Elektroauto-Hersteller Tesla erreicht nur knapp sein Auslieferungsziel

US-Elektroauto-Pionier Tesla erfüllt seine Absatz-Prognose für das erste Halbjahr 2017 nur knapp. Probleme bei der Lieferung der Batterien bremsten den Fahrzeugbau des Unternehmens aus.

Tesla-Chef Elon Musk konnte im ersten Halbjahr 2017 weniger Autos verkaufen als gehofft. Quelle: dpa

Der Elektroauto-Bauer Tesla hat seine Absatz-Prognosen für das erste Halbjahr gerade so eingehalten. Der Konzern des Milliardärs Elon Musk gab am Montag die Auslieferung von 47.100 Fahrzeugen für die Monate Januar bis Juni bekannt. Die eigene Vorhersage hatte bei 47.000 bis 50.000 gelegen. Das Unternehmen machte einen Produktionsengpass bei den teuren Hochleistungsbatterien mit 100 Kilowattstunden verantwortlich, die es für die gehobeneren Ausführungen seiner Elektroautos anbietet. Hier habe die Fertigung bis Anfang Juni rund 40 Prozent unter der Nachfrage gelegen. Das Problem sei jedoch inzwischen behoben.

Die Tesla-Chronik

Die Zahlen zu Auslieferungen und Produktion stehen wegen Musks ehrgeiziger Pläne und der nahenden Premiere des „Model 3“ besonders im Fokus. Der erste Mittelklassewagen des Herstellers soll den Weg in den Massenmarkt ebnen.

Musk hatte bereits vor dem Halbjahresergebnis mitgeteilt, das neue Tesla-Modell "Model 3" habe alle erforderlichen Produktions-Zulassungen erhalten und sei damit dem Zeitplan zwei Wochen voraus. Der Bau des Wagens für den Massenmarkt werde noch diese Woche beginnen, ab Dezember würden pro Monat dann 20.000 der Fahrzeuge hergestellt. Analysten haben sich skeptisch geäußert, ob das neue Modell, das künftig eine zentrale Rolle bei Tesla spielen soll, wie geplant im Juli eingeführt werden kann.

Musk will die Produktion massiv ausweiten und hat einen ambitionierten Zeitplan vorgegeben. Bereits 2018 soll Tesla 500.000 Elektroautos fertigen, für 2020 wird die Millionenmarke angepeilt. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 51 126 Fahrzeuge produziert. Bislang baut Tesla mit der Limousine „Model S“ und dem SUV „Model X“ nur Luxusmodelle, die in den meisten Versionen über 100.000 Dollar kosten.

Angesichts von etwa 400.000 Vorbestellungen für das rund 35.000 Dollar teure „Model 3“ ist der Druck groß, den Vorstoß in den Massenmarkt ohne Pannen und Verzögerungen über die Bühne zu bringen.

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