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E-Auto-Zulassungen Immer mehr Deutsche fahren Plug-in-Hybride

Ein Auto mit Plug-in-Hybridtechnik steht an einer E-Ladesäule Quelle: dpa

Die Plug-in-Hybride befeuern die E-Auto-Nachfrage. Aber auch rein batteriebetriebene Modelle waren im August beliebt.

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Elektroautos erhalten zur Zeit einen enormen Schub: Im August wurden Deutschlandweit 33.203 Neuwagen mit reinem Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieb zugelassen. Das entspricht einem Rekord-Marktanteil von 13,2 Prozent, wie der Branchenverband VDA am Dienstag mitteilte. In den ersten acht Monaten kamen damit 163.139 elektrifizierte Pkw neu auf die Straße, der Marktanteil beträgt 9,2 Prozent. Besonders gefragt waren im August die Plug-in-Hybride mit einem Plus von 448 Prozent auf 17.095 Einheiten. Die reinen E-Autos legten um 221 Prozent auf 16.076 Einheiten zu.

Grund für diesen Boom dürften die Maßnahmen des Konjunkturpakets und die erhöhte Prämie für elektrisch angetriebene Fahrzeuge sein. Diese liegt für reine Elektroautos bei 9000 Euro und für Plug-in-Hybride bei rund 6750 Euro, zusätzlich kommt die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent hinzu.

Plug-in-Hybride sind dabei besonders beliebt, weil die Branche bei der Entwicklung reiner E-Autos hinterherhinkt. Plug-in-Hybride bieten eine vermeintlich klimafreundliche Alternative, die Zwischenlösung von einem reinen E-Auto und einem Verbrennungsmotor.

Doch der Schein trügt: Auf dem Papier sind die Plug-in-Hybride sauber, nicht aber auf der Straße. Besitzer von Plug-in-Hybriden befüllen ihre Autos überwiegend an Zapfsäulen traditioneller Tankstellen - nicht an der Steckdose. Die Folge: Sie verbrauchen ein Vielfaches der von Herstellern angegebenen Spritmenge. Selbst wenn sie vorwiegend elektrisch unterwegs sind, stoßen viele Modelle mehr CO2 aus als moderne Diesel.

Dabei bevorzugen vor allem die deutschen Autobauer das Konzept der Plug-in-Hybride. Sie haben als Hersteller tendenziell großer, schwerer und teurer Mittel- und Oberklasseautos Schwierigkeiten, die gesetzlichen CO2-Grenzen einzuhalten – und versuchen, mit ihren Plug-in-Modellen den Durchschnittsverbrauch ihrer Flotten zu senken.

Mit Material von Spotpress

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Auf dem Papier sind Plug-in-Hybride klimafreundlich, auf der Straße nicht. Autobauer, Zulieferer und Politik fürchten einen neuen Abgasskandal und haben deshalb eine Rettungsmission für die umstrittene Technik gestartet.

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