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Chinas Tesla-Konkurrent Das steckt hinter der 500-Millionen-Spritze für Byton

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„Wir setzen klar auf autonomes Fahren“

Die chinesischen Hersteller profitieren auch davon, dass gar keine anderen Produzenten zugelassen sind.
Laut der Regularien darf man auch ausländische Batteriehersteller verbauen, aber dann bekommt man keine Subventionen. Sprich, die sehr hohen Zuschüsse vom Staat, die die Elektroautos im Moment extrem attraktiv machen. Aber wir gehen davon aus, dass die Zuschüsse in den kommenden Jahren auch wieder zurückgefahren werden.

Autobauer entwickeln sich immer stärker zu Mobilitätsanbietern. Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?
Wir setzen klar auf autonomes Fahren. Unser nächstes Auto, das wir 2019 einführen, wird die Stufe 3 in der Klassifizierung des autonomen Fahrens erreichen. Der Fahrer muss das System dann nicht mehr dauernd überwachen. Das entwickeln wir gemeinsam mit Bosch. Wir sind mit dem amerikanischen Start-up Aurora dabei, die Stufe 4 umzusetzen. Wann das im großen Maßstab auf die Straße kommt, ist noch unklar. Aber das ist die Zukunft.

Das machen andere auch.
Ja, aber wir glauben, dass wir da ganz vorne mit dabei sind. Dazu ist die Frage: Wenn es so weit ist, was macht der Passagier im Auto. Unsere Autos sind für das Zeitalter des autonomen Fahrens designt. Jetzt nach dem Abschluss unserer B-Serie werden Mobilitäts-Dienstleistungen für uns das nächste Thema. Ich kann ihnen nicht sagen, wie die Zukunft in den kommenden zehn Jahren aussieht. Aber wir sind da gut vorbereitet.

Diese Elektroautos gibt es derzeit zu kaufen
Tesla Model S an einem Supercharger Quelle: Tesla
Citroën C-Zero und Peugeot Ion Quelle: Peugeot
Smart Fortwo und Forfour EQ Quelle: Daimler
Renault Zoë Quelle: Renault
Citroën E-Mehari Quelle: Citroën
VW e-Up Quelle: Volkswagen
Kia Soul EV Quelle: Kia

Wo werden die ersten autonomen Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sein?
Unsere ersten Fahrzeugen fahren schon im Silicon Valley. Wo die ersten Autos serienmäßig fahren werden, das ist noch nicht klar. China und Nordamerika liefern sich da im Moment ein Kopf an Kopf rennen. China hat in diesem Bereich enorm aufgeholt. Es gibt einige chinesische Lokalregierungen, die nun Testzonen schaffen. Mit einigen sind wir auch im Gespräch. Das Thema wird von den Regierungen getrieben werden.

Werfen Ihnen manche ehemaligen Kollegen eigentlich Verrat vor?
Nein, wieso? Wir haben ja nichts von BMW oder anderen Firmen geklaut. Wir sind mit unserem Wissen, dass wir im Kopf hatten, zu Byton gekommen. Wir haben von null angefangen. Wir haben aber ein deutsches Herz und eine deutsche DNA. Das kombinieren wir jetzt mit Neuem. Aber die Denke, eines deutschen oder chinesischen Unternehmens, das ist von gestern. Die jungen Leute interessieren sich dafür nicht mehr. Die wollen ein cooles Produkt haben. Wir sind zwar verwurzelt in China und stark finanziert vom chinesischen Kapitalmarkt, aber wir sind ein globales Unternehmen.

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