Elektroautos Audi will auch hip sein

Der Elektro-Sportwagen R8 e-tron könnte nun doch gebaut werden – obwohl das Geschäftsmodell immer noch nicht trägt. Aber BMW und Mercedes setzen Ingolstadt unter Zugzwang.

Der Audi R8 e-tron
Der R8 e-tron auf Testfahrt: Der Flitzer von Audi geht leider nicht in Serie. Auf der Teststrecke fährt er bis zu 200 km/h Spitze. Quelle: Presse
Angedacht war eine Kleinserie von 100 Autos, die für 150.000 bis 200.000 Euro zu haben sein sollten. Daraus wird nun nichts. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen beendet Audi-Chef Rupert Stadler das Projekt. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Am sportlichen Design gibt es nichts auszusetzen. Was den Serienstart verhinderte, waren in erster Linie die zu hohen Kosten für den Akkublock - weit über 20.000 Euro. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Zwei Elektromotoren mit 280 kW (381 PS) hat der e-tron unter der Haube. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 48,6 kWh. Eine Ladung soll für 215 Kilometer reichen - deutlich weniger als beim Tesla Model S. Hier verspricht der Hersteller 483 Kilometer. Quelle: Presse
Von null auf hundert km/h in 4,2 Sekunden. Der R 8 hat noch mehr Power als der Tesla Model S. Der Amerikaner braucht 4,6 Sekunden. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber

Elektroautos sind hip – und auch in Deutschland entwickelt sich allmählich ein Markt für die Stromer. Nach einer aktuellen Auswertung des Kraftfahrtbundesamtes wurden hierzulande bis Ende November 5606 Autos neu zugelassen, die allein mit Stromkraft angetrieben wurden. Gegenüber dem Vorjahr (2.956 Pkw im Gesamtjahr) zeichnet sich damit eine Verdoppelung des Absatzes dieser Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ab. Und weiteres Wachstum zeichnet sich ab.

Der Verkauf des BMW i3 ist gerade erst angelaufen, die Produktion des VW e-Up! wird gerade erst gestartet und der Renault Zoe wird erst im kommenden Jahr auch an einer konventionelle Schuko-Steckdose wiederaufzuladen sein – bislang braucht der relativ preisgünstige Stromer aus Frankreich zum „Tanken“ eine spezielle Ladesäule.

Technische Details R 8 e-tron

Für Impulse auf dem Markt für Elektroautos werden sicher auch der neue Sportwagen i8 von BMW sorgen, der in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf den Markt kommt. Mit einem Verkaufspreis von 126.000 Euro wird er zwar kein Massenprodukt, aber sicher ein wichtiger Imageträger. Das gilt erst recht für den Mercedes SLS Electric Drive zum Preis von 416.500 Euro, der in diesem Jahr an den Start ging und – nach der Produktion von weniger als 100 Autos - bereits im Sommer kommenden Jahres wieder vom Markt genommen werden soll.

Mit Elektroautos lassen sich aufgrund der hohen Preise und entsprechend kleinen Stückzahlen nämlich derzeit noch keine großen Geschäfte machen. Aber sie sind gut fürs Image eines Unternehmens und positiv für den sogenannten Flottenverbrauch eines Herstellers, der sich nach den durchschnittlichen CO2-Emissionen bemisst – Elektroautos tragen vor dem Gesetzgeber eine weiße Weste, auch wenn sie hierzulande überwiegend mit dreckigem Kohlestrom geladen werden.

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