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Der Fünf-Punkte-Check Sind Sie bereit für ein Elektroauto?

Mit dem neuen Konjunkturpaket ist das E-Auto attraktiver denn je. Einige Vorurteile gegenüber der sauberen Antriebstechnik sind zudem unberechtigt. Und doch empfiehlt sich der Umstieg nicht für jeden.

Der Umstieg auf das Elektroauto ist attraktiver denn je. Dennoch ist er nicht in jedem Fall sinnvoll oder einfach. Einige Aspekte gilt es zu berücksichtigen, einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Ob man reif für ein E-Auto ist und ob es den eigenen Ansprüchen gerecht werden kann, lässt sich in fünf Schritten klären. Quelle: imago images
Ein zentrales Entscheidungskriterium für oder gegen E-Autos betrifft die Versorgung mit Ladestrom. Quelle: imago images
Wer zu Hause laden kann, sollte in jedem Fall eine Wallbox installieren. Die Stromversorgung allein über eine Haushaltssteckdose ist als Dauerlösung nicht empfehlenswert, da diese nicht für langes Laden mit hoher Last ausgelegt sind. Hier kann es zu Überhitzung und entsprechenden Schäden kommen. Idealerweise wird eine 11-kW-Wallbox installiert, die ein Aufladen selbst großer Akkus über Nacht stemmen kann. Im Vorfeld muss ein Elektroinstallateur checken, ob das Hausnetz die technischen Voraussetzungen für eine erhöhte Stromabnahme durch das E-Auto bietet. Damit sich das Fahrzeug zügig laden lässt, sollte dieses zudem über einen dreiphasigen Bordlader verfügen. Einige Modelle haben noch einphasige Lader. Quelle: imago images
Die besten Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox haben Hausbesitzer, die in ihrem Eigentum wohnen und über bauliche Änderungen selbst entscheiden. Für Mieter sowie Immobilienbesitzer in Eigentümergemeinschaften könnte die Installation einer Wallbox aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten schwierig bis undurchführbar sein. Um das zu ändern, hat die Bundesregierung bereits im Frühjahr beschlossen, die Durchsetzbarkeit zu erleichtern. So soll es ab Herbst für Mieter von Eigentumswohnungen ein Recht auf eine Wallbox geben sowie für den Beschluss zum Einbau einer Ladevorrichtung im Gemeinschaftseigentum eine einfache Mehrheit reichen. Wer sich für ein E-Auto interessiert, sollte in jedem Fall klären, ob der eigene Ladeanschluss möglich ist. Quelle: imago images
Als wohl größter E-Auto-Hemmschuh gilt die Reichweitenangst. Quelle: imago images
Wer häufig ein Auto im Langstreckeneinsatz benötigt, sollte vielleicht alternativ einen Plug-in-Hybrid anschaffen. Quelle: AP
Zwar trauen viele Autokunden der neuen Technik nicht, tatsächlich gilt das E-Auto allerdings als störungsarm Quelle: dpa
4. KostenMittlerweile haben E-Autos im Kostenkapitel die Nase vorn. Verantwortlich dafür ist vor allem die auf rund 9500 Euro gestiegene Umweltprämie, dank der etwa ein VW E-Up schon für rund 12.500 Euro zu haben ist. Damit ist der Kleinstwagen in der Anschaffung günstiger als ein Verbrenner-Pendant. Einige Hersteller stocken derzeit die Umweltprämie angesichts der gesenkten Mehrwertsteuer sogar weiter auf. Ein Renault Zoe kostet deshalb nur noch rund 12.000 Euro, ein Hyundai Kona gut 23.000 Euro. Auch diese Stromer sind damit günstiger als das jeweilige Verbrenner-Pendant. Quelle: imago images
Bereits 2018 hat der ADAC errechnet, dass ein E-Golf in der Gesamtbilanz günstiger als ein Golf mit Benziner ist. Quelle: REUTERS
Selbst alte E-Autos bleiben wertstabil. Quelle: AP
Wichtigster Grund für den Umstieg aufs Elektroauto ist für viele der Umwelt- und Klimaschutz. Quelle: imago images
Voraussetzung ist dann allerdings die Betankung mit 100 Prozent klimaneutralem Strom. Bezogen auf den Strommix im deutschen Netz fällt die Bilanz allerdings weniger vorteilhaft aus. Im Vergleich zum Benziner fährt das E-Auto mit normalem Strom erst nach rund 130.000 Kilometer Vorteile fürs Klima heraus. Doch die Klimavorteile werden nach Einschätzung des Automobilclubs zunehmen: „So wird sich die Treibhausgas-Bilanz von Elektroautos in Zukunft deutlich verbessern. Denn voraussichtlich wird der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix stetig steigen. Wichtig wird auch, dass Fahrzeug- und Batterieproduktion CO2-neutral sind, so wie es VW für den ID.3 angekündigt hat.“ Aktuell gelten allerdings Erdgasautos oder der generelle Verzicht auf ein Auto als die weiterhin klimafreundlicheren Alternativen zum E-Auto. Quelle: imago images
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