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Daimler und VW Das große Geschäft mit den dicken Brummis

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MAN und Scania schwach in Asien und USA


Analysten halten das Übernahmeangebot von VW an Scania für überteuert. Quelle: dpa

Die Vorzugsaktien der Wolfsburger waren am Montag nach dem Handelsstart klares Schlusslicht der Dax-Werte und verloren am Vormittag zeitweise fast 7 Prozent. Analysten kritisierten den moderaten Geschäftsausblick, der für das laufende Jahr Umsatz und Betriebsgewinn auf Vorjahresniveau sieht. Andererseits monierten sie die in ihren Augen überteuerte Offerte für Scania. "Unserer Meinung nach macht das Angebot für Scania sowohl unternehmerisch als auch finanziell wenig Sinn", schrieb UBS-Analyst Frederic Stahl. In der LKW-Branche habe es jede Menge Fusionen und Übernahmen gegeben, die frühe Synergie-Versprechen nicht hätten einlösen können. Scania sei unter anderem deshalb so erfolgreich, weil die Firma in den vergangenen Jahren nicht durch ein entsprechendes Hin und Her abgelenkt gewesen sei. “Das Angebot von VW ist sehr hoch, vor allem da sie sowieso schon die klare Stimmenmehrheit bei Scania haben”, sagte Analyst Jürgen Pieper von der Metzler Bank. Es sei es wahrscheinlich, dass die verbleibenden Aktionäre das Angebot annehmen. “Aber Unsicherheiten bleiben, da einige Investoren in Schweden anscheinend nicht nur auf den Preis sehen”, sagte Pieper.

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Nach Informationen des Handelsblatts soll mit der Übernahme von Scania aber noch nicht Schluss sein. "Viel mehr geht es dann erst richtig los", zitiert das Blatt einen Branchenkenner. Volkswagen werde versuchen seine Position in China und den USA zu stärken. Zwar hat MAN 2009 den chinesischen Hersteller Sinotruk gekauft, musste aber einen Teil der Kaufsumme 2011 abschreiben. Das Joint-Venture mit der indischen Force Motor entwickelte sich ebenfalls nicht wie geplant. MAN musste 2011 sämtliche Anteile daran übernehmen.

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    Beide schwach positioniert sind Scania und MAN in den Vereinigten Staaten. Weitere Zukäufe wären hier demnach sinnvoll. Entsprechende Überlegungen würden angestellt, berichtet das Handelsblatt und bezieht sich dabei auf einen Insider. So sei der Kauf des Lkw-Herstellers Paccar denkbar, der derzeit mit 16 Milliarden bewertet wird. Potenziell interessant sei auch Navistar, so das Blatt weiter. Der Konkurrent sei zwar schlechter positioniert, wird dafür aber nur mit rund drei Milliarden Euro bewertet. VW lehnt einen Kommentar zum Thema ab. Klar ist: Ohne eine starke Stellung in den USA und in Schwellenmärkten wie Indien hat Volkswagen keine Chance auch nur annährend an Nutzfahrzeug-Riesen wie Volvo, Daimler oder Dongfeng aufzuschließen.

    Mit Material von dpa, Reuters und Bloomberg

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