Dieselgate Keine Einigung im Streit zwischen Audi und Ingenieur

Im Streit zwischen Audi und einem im Dieselskandal gekündigten Ingenieur konnte eine gütliche Einigung ist nicht erzielt werden.

Audi hatte im Dieselskandal einen seiner Ingenieure gefeuert. Quelle: REUTERS

Im Rechtsstreit zwischen Audi und einem im Dieselskandal gekündigten Ingenieur ist eine einvernehmliche Einigung am Arbeitsgericht Heilbronn zunächst gescheitert. "Eine gütliche Einigung ist nicht zu erzielen", erklärte Richter Carsten Witt am Dienstag in Heilbronn. Der Autobauer hatte dem früheren Chef der Dieselmotorenentwicklung, Ulrich Weiß, während des schon länger laufenden Rechtsstreites gekündigt. Audi wirft dem 48-Jährigen unter anderem vor, den Vorstand und ein Expertengremium über die Manipulation von Dieselabgaswerten getäuscht zu haben. Der Ingenieur wies das zurück.

Die Rechtsvertreter von Audi signalisierten, die Tür für einen Vergleich sei noch nicht zu. Audi arbeite intensiv an einem Vorschlag dazu, erklärte Anwältin Martina Hidalgo von der Kanzlei CMS. "Wir werden auf den Kläger zukommen", ergänzte sie. Das werde Anfang Mai sein. Weiß hatte von Audi eine Abfindung von sechs Millionen Euro verlangt. "Der Schaden für Herrn Weiß ist gewaltig", sagte dessen Anwalt Hans-Georg Kauffeld. Er könne in einer entsprechenden Position woanders keine Beschäftigung finden.

Audi war verantwortlich für die Manipulation von Abgaswerten bei rund 80.000 Dieselfahrzeugen in den USA. Darüber wurde mit der US-Justiz bereits ein milliardenschwerer Vergleich geschlossen.

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