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Continental „Wahrscheinlichkeit, dass wir über Kündigungen sprechen müssen, ist sehr, sehr hoch“

Der Vorstandschef von Continental, Elmar Degenhart, hat seine Mitarbeiter auf weitere Einschnitte vorbereitet. Die kommenden Sparmaßnahmen würden „schmerzhaft werden“.

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Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart hat seine Mitarbeiter auf weitere Einschnitte vorbereitet. Aller Voraussicht nach werde das Unternehmen „einige 100 Millionen Euro sparen müssen. Das wird sehr schmerzhaft. Aber wir haben keine andere Wahl“, sagte er Insidern zufolge in einem internen Video.

Priorität habe es jetzt, betriebsbedingte Kündigungen auf ein Minimum zu reduzieren. „Wir können aktuell keine Jobgarantien geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir über Kündigungen sprechen müssen, ist sehr, sehr hoch“, sagte Degenhart.

Die Autobranche leidet unter den Folgen der Coronakrise. 2020 würde das Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr wohl um mehr als 20 Prozent fallen, zitierte Degenhart Analysten – 2009, nach der Finanzkrise, seien es nur 12 Prozent gewesen. Weitere Hilfe von der Politik erwartet er nicht: „Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass die Konjunkturpakete gut und effektiv genug sind, um kurzfristig Schwung in die Automobilmärkte zu bringen. Wie können von politischer Seite keine Hilfe erwarten.“ In den kommenden fünf Jahren werde man voraussichtlich die Volumina aus 2019 nicht wiedersehen. Conti habe „keine andere Wahl, als variable wie fixe Kosten anzupassen“.

Konzernbetriebsratschef Hasan Allak kritisierte daher auch die ablehnende Haltung der SPD zur Kaufprämie für moderne Verbrenner. „Wir sind enttäuscht, dass führende Sozialdemokraten (…) weitreichende Entscheidungen treffen, die negative Konsequenzen für hunderttausende von Beschäftigten haben“, schrieb er der WirtschaftsWoche. Modernste und schadstoffarme Verbrenner würden schließlich „noch mindestens zehn Jahre den Großteil der Produktion ausmachen“.

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    Degenhart wies darauf hin, dass man voraussichtlich im Sommer die mittelfristige Marktentwicklung besser einschätzen könne, um notwendige Maßnahmen genauer zu quantifizieren.


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