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Deutsche Autobauer auf Chinas Märkten Jetzt bloß kein Eigentor!

Der BMW-Chef Oliver Zipse will seine Produkte für den chinesischen Markt in naher Zukunft auch in China produzieren lassen. Momentan werden Großteile der BMW-Karosserien in den USA hergestellt. Quelle: REUTERS

Deutsche Autobauer machen sich abhängiger von China. Verständlich, denn es ist der weltweit größte Einzelmarkt. Doch mehr Vorsicht ist geboten. Sonst zahlt man dafür einen zu hohen Preis. Ein Kommentar.

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Wirtschaftlich gesehen hat BMW-Chef Oliver Zipse recht: Er will verstärkt Autos für den chinesischen Markt produzieren – in China. Bislang etwa wird der gewinnträchtige Geländewagen X5 in den USA gebaut und dann exportiert. Künftig soll für den Bedarf chinesischer Kunden vor Ort produziert werden. Gleiches soll für den neuen elektrischen 3er gelten. Angesichts der Spannungen zwischen China und den USA ist das eine richtige Entscheidung.

Der Einfluss der Chinesen wird auch bei Mercedes größer: Zuletzt wurde bekannt, dass Daimlers zweiter großer Aktionär BAIC auf knapp zehn Prozent aufgestockt hat. Nun halten zwei chinesische Autokonzerne gemeinsam knapp ein Fünftel an der Stuttgarter Ikone.

Aber der Preis für diese Nähe zum Riesenreich ist hoch: So müssen die Konzerne Daten aus der Entwicklung, über Finanzierungen bis zum Nutzungsverhalten mit der Regierung teilen. Da darf sich hinterher bitte niemand beschweren, wenn der Preis doch zu hoch gewesen sein sollte – und die Chinesen die Daumenschrauben zu eng anziehen. Schließlich habe sie einen großen Plan: Ihre Autoindustrie soll weltweit führend werden. Herr Zipse, bitte passen Sie also auf, dass BMW kein Eigentor schießt.

Mehr zum Thema: Nach VW hat nun auch BMW vor, seine Fahrzeuge künftig per Satellit ans Internet anzuschließen. Satelliten können für eine nahezu unterbrechungsfreie Verbindung sorgen.

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