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Daimler Konzern steckt eine Milliarde Euro in Werk Rastatt

Daimler will die Produktion am Standort Rastatt deutlich ausweiten: Der Konzern steckt bis zum Jahr 2020 eine Milliarde Euro in das Kompaktwagen-Werk. Zudem sollen 250 neue Jobs geschaffen werden.

Die Daimler AG investiert ins Werk Rastatt. Quelle: dpa

Der Autobauer Daimler investiert bis 2020 in sein Werk Rastatt mit Blick auf die nächste Kompaktwagen-Generation eine Milliarde Euro. Das Geld werde in die Modernisierung von Anlagen und Gebäuden gesteckt, erklärte Werksleiter Stefan Abraham am Dienstag in Rastatt. "Die Wirtschaftlichkeit der nächsten Generation Kompaktwagen wird damit sichergestellt", ergänzte er.

Außerdem werden an dem Standort mit zuletzt rund 6500 Mitarbeitern 250 neue Arbeitsplätze geschaffen, kündigte Abraham an. Die neuen Jobs sollen mit einem Teil der aktuell 440 Leiharbeiter in Rastatt besetzt werden.

So entwickelte sich Mercedes-Benz 2014

In Rastatt produziert Mercedes drei seiner fünf Kompaktwagen: Die A- und die B-Klasse sowie den Geländewagen GLA. Mit einem Absatzplus von 25 Prozent auf 463.000 Fahrzeuge war dies im vergangenen Jahr bei den Schwaben das Segment mit dem stärksten Wachstum. Nachdem die A-Klasse zuletzt 2012 in neuem Design auf den Markt kam, wird das erste Modell der nächsten Generation für 2017 erwartet.

Nach einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat werden die Kosten in Rastatt, das nach Stückzahlen in Deutschland das drittgrößte Pkw-Werk des Konzerns ist, zugleich um eine dreistellige Millionensumme bis Ende 2024 gedämpft. Dazu gehören flexiblere Schichten und mehr Fremdvergabe in Rohbau, Montage oder Logistik an Zulieferer. Daimler hat für alle deutschen Pkw-Werke seit dem vergangenen Jahr nach diesem Muster Vereinbarungen zu Investitionen und Kostenkontrolle geschlossen.

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Die Zusagen für Sindelfingen, Untertürkheim, Bremen, Berlin und Rastatt belaufen sich zusammen auf 4,75 Milliarden Euro. Die Höhe der Kosteneinsparungen bezifferte der Konzern nicht. Doch will Pkw-Produktionschef Markus Schäfer so einen erheblichen Beitrag leisten, um die angestrebte operative Rendite von zehn Prozent des Umsatzes zu erreichen. Zuletzt lag sie bei gut neun Prozent.

Ein großes Zugeständnis der Beschäftigten sei es, mehr Auftragsvergabe an Zulieferer zu akzeptieren, erklärte der Rastatter Betriebsratschef Ullrich Zinnert. Doch sei den davon Betroffenen unter den Mitarbeitern eine gleichwertige Arbeit garantiert.

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