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Dickes Plus beim Autovermieter Sixt will in den USA Gas geben

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Carsharing kannibalisiert Leihwagen nicht

Ob Erich Sixts laufende Amtszeit ein Erfolg wird, entscheidet sich vor allem in den USA. Der Markt ist 26 Milliarden Dollar groß und damit vom Volumen her deutlich attraktiver als der europäische mit etwa drei Milliarden Euro. Allerdings haben sich schon viele europäische Unternehmen bei der Expansion in die USA schwer getan, weil die Märkte oft sehr unterschiedlich sind. So war auch Erich Sixt lange zurückhaltend. „Er will keine zu großen Risiken eingehen“, heißt es in seinem Umfeld.

Doch unternimmt Sixt nun einen ernsthaften Vorstoß. Hatte das Unternehmen 2011 gerade einmal zwei Stationen in den USA, waren es 2013 bereits 26 und im vergangenen Jahr 50 – darunter 20 Franchise-Filialen. Nach Angaben aus dem Unternehmen kommt die Offensive gut voran, so konnte sich Sixt attraktive Standorte an Flughäfen sichern. Zur Jahresmitte stieg die Zahl der Stationen in den USA weiter auf 61 an. Bis Jahresende sollen nochmal bis zu 20 weitere hinzukommen.

Sixt hat sich in den Vereinigten Staaten dynamischer entwickelt als wir dies zunächst erwartet hatten“, zog Erich Sixt bei der Hauptversammlung eine Zwischenbilanz. Allerdings betonte der vorsichtige Kaufmann Sixt auch da, man werde mit Augenmaß expandieren. „Im Gegensatz zum Geschäftsmodell so mancher Start-ups messen wir unseren Erfolg nicht daran, wieviel Geld für schnelles Wachstum verbrannt wird.“ In absehbarer Zeit wolle man mit den US-Aktivitäten schwarze Zahlen schreiben.

Gut entwickelt sich auch Drive Now, das Sixt gemeinsam mit BMW gestartet hatte. Das Unternehmen sieht sich vier Jahre nach dem Start mit 415.000 Kunden in Deutschland als Marktführer. Das klassische Vermietgeschäft wird durch Carsharing bislang nicht kannibalisiert, heißt es im Umfeld von Sixt. Die Alternative zum kurz ausgeliehenen Auto ist eher die U-Bahn. Allerdings sei die Bedeutung für den Gesamtkonzern bislang auch überschaubar. „Das ist ein Schnaps noch oben drauf.“

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