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Dank EADS-Verkauf Daimler verdreifacht seinen Nettogewinn

Der endgültige Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat Daimler einen starken Gewinnsprung beschert. Das Konzernergebnis wuchs im zweiten Quartal um 193 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro.

Die Brandherde des Dieter Zetsche
Citan versagt beim Crash-TestDie Zusammenarbeit zwischen Mercedes und Renault kratzt schwer am Image der deutschen Premiummarke. Das erste gemeinsame Produkt, der Kastenwagen Citan offenbart beim Euro-NCAP-Crashtest schwere Sicherheitsmängel. Statt wie üblich fünf gab es für den Mercedes nur drei Sterne. Der Kopfairbag verfing sich beim simulierten Frontalzusammenstoß. Und das harte Armaturenbrett hätte im Ernstfall den Insassen ernste Verletzungen zugefügt. Der Citan schnitt hier sogar noch schlechter ab als der Kangoo. Quelle: Screenshot
Ein Audi auf einer Rennstrecke Quelle: Audi
Ein schöner alter Mercedes Quelle: dpa/dpaweb
Dieter Zetsche und Carlos Ghosn Quelle: REUTERS
Kein starker GroßaktionärWährend bei BMW Johanna Quandt und ihren Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten gut 48 Prozent der Stimmrechte halten, fehlt Daimler ein solch starker Großaktionär. Kuwait ist mit einem Anteil von 7,6 Prozent Daimler größter Einzelaktionär. Erst im vergangenen Oktober trennte sich der bis dahin bedeutendste Aktionär, das Scheichtum Abu Dhabi, von seinen Anteilen. Der Staatsfonds Aabar besitzt nun keine direkten Stimmrechte mehr an dem Dax-Konzern. Dafür ist der chinesische Staatsfond CIC bei den Schwaben eingestiegen, allerdings ebenfalls nur mit knapp drei Prozent. Eine starke Schutzmacht im Rücken fehlt Zetsche damit nach wie vor. Quelle: dpa
Qualm kommt aus einem Auspuff Quelle: AP
Schwaches KleinwagensegmentBMW setzte 2012 mehr als 528.000 BMW 1er und Minis ab - das Kleinwagensegment der Bayern läuft wie geschnitten Brot. In Stuttgart sind es deutlich magerer aus - 2012 verkaufte Daimler 337.000 Smarts. Und BMW schafft es für die Mini-Flitzer stattliche Preise zu verlangen. Mehr als 20.000 Euro sind Kunden bereit für einen Mini zu bezahlen. Daimlers Smart kann da nicht mithalten. Ob seine Elektroversion den Durchbruch auf dem Kleinwagenmarkt oder Carsharingmarkt bringt, steht noch in den Sternen. Quelle: dpa

Daimler hat im zweiten Quartal seinen Nettogewinn mit Hilfe des Anteilsverkaufs von EADS verdreifacht. Nach Steuern verdiente der Stuttgarter Autobauer in den Monaten April bis Juni knapp 4,6 Milliarden Euro, nach rund 1,57 Milliarden Euro vor Jahresfrist. "Unser Ergebnis hat sich im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres wie angekündigt deutlich verbessert und die Markterwartungen übertroffen", sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch in Stuttgart.

Das sei aber "kein Grund sich auszuruhen", sagte der Manager. Den Investoren, die die Aktien in den vergangenen Monaten verstärkt in ihre Depots genommen hatten, versprach Zetsche eine weitere Verbesserung der Geschäftslage. Die eingeleiteten Effizienzprogramme wirkten allmählich, zudem entwickelten sich die Absatzmärkte besser. Daimler gehe daher davon aus, dass das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2013 "deutlich besser" sein werde als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Im westeuropäischen Markt erscheine der Tiefpunkt der Pkw-Nachfrage inzwischen durchschritten, stellte Daimler heraus.

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Daimler hatte bereits am 12. Juli vorläufige Geschäftszahlen für die Monate April bis Juni vorgelegt und bestätigte diese am Mittwoch. Für das Gesamtjahr bekräftigte Zetsche erneut die Gewinnprognose, die er Frühjahr unter anderem wegen der schwächer als erwarteten Absatzmärkte in Europa zurechtgestutzt hatte. Für 2013 kalkuliert Daimler mit einem operativen Gewinn - ohne Sondereffekte wie etwa EDAS - unter dem Vorjahr, in dem 8,1 Milliarden Euro verdient wurden. Das wäre das zweite Jahr in Folge, in dem Daimler einen schrumpfenden Betriebsgewinn verbucht - vor allem wegen höherer Ausgaben für neue Modelle.

Reuters-Daten zufolge rechnen die Analysten im Jahr 2013 im Schnitt mit einem operativen Gewinn von 7,6 Milliarden Euro, nach der ersten Geschäftsjahreshälfte summiert sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen von Daimler auf rund 6,2 Milliarden Euro. 3,2 Milliarden Euro sind jedoch außerordentliche Erlöse aus dem Verkauf der restlichen Anteile an dem Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS.

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