WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Chefwechsel Opels Tag der Entscheidung

Seite 2/2

Die Kandidaten Sedran, Thom und Girsky


Auto



Heißester Kandidat ist Strategievorstand Thomas Sedran. Der frühere Unternehmensberater ist erst seit April Vorstandsmitglied, kennt die Adam Opel AG aber aus seiner früheren Job bei Beratungsunternehmen Alixpartners sehr gut. „Sedran wird von allen Seiten akzeptiert“, betonte ein Insider am Montag. Auch die Opel-Händler haben ihre Unterstützung signalisiert.

Wenig Chancen werden dem Vernehmen nach Opel-Produktionsvorstand Peter Thom eingeräumt. Der Engländer, der zu Jahresbeginn mit Sparplänen von Werk zu Werk reiste, dürfte für die Arbeitnehmer nicht tragbar sein. Sie warfen ihm seinerzeit vor, die Standorte gegeneinander ausspielen zu wollen. Stephen Girsky räumen Beobachter wenig Chancen ein vom kurz- und langfristigem Interimschef aufzusteigen. Betriebsrat Einenkel setzt dagegen große Hoffnungen in Girsky als dauerhafter Stracke-Nachfolger. Der GM-Manager habe sich in der Vergangenheit „immer für Opel stark gemacht“, etwa als es darum gegangen sei, die GM-Tochter zu verkaufen. „Ich gehe davon aus, dass er daran festhält“, sagte Einenkel im Deutschlandfunk.

Neuer Chef wieder nur eine Zwischenlösung?

Beobachter erwarten, dass die US-Mutter General Motors bei der defizitären deutschen Tochter einen Nachfolger einsetzen wird, der härter durchgreift als Stracke. Für wie lange der neue Vorstandsvorsitzende im Amt bleiben soll, ist noch offen. Wie das Handelsblatt am Montag berichtet, soll es sich beim neuen Vorstandschef wiederum nur um einen kommissarisch bestellten Manager handeln. Die amerikanische Konzernmutter General Motors wolle sich bei der Suche nach einer Dauerlösung bis Endes des Jahres Zeit lassen.

Die Amerikaner wechseln die Opel-Manager seit einem Jahrzehnt im Jahresrhythmus aus. Genutzt hat es der Marke nicht. Im Gegenteil. Experten sehen die ständigen Negativnachrichten und Personalwechsel als einen der Hauptgründe für das ramponierte Opel-Image.

Am Wochenende schmiss auch noch Opels Chef-Lobbyist Volker Hoff hin. Hoff, früherer hessischer CDU-Minister, war für die Regierungsbeziehungen zuständig. Opel-Sprecher Harald Hamprecht: „Wir haben unterschiedliche Auffassungen über die Art und Weise, wie mit Regierungen und Verbänden kommuniziert wird.“ Deshalb habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Sein Weggang habe aber nichts mit dem Abgang Strackes zu tun.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%