere ist erlaubt. Sollte es ein Spieler doch mit der Hand versuchen, könnte es sein, dass er, wie auf dem Bild zu sehen, die rote Karte sieht. Quelle: dpa
Wenn ein Foul im Strafraum begangen wurde, kann der Schiedsrichter einen sogenannten „Elfmeter“ oder Strafstoß vom Strafstoßpunkt veranlassen. Der Strafstoß wird so genannt, weil dabei ein Spieler aus der gegnerischen Mannschaft aus elf Metern auf das Tor der Mannschaft des Foulenden schießen darf. Quelle: dpa
Auf Eckstoß entscheidet der Schiedsrichter, wenn der Ball die Torlinie – außer zwischen den Torpfosten und unter der Querlatte (er also nicht ins Tor geht) – überquert und zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt wurde. Der Eckstoß gehört zu den sogenannten Standardsituationen. Aus einem Eckstoß kann direkt ein Tor erzielt werden. Quelle: dpa

Gegen Sponsorings oder tiefergehende Partnerschaften ist auch nichts einzuwenden. So manche Vertreter von Liga oder Vereinen machen sich Sorgen über den großen Einfluss. Sie sehen Probleme, wenn Unternehmen an mehreren Vereine beteiligt sind – und mit ihrer Einflussnahme ein Interessenskonflikt entstehen könnte.

Nicht umsonst waren die Partien Bayern-Wolfsburg in der abgelaufenen Saison am 1. und 18. Spieltag angesetzt. Was wäre passiert, wenn die Wolfsburger am letzten Spieltag noch um den Einzug in die Champions League kämpfen und auf den bereits feststehenden Meister Bayern München treffen? Bereits dieses Gedankenspiel wollte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit der frühen Ansetzung umgehen. Wenn mit dem frisch aufgestiegenen Audi-Klub FC Ingolstadt noch eine weitere Variable in dem Hätte-wäre-wenn-Spiel mit dazukommt, wird die Sache nicht einfacher.

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