Erste Fahrt im Skoda Vision E Wie Skoda ins elektrische Morgen fahren will

Für Skoda ist der Vision E mehr als ein Prototyp. Mit dem Serienmodell des ersten Elektroautos der Marke will Skoda zu einem der Innovationsträger im Volkswagen-Konzern werden.

Skoda Vision E Quelle: Presse

Der goldgrüne schimmernde Crossover surrt nahezu lautlos durch eine namenlose Halle irgendwo in einem Außenbezirk von Prag. Die Umgebung ist dunkel, aber nicht düster und die opulenten Lichtelemente des Autos verbreiten ein leicht surreales Licht.

Skoda zeigt einmal mehr, wie eine automobile Erfolgsgeschichte aussieht. Von einem in der westlichen Welt weitgehend unbekannten tschechischen Autohersteller zu einer Marke, die den Begriff Volkswagen beinahe mehr verkörpert als die Wolfsburger selbst.

Was mit seltsamen Billigmodellen wie Favorit, Felicia und Fabia allzu hemdsärmelig begann, ist längst ein Portfolio, was europaweit keinen Vergleich scheuen muss. Der familientaugliche Skoda Octavia ist ebenso ein Bestseller wie der kompakte Fabia, während die beiden SUV trotz ihrer seltsamen Bezeichnungen Kodiaq und Karoq beste Aussichten auf völlig neue Kundenschichten geben.

Wie sich Skodas Vorbote der elektrischen Zukunft fährt
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Ivo Hercik
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Ivo Hercik
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Ivo Hercik
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Ivo Hercik
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Skoda
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Skoda
Skoda Vision E Fahrbericht Quelle: Skoda

Doch die Tschechen wollen deutlich mehr. In der kommenden Dekade soll Skoda den Schritt vom Autohersteller zum Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen wagen. Das erzählen von der Billigmarke bis zum Premiumhersteller derzeit viele, doch die VW-Tochter aus Mlada Boleslav sorgt für Belege.

Skoda gründet eigene Ideenschmiede

Denn die Ideen von morgen und übermorgen entstehen nicht allein in der Firmenzentrale. Um den Aufbruch in neuen Digitalwelten auch räumlich zu unterstreichen, eröffnete Skoda in einem Prager Trendviertel nahe der Moldau jüngst ein modernes Digitallabor.

„Wir sind viel mehr als diese 450 Quadratmeter“, sagt Digitalexpertin Jarmila Placha, „in diesem Basehub hier laufen jedoch nur die Fäden zusammen. Wir arbeiten mit Start Ups aus der ganzen Welt. Es geht uns nicht um Presse oder PR; wir sind da, um Geld zu verdienen und Kunden zu helfen. Dafür scouten wir intern wie extern.“ Den Skoda-Modellen von morgen soll diese Ideenschmiede Rückenwind geben.

Elektroautos im Kostenvergleich

„Ohne elektrische Autos werden wir die rechtlichen Vorgaben nicht schaffen“, erläutert Skodas Produktstratege Guido Haak, „wir gehen im Jahre 2020 in der EU von einem Elektroanteil von acht Prozent aus. 2025 werden es rund 25 Prozent sein; in China mit 30 Prozent etwas mehr.“

Die Ziele scheinen ambitioniert, denn aktuell liegt der Anteil der Fahrzeuge mit elektrischen Antrieb in unseren Breiten bei gerade einmal 0,57 Prozent, während in China immerhin 1,45 Prozent aller Autos rein elektrisch surren. Die in China so beliebten Motorroller bekommen ohne einen Elektromotor ohnehin keine Zulassung mehr.

VW schickt den Elektro-Bulli in Serie
Volkswagen E-Bulli ID Buzz Quelle: Volkswagen
VW ID Buzz von der Seite Quelle: Volkswagen
VW Bulli ID Buzz mit offenen Türen Quelle: Volkswagen
VW ID Buzz von vorne Quelle: Volkswagen
Volkswagen Bulli neben ID Buzz Quelle: Volkswagen
VW ID Buzz Innenraum Quelle: Volkswagen
VW ID Buzz von innen Quelle: Volkswagen

Skoda will sich in Europa und China ein nennenswertes Stück vom Elektrokuchen abschneiden und profitiert dabei einmal mehr vom Volkswagen-Konzern. Den Anfang macht dabei das Serienmodell des Skoda Vision E, der auf der Auto Shanghai Mitte April seine Weltpremiere feierte.

Design und Technik des rund 4,65 Meter langen Crossovers kamen gut an, doch das Gesicht erntete nicht nur Applaus „So haben wir die Front in den letzten sechs bis acht Wochen nochmals überarbeitet“, erklärt Skoda-Designer Marko Jertic.

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