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Elektro-Mobilität BMW plant keine Zusammenarbeit mit Tesla

Exklusiv

Bei BMW haben Äußerungen von Tesla-Chef Elon Musk über Kooperationsgespräche für Verwunderung gesorgt. Es gibt aber keine Verhandlungen über eine konkrete Zusammenarbeit mit Tesla.

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Automobilhersteller Tesla Quelle: dpa

„Die BMW-Gruppe hat kein Interesse daran, Anteile von Tesla zu erwerben“, erklärte das Unternehmen auf Anfrage der WirtschaftsWoche. BMW will sich auch nicht an dem kalifornischen Autohersteller beteiligen.

Musk hatte in einem Interview gesagt, Tesla rede mit BMW „darüber, ob wir bei der Batterietechnik oder den Ladestationen zusammenarbeiten können“. Zudem habe BMW „eine relativ kostengünstige Karbonfaserproduktion“, die für Tesla interessant sein könnte. Aus gut informierten BMW-Kreisen heißt es, in der Autoindustrie spreche praktisch jeder mit jedem, deshalb hätten „informelle Gespräche“ mit Tesla wenig zu bedeuten. BMW freue sich über Käufer von Karbonfasern, aber das gelte „für Tesla wie für jeden anderen Autohersteller“. Nach dem Ausstieg von Daimler und Toyota bei Tesla im Oktober wolle sich Musk offenbar mit dem Namen BMW schmücken, vermuten die Münchner: „Musk benutzt uns für PR-Zwecke.” BMW könne derzeit nicht erkennen, wie das Unternehmen von Tesla profitieren könnte, denn der junge Elektroautohersteller habe in keinem Bereich einen technischen Vorsprung.

Auch von Musks Einschätzung, dass in Deutschland Fabriken für Batteriezellen benötigt würden, hält BMW wenig. Musk hatte angekündigt, selbst eine Batteriefabrik in Deutschland bauen zu wollen. Auf BMW als Partner kann er dabei nicht zählen: „Wir brauchen keine eigene Fabrik für Batteriezellen“, heißt es in München. Batteriezellen seien kein Alleinstellungsmerkmal und könnten wie andere Autoteile auch von Zulieferern bezogen werden. „Das Zusammenfügen der Zellen zu einer Batterie und die Steuerung der Batterie“ würden dagegen von BMW erbracht, denn das sei „die eigentliche innovative Leistung“.

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