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Carsharing Die Flotten werden elektrisch

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Für die Anbieter sind E-Autos ein Risiko

Für die Charmeoffensive gehen die Unternehmen mit den E-Fahrzeugen gar ein wirtschaftliches Risiko ein. Der Aufwand für elektrisch betriebene Flotten ist weitaus größer als bei Benzinern. Die Stromer müssen jeden Tag über mehrere Stunden aus dem Verkehr gezogen werden, um die Batterien aufzuladen. Zudem fehlt in den Städten noch eine ausreichende Infrastruktur von Schnellladesäulen – das erhöht das Risiko des Liegenbleibens.

Die Strategie der Unternehmen ist daher wohl durchdacht. Sie wollen die Städte beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität unterstützen und mithelfen, beispielsweise die richtigen Standorte zu finden. Die Unternehmen sitzen auf einem Fundus mobiler Daten.

Die erfolgreichsten Städte im Carsharing

Sie kennen die Verkehrsströme zwischen Stadtteilen und innerhalb der Bezirke. „Die Art der Ladeinfrastruktur ist entscheidend“, sagt Gabriel. „Wir brauchen in den Städten Schnellladesäulen in hochfrequentierten Zonen.“ Dort sei der Durchlauf viel höher.

Im Gegenzug zu ihrer elektromobilen Offensive hoffen sie auf mehr Anerkennung. Das Carsharing-Gesetz der Bundesregierung gibt den Städten künftig die Möglichkeit, zusätzliche Parkplätze für Carsharing-Autos auszuweisen. Mobilitätsstationen, an denen sich Carsharing, Bikesharing und Öffentlicher Nahverkehr treffen, könnten neue Anlaufpunkte für die urbane Mobilität der Zukunft sein. Allerdings müsste hierfür öffentlicher Raum geopfert werden.

Effektive tägliche Nutzung eines Carsharing-Fahrzeugs

Langfristig, so das Kalkül der Auto-Unternehmen, könnte Carsharing ein wirtschaftlich besonders attraktives Geschäft werden. DriveNow und Car2Go haben bereits verkündet, dass ihr Geschäft nach ein paar Jahren in den allermeisten Städten operativ Gewinne einfahren. Doch die Expansion kommt in Randbezirken bereits an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist, die Nutzung der Autos in den Stadtzentren zu erhöhen.

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Durch attraktive Elektroautos könnte das gelingen. Zudem dürfte auch die Zahlungsbereitschaft beim Kunden steigen. „Die Befragungen unserer Nutzer zeigen, dass die meisten bereit sind, etwas mehr Geld für Elektrofahrzeuge wie den i3 zu zahlen“, sagt Gabriel. „Ein paar Hundert Mitglieder fahren sogar ausschließlich elektrisch.“

Das wäre dann eine Win-Win-Win-Situation für Stadt, Unternehmen und Nutzer.

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