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Dürr Dürr bei Berliner Startup Ubitricity eingestiegen

Exklusiv

Ex-Bahn-Chef Heinz Dürr, Großaktionär des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr, ist für einen Millionenbetrag beim Berliner Startup Ubitricity eingestiegen.

Angezapft: 100 Straßenlaternen in Berlin liefern bald Strom Quelle: PR

Das Unternehmen entwickelt Ladekabel für Elektroautos, in denen ein Stromzähler schon eingebaut ist. Dadurch ließe sich jede herkömmliche Steckdose kostengünstig umrüsten und als Strom-Zapfsäule nutzen. „Das Elektroauto hat Zukunft. Was derzeit fehlt, sind intelligente Systeme zum Laden der Batterien“, begründete Dürr gegenüber der WirtschaftsWoche seine Investition. Er sei „mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag“ eingestiegen.

Das 2008 gegründete Unternehmen ermöglicht etwa Stromtanken an Straßenlaternen durch seine Kabel. „Die Idee hat das Potenzial, das Infrastrukturproblem der Elektroautos zu lösen, vor allem weil das System wesentlich billiger ist als Ladesäulen“, so Dürr. „Dadurch kann der Strom an jeder umgerüsteten Steckdose getankt werden“, sagte Knut Hechtfischer, einer der beiden Gründer von Ubitricity.

Deutsche Plug-in-Hybride
Porsche Panamera Quelle: Presse
 Audi A3 Quelle: Presse
Der Opel Ampera Quelle: dapd
Der BMW Active Tourer Quelle: dpa
Der VW Golf wird Ende 2013 gezeigt und schafft mehr als 50 Kilometer rein elektrisch Quelle: dapd
Der VW Cross Blue Quelle: REUTERS

Mit der Technik des im Kabel integrierten Stromzählers lassen sich erhebliche Kosten sparen. Weniger als 200 Euro kostet die Umrüstung einer herkömmlichen Steckdose im Carport zu Hause oder auf dem Parkplatz am Arbeitsplatz, damit das standardisierte Ladekabel für E-Autos passt. Laufende Kosten entfallen. Auch Straßenlaternen ließen sich so für rund 300 Euro zu einer Ladestation umrüsten. Zum Vergleich: Starkstromladestationen von Energieversorgern kosten rund 10.000 Euro.

Berlin hat sich bereits zu einem Testbetrieb mit den neuen Kabeln entschlossen. Ubitricity rüstet bis zu 100 Laternen in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Friedenau mit den neuen Kabeln aus. Die Nutzer rechnen ihren getankten Strom dann mit einem Stromanbieter ihrer Wahl ab, mit dem sie zuvor einen Mobilstromvertrag schließen.

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