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Elektromobilität E-Autos werden vom Rohrkrepierer zur Rakete

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Deutschland wichtiges Herstellerland

Die erfolgreichsten Elektroautos
Chevrolet Volt Quelle: GM
Renault Zoe Quelle: Renault
Nissan Leaf Quelle: Nissan
Tesla Model S Quelle: Tesla
Audi A§ e-tron Quelle: AP/dpa
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
BMW i3 Quelle: dpa

„Die von vielen schon totgesagte Elektromobilität kommt offenbar in Fahrt“, sagt der McKinsey-Autoexperte Christian Malorny. „Rund 20.000 Elektroautos wurden in den USA im ersten Quartal abgesetzt, das ist gegenüber dem starken vierten Quartal ein Anstieg von rund acht Prozent.“

Drei Jahre nachdem die WirtschaftsWoche und McKinsey den Elektroautoindex Evi schufen, um die Ausbreitung der Elektromobilität in wichtigen Industrieländern zu messen, bekommt der Zukunftsmarkt ein Gesicht: Es zeichnet sich ab, welche Technik sich durchsetzt, welche Autobauer die Nase vorn haben werden und mit welchen Preisen Kunden rechnen können.

Deutsche Plug-in-Hybride
Porsche Panamera Quelle: Presse
 Audi A3 Quelle: Presse
Der Opel Ampera Quelle: dapd
Der BMW Active Tourer Quelle: dpa
Der VW Golf wird Ende 2013 gezeigt und schafft mehr als 50 Kilometer rein elektrisch Quelle: dapd
Der VW Cross Blue Quelle: REUTERS

Deutschland, so viel deutet sich an, wird auf absehbare Zeit wohl kein großer Absatzmarkt für die Stromer, wohl aber ein wichtiges Herstellerland werden, das in einigen Jahren Hunderttausende E-Mobile in alle Welt exportieren wird. Denn zum zweiten Mal in Folge signalisiert der Elektroautoindex Evi, dass in Deutschland künftig mehr Batterieautos gebaut werden als bisher prognostiziert.

„Im Jahr 2018 wird die deutsche Autoindustrie voraussichtlich über 300.000 Elektroautos produzieren“, schätzt McKinsey-Berater Malorny, „vor einem halben Jahr lag die Prognose noch bei gut 200.000.“ Den besseren Aussichten verdankt Deutschland, dass es Frankreich im Elektroautoindex Evi vom dritten Platz verdrängt, hinter Japan und den Vereinigten Staaten.

Der Audi R8 e-tron
Der R8 e-tron auf Testfahrt: Der Flitzer von Audi geht leider nicht in Serie. Auf der Teststrecke fährt er bis zu 200 km/h Spitze. Quelle: Presse
Angedacht war eine Kleinserie von 100 Autos, die für 150.000 bis 200.000 Euro zu haben sein sollten. Daraus wird nun nichts. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen beendet Audi-Chef Rupert Stadler das Projekt. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Am sportlichen Design gibt es nichts auszusetzen. Was den Serienstart verhinderte, waren in erster Linie die zu hohen Kosten für den Akkublock - weit über 20.000 Euro. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Zwei Elektromotoren mit 280 kW (381 PS) hat der e-tron unter der Haube. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber
Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 48,6 kWh. Eine Ladung soll für 215 Kilometer reichen - deutlich weniger als beim Tesla Model S. Hier verspricht der Hersteller 483 Kilometer. Quelle: Presse
Von null auf hundert km/h in 4,2 Sekunden. Der R 8 hat noch mehr Power als der Tesla Model S. Der Amerikaner braucht 4,6 Sekunden. Quelle: Audi-Pressebild von Bernhard Huber

Die haben ihre starke Stellung auch Tesla mit seinen fünfstelligen Absatzzahlen zu verdanken. Der teure Stromer ist nicht nur der E-Auto-Champion des Jahres 2013. Das Unternehmen, von dem Daimler den Antriebsstrang für die Elektroversion des Smart und der für 2014 angekündigten elektrischen B-Klasse bezieht, entpuppt sich als der wohl wichtigste Wegbereiter der E-Mobilität. Denn bereits mit dem ersten Tesla-Modell, dem seit 2008 rund 2600 Mal verkauften Sportwagen Roadster, bewies Musk, dass E-Autos funktionieren – und vor allem, dass sie keine Fahrzeuge ohne Spaßfaktor sein müssen.

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